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00Inhalt
01MOSE1
02MOSE2
03MOSE3
04MOSE4
05MOSE5
06JOSUA
07RICHTER
08RUTH
09SAMUEL1
10SAMUEL2
11KOENIGE1
12KOENIGE2
13CHRONIK1
14CHRONIK2
15ESRA
15NEHEMIA
16ESTER
17HIOB
18PSALME
19SPRUECHE
20PREDIGER
21HOHELIED
22JESAJA
23JEREMIA
24KLAGEL
25HESEKIEL
26DANIEL
27HOSEA
28JOEL
29AMOS
30OBADJA
31JONA
32MICHA
33NAHUM
34HABAKUK
35ZEFANJA
36HAGGAI
37SACHARJA
38MALEACHI
39JUDIT
40WEISHEIT
41TOBIAS
42BARUCH
43JESUSSIR
44MAKKAB1
45MAKKAB2
46STESTER
47STZUDAN
48GEBETMAN
99ERKLAER
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Die Bibel : 42BARUCH

1:1 Dies ist der Inhalt des Buches, das Baruch, der Sohn Nerijas, des

Sohnes Machsejas, des Sohnes Zidkijas, des Sohnes Hasadjas, des

Sohnes Hilkijas, niedergeschrieben hat in Babel
Jer 36,4

1:2 im fünften Jahr, am siebenten Tage des Monats, in dem die Chaldäer

Jerusalem erobert und mit Feuer verbrannt hatten.
2. Kön 25,8-9

Die Geldsammlung der Juden und ihr Brief nach Jerusalem

1:3 Und Baruch las dies Buch vor den Ohren Jechonjas, des Sohnes

Jojakims, des Königs von Juda, und vor den Ohren des ganzen Volks,

das dazukam,
(3 und 4) 2. Kön 24,6; 24,10-16
Jechonja = Jojachin (2. Kön 24,6).

1:4 und vor den Ohren der Oberen und der Söhne der Könige und vor den

Ältesten und vor dem ganzen Volk, klein und groß, das in Babel am

Fluß Sud wohnte.

1:5 Und sie weinten, fasteten und beteten vor dem Herrn

1:6 und legten Geld zusammen, soviel wie jeder vermochte,

1:7 und sandten es hin nach Jerusalem zu dem Priester Jojakim, dem Sohn

Hilkijas, des Sohnes Schallums, und zu den andern Priestern und zu

dem ganzen Volk, das bei ihm in Jerusalem war.

1:8 Das geschah, nachdem Baruch am zehnten Tag des Monats Siwan die

Gefäße des Hauses des Herrn, die aus dem Tempel weggenommen worden

waren, empfangen hatte, damit sie wieder ins Land Juda gebracht

würden: nämlich die silbernen Gefäße, die Zedekia, der König von

Juda, der Sohn des Josia, hatte machen lassen,
2. Kön 24,17

1:9 als Nebukadnezar, der König von Babel, den Jechonja und die Oberen

und die Schmiede und die Mächtigen und das Volk des Landes aus

Jerusalem weggeführt und sie nach Babel gebracht hatte.

1:10 Und sie schrieben ihnen: Siehe, wir senden euch Geld; dafür kauft

Brandopfer, Sündopfer und Weihrauch und richtet Speisopfer zu und

opfert auf dem Altar des Herrn, unseres Gottes.

1:11 Und betet für das Leben Nebukadnezars, des Königs von Babel, und

für das Leben Belsazars, seines Sohnes, daß ihre Tage seien wie die

Tage des Himmels über der Erde.
(11 und 12) 1. Tim 2,1-2; Jer 29,7; Dan 5,1-2

1:12 So wird der Herr uns Kraft geben und unsere Augen hell machen, und

wir werden leben unter dem Schatten Nebukadnezars, des Königs von

Babel, und unter dem Schatten Belsazars, seines Sohnes, und ihnen

lange Zeit dienen und Gnade vor ihnen finden.

1:13 Betet auch für uns zu dem Herrn, unserm Gott; denn wir haben uns

versündigt an dem Herrn, unserm Gott, und sein Grimm und Zorn hat

sich nicht von uns gewandt bis auf den heutigen Tag.

Jak 5,14-16

1:14 Und lest dies Buch vor; denn wir haben es darum zu euch gesandt,

damit ihr's im Hause des Herrn vorlesen sollt am Feiertag und an

andern Festtagen,
1:15 und sprecht:
Bußgebet
(vgl. Dan 9,4-19)

Der Herr, unser Gott, ist gerecht; wir aber tragen heute mit Recht

unsre Schande, wir, die Männer von Juda und die Einwohner von

Jerusalem

1:16 und unsre Könige, unsre Oberen, unsre Priester, unsre Propheten und

unsre Väter,

1:17 weil wir vor dem Herrn gesündigt und ihm nicht geglaubt haben

1:18 und nicht gehorcht der Stimme des Herrn, unsres Gottes, nach seinen

Geboten zu leben, die er uns gegeben hat.

1:19 Ja, von der Zeit an, da der Herr unsre Väter aus Ägyptenland geführt

hat, bis auf den heutigen Tag sind wir dem Herrn, unserm Gott,

ungehorsam gewesen und haben es verachtet, seiner Stimme zu

gehorchen.
Ps 106,6-43

1:20 Darum sind nun über uns die Strafe und der Fluch gekommen, die der

Herr durch Mose, seinen Knecht, angekündigt hat, als der Herr unsre

Väter aus Ägyptenland führte, um uns ein Land zu geben, in dem Milch

und Honig fließt.
5. Mose 28,15-68

1:21 Und wir gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unsres Gottes, wie

sie uns die Propheten sagten, die er zu uns sandte;

Jer 25,4

1:22 sondern jeder trieb es weiter nach den Gedanken seines bösen

Herzens, und wir dienten fremden Göttern und taten, was böse war vor

dem Herrn, unserm Gott.
Jer 11,8

2:1 Und der Herr hat sein Wort gehalten, das er gegen uns geredet hat

und gegen unsre Richter, Könige und Obere, die Israel regierten, und

gegen Israel und Juda,

2:2 und er hat eine so große Strafe über uns ergehen lassen, daß unter

dem ganzen Himmel nie geschehen ist, was über Jerusalem ergangen

ist, wie geschrieben steht im Gesetz des Mose,
(2 und 3) 5. Mose 28,53

2:3 daß jeder von uns das Fleisch seines Sohnes und seiner Tochter essen

soll.

2:4 Und er machte sie zu Sklaven in allen Königreichen ringsumher, zur

Schmach und zum Fluch bei allen Völkern um uns, unter die sie der

Herr zerstreut hat.

2:5 Und sie werden immer unterdrückt und können nicht mehr hochkommen;

denn wir haben uns versündigt an dem Herrn, unserm Gott, indem wir

seiner Stimme nicht gehorcht haben.

2:6 Der Herr, unser Gott, ist gerecht; wir aber und unsre Väter tragen

heute mit Recht unsre Schande.

2:7 Alles Unglück, das der Herr gegen uns geredet hat, ist über uns

gekommen.

2:8 Wir haben ja auch nicht gefleht zu dem Herrn, daß sich jeder

abgewandt hätte von den Gedanken seines bösen Herzens.

2:9 Doch der Herr hat dies Unglück gewollt und hat's über uns kommen

lassen. Denn der Herr ist gerecht in allen seinen Werken, die er uns

geboten hat;
Jer 44,27

2:10 wir aber gehorchten seiner Stimme nicht und lebten nicht nach den

Geboten des Herrn, die er uns gegeben hat.

2:11 Und nun, Herr, Gott Israels, der du dein Volk aus Ägyptenland

geführt hast mit starker Hand, durch Zeichen und Wunder, mit großer

Macht und hoher Gewalt, und dir einen Namen gemacht hast, so wie es

heute ist:

2:12 Ach Herr, unser Gott, wir haben ja gesündigt und sind gottlos

gewesen und haben Unrecht getan gegen alle deine Gebote.

2:13 Laß ab von deinem Grimm über uns; denn nur noch wenige von uns sind

übriggeblieben unter den Heiden, unter die du uns zerstreut hast.

2:14 Erhöre, Herr, unser Gebet und unser Flehen und hilf uns um

deinetwillen; laß uns Gnade finden bei denen, die uns weggeführt

haben,

2:15 damit alle Welt erkennt, daß du, Herr, unser Gott bist; denn Israel

und seine Nachkommen sind ja nach dir genannt.

2:16 Sieh herab, Herr, von deinem heiligen Haus und denke doch an uns;

neige, Herr, dein Ohr und höre doch;
5. Mose 26,15

2:17 tu deine Augen auf, Herr, und sieh doch! Denn nicht die Toten in

der Unterwelt, deren Lebensodem aus ihrem Leibe gewichen ist, rühmen

die Herrlichkeit und Gerechtigkeit des Herrn;
Ps 6,6

2:18 sondern die leben und sehr betrübt, gebeugt und schwach sind, mit

ausgeweinten Augen und hungriger Seele, die rühmen, Herr, deine

Herrlichkeit und Gerechtigkeit.
Ps 74,21

2:19 Und nun, Herr, unser Gott, liegen wir vor dir mit unserm Gebet,

nicht wegen der Gerechtigkeit unsrer Väter und unsrer Könige;

2:20 denn du hast deinen Grimm und Zorn über uns ergehen lassen, wie du

geredet hast durch die Propheten, deine Knechte:

2:21 So spricht der Herr: Beugt eure Schultern und seid untertan dem

König von Babel, so werdet ihr im Lande bleiben, das ich euren

Vätern gegeben habe;
Jer 27,11-12

2:22 wenn ihr aber der Stimme des Herrn nicht gehorchen und dem König

von Babel nicht untertan sein werdet,
(22 und 23) Jer 25,8-11

2:23 so will ich von den Städten Judas und von Jerusalem den Jubel der

Freude und Wonne und die Stimme des Bräutigams und der Braut

wegnehmen, und das ganze Land soll wüst werden und niemand darin

wohnen.

2:24 Wir aber gehorchten deiner Stimme nicht und wurden dem König von

Babel nicht untertan. Darum hast du dein Wort gehalten, das du

geredet hast durch die Propheten, deine Knechte, daß man die

Gebeine unsrer Könige und die Gebeine unsrer Väter aus ihren Gräbern

geworfen und zerstreut hat,
Jer 8,1-2

2:25 so daß sie am Tag in der Sonne und des Nachts im Tau gelegen haben.

So sind sie jämmerlich umgekommen durch Hunger, Schwert und Pest.

2:26 Und um der Missetat willen des Hauses Israel und des Hauses Juda

hast du dein Haus, das nach deinem Namen genannt war, so zerstören

lassen, wie es jetzt ist.

2:27 Und du, Herr, unser Gott, bist sehr gnädig und barmherzig mit uns

umgegangen,

2:28 wie du durch Mose, deinen Knecht, geredet hast an dem Tag, als du

ihm gebotest, dein Gesetz vor den Israeliten zu schreiben, und

sprachst:
(28-35) 5. Mose 31,24-29; 4,25-31; 30,1-6

2:29 Wenn ihr meiner Stimme nicht gehorchen werdet, so wird gewiß diese

große und zahlreiche Menge ganz klein werden unter den Heiden, unter

die ich sie zerstreuen will.

2:30 Denn ich weiß genau, daß sie mir nicht gehorchen werden; denn es ist

ein halsstarriges Volk. Sie werden aber in dem Land, in dem sie

gefangen sind, in sich gehen

2:31 und erkennen, daß ich, der Herr, ihr Gott bin. Und ich will ihnen

ein verständiges Herz geben und Ohren, die hören.

2:32 Dann werden sie mich preisen in dem Land, in dem sie gefangen sind,

und an meinen Namen denken

2:33 und sich von ihrer Hartnäckigkeit und von ihren Sünden abkehren.

Denn sie werden daran denken, wie es ihren Vätern ergangen ist, die

vor dem Herrn sündigten.

2:34 Und ich will sie zurückbringen in das Land, das ich ihren Vätern

Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, und sie sollen darin

herrschen, und ich will sie mehren und nicht mindern.

2:35 Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen aufrichten, daß ich ihr

Gott sein will und sie mein Volk; und ich will mein Volk Israel

nicht mehr aus dem Land vertreiben, das ich ihnen gegeben habe.

Jer 31,31-33

3:1 Allmächtiger Herr, du Gott Israels, in Angst und Not schrei ich zu

dir:

3:2 Höre und sei gnädig, Herr; denn wir haben vor dir gesündigt!

3:3 Du regierst in Ewigkeit; wir aber vergehen für immer.

3:4 Allmächtiger Herr, du Gott Israels, höre nun das Gebet der

Israeliten, die dem Tod im Rachen stecken, und das Gebet der Söhne,

die sich an dir versündigt und der Stimme des Herrn, ihres Gottes,

nicht gehorcht haben; darum ist auch die Strafe stets hinter uns her

gewesen.

3:5 Denke nicht an die Missetaten unsrer Väter, sondern denke jetzt an

die Taten deiner Hand und an deinen Namen!

3:6 Denn du bist ja der Herr, unser Gott; und wir wollen, Herr, dich

loben.

3:7 Denn darum hast du die Furcht vor dir in unser Herz gegeben, damit

wir deinen Namen anrufen und dich in unserer Gefangenschaft loben.

Denn alle Missetaten unsrer Väter, die vor dir gesündigt haben,

haben wir aus unserm Herzen getilgt,

3:8 wir, die jetzt in Gefangenschaft sind, in die du uns verstoßen hast

zur Schmach, zum Fluch und zur Strafe für alle Missetaten unsrer

Väter, die von dem Herrn, ihrem Gott, abgewichen sind.

Umkehr zur Weisheit

3:9 Höre, Israel, die Gebote des Lebens; achtet gut darauf, daß ihr

Klugheit lernt!
(9-13) 5. Mose 30,15-20

3:10 Wie kommt es, Israel, daß du im Land deiner Feinde bist,

3:11 daß du in einem fremden Land alt wirst, daß du dich unrein machst

unter den Toten, daß du zu denen gerechnet wirst, die in die Grube

fahren?
4. Mose 19,11

3:12 Das ist die Ursache: weil du die Quelle der Weisheit verlassen

hast.
Sir 1,5; Spr 13,14; 14,27

3:13 Wärst du auf Gottes Weg geblieben, du hättest wohl immer im Frieden

gewohnt.

3:14 So lerne nun, wo es rechte Weisheit, Tüchtigkeit und Einsicht gibt,

damit du zugleich erfährst, wo es langes Leben und Glück, leuchtende

Augen und Frieden gibt.

3:15 Wer weiß, wo die Weisheit wohnt? Wer ist in ihre Schatzkammern

gekommen?
(15-23) Hiob 28,1-28

3:16 Wo sind die Fürsten der Völker und die, die über die Tiere auf Erden

herrschen,

3:17 die mit den Vögeln unter dem Himmel spielen, die Silber und Gold

sammeln, worauf die Menschen ihr Vertrauen setzen und wovon sie nie

genug haben können,

3:18 die das Silber bearbeiten und sich darum mühen und deren Werke nicht

zu begreifen sind?

3:19 Sie sind verschwunden und zu den Toten gefahren, und andere sind an

ihre Stelle getreten.

3:20 Die Nachkommen sahen zwar das Licht und wohnten auf dem Erdboden und

fanden doch den Weg der Weisheit nicht

3:21 und erkannten die Pfade nicht, die zu ihr führen; auch ihre Kinder

erfaßten sie nicht und sind irregegangen.

3:22 In Kanaan hörte man nichts von ihr; in Teman sah man sie nicht.

(22 und 23) Jer 49,7; Hiob 4,1

3:23 Die Kinder Hagars forschten der irdischen Weisheit zwar nach, die

Kaufleute von Midian und Teman dichteten zwar Fabeln und strebten

nach Einsicht; aber sie fanden doch den Weg zur Weisheit nicht, und

an ihre Pfade dachten sie nicht.

3:24 O Israel, wie groß ist das Haus Gottes! Wie weit ist die Stätte, die

er besitzt!
Jes 66,1-2

3:25 Sie ist groß und hat kein Ende und ist unermeßlich hoch.

3:26 Da waren vorzeiten Riesen, große, berühmte Leute und gute Krieger;

(26-28) 1. Mose 6,4; 5. Mose 2,10-12; 2,20-21

3:27 die hat der Herr nicht erwählt noch ihnen den Weg der Erkenntnis

offenbart.

3:28 Und weil sie die Weisheit nicht hatten, sind sie untergegangen in

ihrer Torheit.

3:29 Wer ist zum Himmel gefahren und hat sie geholt und aus den Wolken

herabgebracht?
(29 und 30) 5. Mose 30,11-14

3:30 Wer ist übers Meer gefahren und hat sie gefunden und für kostbares

Gold hergebracht?

3:31 Es gibt niemand, der den Weg weiß, wo man die Weisheit findet, noch

über den Pfad zu ihr nachdenkt.

3:32 Der aber alle Dinge weiß, kennt die Weisheit und hat sie durch

seinen Verstand gefunden, er, der die Erde auf ewige Zeit gegründet

und sie mit vielerlei Tieren erfüllt hat,
Jes 66,22

3:33 der den Blitz sendet, und er fährt dahin, und wenn er ihn

zurückruft, so gehorcht er mit Zittern.
(33-35) Hiob 38,35; Sir 43,9-11

3:34 Die Sterne leuchten in ihrer Ordnung mit Freuden, und wenn er sie

ruft, antworten sie:

3:35 Hier sind wir! und leuchten mit Freuden für den, der sie geschaffen

hat.

3:36 Das ist unser Gott, und keiner ist ihm zu vergleichen.

3:37 Er hat jeden Weg der Erkenntnis gefunden und hat sie Jakob, seinem

Diener, und Israel, seinem Geliebten, gegeben.

3:38 Danach ist sie auf Erden erschienen und hat bei den Menschen

gewohnt.
Sir 24,7-13

4:1 Diese Weisheit ist das Buch von den Geboten Gottes und das Gesetz,

das ewig ist. Alle, die fest an ihr halten, werden leben; die sie

aber verlassen, werden sterben.
Sir 24,32-34; Ps 119,98; 3. Mose 18,5

4:2 Kehre um, Jakob, und nimm sie an; geh in ihrem Licht, das dir

entgegenleuchtet!
Joh 8,12

4:3 Überlaß nicht deine Ehre einem andern und deinen Schatz einem

fremden Volk!

4:4 Selig sind wir, Israel! denn Gott hat uns seinen Willen offenbart.

5. Mose 4,8
Trost und Verheißung

4:5 Sei getrost, mein Volk: An Israel wird noch gedacht werden!

Vers 27

4:6 Ihr seid an die Heiden verkauft, doch nicht ganz zum Verderben. Weil

ihr Gott erzürnt habt, seid ihr euren Feinden übergeben.

4:7 Denn ihr habt den, der euch erschaffen hat, dadurch zum Zorn

gereizt, daß ihr nicht Gott, sondern den Teufeln geopfert habt.

5. Mose 32,15-18

4:8 Ihr habt den ewigen Gott vergessen, der euch ernährt hat, und habt

Jerusalem betrübt, das euch großgezogen hat.

4:9 Denn es hat den Zorn Gottes gesehen, der über euch gekommen ist, und

hat gesagt: Hört zu, ihr Nachbarn Zions! Gott hat mir großes Leid

geschickt;

4:10 denn ich habe die Gefangenschaft meiner Söhne und Töchter gesehen,

die der Ewige über sie gebracht hat.

4:11 Ich habe sie mit Freuden großgezogen; mit Weinen aber und Herzeleid

mußte ich sie ziehen lassen.

4:12 Niemand mache sich lustig über mich, weil ich eine Witwe und von

vielen verlassen bin; ich bin einsam geworden wegen der Sünden

meiner Kinder.

4:13 Denn sie sind vom Gesetz Gottes abgewichen und haben sich um seine

Rechte nicht gekümmert; sie haben nicht nach Gottes Geboten gelebt

und sind nicht auf den Pfaden der Zucht in seiner Gerechtigkeit

gegangen.

4:14 Kommt her, ihr Nachbarn Zions, und denkt an die Gefangenschaft

meiner Söhne und Töchter, in die der Ewige sie gebracht hat!

4:15 Denn er hat ein Volk von fern her über sie gebracht, ein freches

Volk mit einer unbekannten Sprache,
(15 und 16) 5. Mose 28,49-50

4:16 die keine Rücksicht auf die Alten nehmen noch sich der Kinder

erbarmen; die haben die geliebten Söhne der Witwe weggeführt und die

Einsame ihrer Töchter beraubt.
4:17 Aber wie kann ich euch helfen?

4:18 Denn nur der dies Unglück über euch gebracht hat, wird euch aus der

Hand eurer Feinde erretten.
Hos 6,1

4:19 Zieht hin, liebe Kinder, zieht hin! Ich aber bin verlassen und

einsam.

4:20 Ich habe mein Freudenkleid ausgezogen und das Trauerkleid angezogen;

ich will zu dem Ewigen schreien, solange ich lebe.

4:21 Seid getrost, Kinder! Schreit zu Gott, so wird er euch aus der

Gewalt und Hand der Feinde erlösen;

4:22 denn ich hoffe doch, daß der Ewige euch helfen wird, und ich werde

Freude von dem Heiligen empfangen wegen der Barmherzigkeit, die euch

von unserm ewigen Helfer bald widerfahren wird.

4:23 Ich habe euch ziehen lassen mit Trauern und Weinen; Gott aber wird

euch mir wiedergeben mit Wonne und Freude für immer.

4:24 Denn wie die Nachbarn Zions nun eure Gefangenschaft gesehen haben,

so werden sie auch bald die Hilfe eures Gottes sehen, die über euch

kommen wird mit großer Herrlichkeit und dem Glanz des Ewigen.

4:25 Ihr Kinder, leidet geduldig den Zorn, der von Gott über euch kommt.

Denn dein Feind hat dich verfolgt; aber du wirst in kurzem sein

Verderben sehen, und auf seinen Nacken wirst du treten.

4:26 Meine zarten Kinder mußten auf rauhem Wege gehen; sie sind wie eine

Herde weggeführt, vom Feinde geraubt.

4:27 Seid getrost, ihr Kinder, und schreit zu Gott! denn der euch hat

wegführen lassen, wird euch nicht vergessen.
Jes 54,7-8

4:28 Denn wie ihr darauf aus wart, von Gott abzuweichen, so trachtet nun

zehnmal mehr danach, ihn zu suchen.
5. Mose 4,29

4:29 Denn der diese Strafe hat über euch kommen lassen, der wird euch

helfen und erfreuen für alle Zeit.

4:30 Jerusalem, sei getrost! Der wird dich trösten, der dich mit Namen

genannt hat.
Jes 43,1

4:31 Unglücklich sollen werden, die dir Leid angetan und sich über deinen

Fall gefreut haben.
Ps 137,7

4:32 Unglücklich sollen die Städte werden, denen deine Kinder gedient

haben, und unglücklich die Stadt, die deine Kinder gefangenhält.

4:33 Denn wie sie über deinen Fall gejauchzt und über dein Verderben sich

gefreut hat, so soll sie betrübt sein, wenn sie selbst verwüstet

wird.

4:34 Und ich will die Menge ihres Volkes, auf die sie stolz ist,

wegnehmen und ihre Prahlerei in Klage verwandeln.

4:35 Denn ein Feuer wird von dem Ewigen über sie kommen viele Tage lang,

und Teufel werden ihre Wohnung in ihr haben lange Zeit.

Jes 34,12

4:36 Sieh umher, Jerusalem, nach Osten, und schaue den Trost, der dir von

Gott kommt!

4:37 Siehe, deine Kinder kommen, die du hast ziehen lassen müssen! Ja,

sie kommen versammelt vom Osten und vom Westen durch das Wort des

Heiligen und freuen sich über Gottes Herrlichkeit.

Jes 49,12; 49,22

5:1 Zieh dein Trauerkleid aus, Jerusalem, und zieh den herrlichen

Schmuck von Gott an für immer!
Kap 4,20

5:2 Zieh den Mantel der Gerechtigkeit Gottes an, und setze die Krone

der Herrlichkeit des Ewigen auf dein Haupt!
Jes 61,10

5:3 Gott wird deinen Glanz unter dem ganzen Himmel offenbaren;

5:4 denn dein Name wird von Gott genannt werden für alle Zeit: »Friede

der Gerechtigkeit; Lobpreis der Frömmigkeit«.
Jes 61,3

5:5 Mache dich auf, Jerusalem, und tritt auf die Höhe und sieh umher

nach Osten und schaue deine Kinder, die vom Westen und vom Osten

versammelt sind durch das Wort des Heiligen und sich freuen, daß

Gott wieder an sie gedacht hat!
Kap 4,5

5:6 Sie zogen aus von dir zu Fuß, weggeführt von den Feinden; Gott aber

bringt sie zu dir, in Ehren getragen wie auf einem Königsthron.

5:7 Denn Gott will alle hohen Berge und die ewigen Hügel niedrig machen

und die Täler auffüllen, damit das Land eben wird und Israel sicher

heimziehen kann unter Gottes Herrlichkeit.
Jes 40,3-5

5:8 Die Wälder aber und alle wohlriechenden Bäume werden Israel auf

Gottes Befehl Schatten geben.
Jes 55,12-13

5:9 Denn Gott wird Israel zurückbringen mit Freuden im Licht seiner

Herrlichkeit, mit seiner Barmherzigkeit und Gerechtigkeit.

Der Brief des Jeremia

6:1 Dies ist die Abschrift des Briefes, den Jeremia an die gesandt hat,

die von dem König von Babel nach Babel gefangen weggeführt werden

sollten, worin er ihnen verkündigte, wie es ihm Gott befohlen hatte.

6:2 Wegen eurer Sünden, die ihr gegen Gott begangen habt, werdet ihr

nach Babel gefangen weggeführt werden von Nebukadnezar, dem König

von Babel.

6:3 Und ihr werdet in Babel bleiben müssen viele Jahre und eine lange

Zeit bis zum siebenten Geschlecht; danach will ich euch von dort

wieder herausführen mit Frieden.
Jer 29,10

6:4 Nun werdet ihr aber in Babel sehen, daß man auf den Schultern die

silbernen, goldenen und hölzernen Götzen tragen wird, vor denen

sich die Heiden fürchten.

Ps 115,4-8; Jes 40,18-20; 44,6-20; Jes 46,1-7; Jer 10,1-16

Weish 13,1 - 15,19; StzuDan 2,1-21

6:5 Darum seht euch vor, daß ihr ihnen das nicht nachtut und den Heiden

nicht gleich werdet und Furcht vor den Götzen auch euch ergreift.

6:6 Und wenn ihr seht, wie das Volk vor und hinter den Götzen hergeht

und sie anbetet, so sprecht in eurem Herzen: Herr, dich soll man

anbeten!

6:7 Denn mein Engel ist bei euch und will euer Leben erhalten.

2. Mose 23,20; Dan 3,28; 12,1

6:8 Ihre Zunge ist vom Künstler fein gemacht; sie selbst sind mit Gold

und Silber überzogen; aber sie sind Truggebilde und können nicht

reden.

6:9 Sie schmücken sie mit Gold wie ein putzsüchtiges Mädchen und setzen

ihnen Kronen aufs Haupt.

6:10 Es kommt aber auch vor, daß die Priester das Gold und Silber von den

Götzen stehlen und es für sich verwenden, ja sogar den Huren im

Freudenhaus davon geben.

6:11 Und sie schmücken die silbernen, goldenen und hölzernen Götzen mit

Kleidern, als wären's Menschen.

6:12 Die Götzen können sich aber nicht vor Rost und Motten schützen.

6:13 Und wenn man ihnen ein Purpurkleid anzieht, so muß man ihnen den

Staub des Tempels vom Gesicht abwischen, der dick auf ihnen liegt.

6:14 Und der Götze trägt ein Zepter in der Hand wie ein König und kann

doch niemand bestrafen, der ihm ein Leid antut.

6:15 Er hat auch ein Schwert und eine Axt in der Hand; er kann sich aber

des Kriegsvolks und der Räuber nicht erwehren. Daran sieht man

deutlich, daß sie nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

Vers 23; Vers 29; Vers 50; Vers 52; Vers 65

6:16 Wie ein Gefäß, das ein Mensch braucht, nutzlos ist, wenn es

zerbrochen wird, so sind ihre Götzen,

6:17 wenn man sie in ihre Tempel setzt. Ihre Augen werden voll Staub von

den Füßen derer, die hineingehen.

6:18 Die Priester verwahren die Tempel der Götzen mit Türen, Schlössern

und Riegeln, damit sie von den Räubern nicht gestohlen werden, so

wie man einen gefangensetzt und verwahrt, der sich am König

vergriffen hat und zum Tode verurteilt ist.

6:19 Sie zünden ihnen Lampen an, sogar mehr als für sich selbst, von

denen sie keine einzige sehen können.

6:20 Die Götzen sind wie die Balken im Hause, deren Inneres, wie man

sagt, herausgefressen wird; von den Würmern, die auf der Erde

kriechen und sie und ihre Kleider fressen, fühlen sie nichts.

6:21 In ihrem Angesicht sind sie schwarz vom Rauch im Hause.

6:22 Und die Fledermäuse, Schwalben und andere Vögel setzen sich auf ihre

Leiber und auf ihre Köpfe, ebenso auch die Katzen.

6:23 Daran könnt ihr merken, daß es nicht Götter sind. Darum fürchtet sie

nicht!

6:24 Das Gold, mit dem man sie behängt, um sie damit zu schmücken, glänzt

nicht, wenn man den Rost nicht abwischt. Nicht einmal, als sie

gegossen wurden, fühlten sie es.

6:25 Für teures Geld hat man sie gekauft, und es ist doch kein Leben in

ihnen.

6:26 Weil sie nicht gehen können, muß man sie auf den Schultern tragen;

daran können die Leute sehen, wie nichtig sie sind.

6:27 Es müssen sich auch die schämen, die ihnen dienen. Denn wenn die

Götter zu Boden fallen, müssen sie von ihnen wieder aufgerichtet

werden; wenn man sie aufrecht hinsetzt, können sie sich nicht von

selbst bewegen; wenn sie sich zur Seite geneigt haben, können sie

sich nicht aufrichten. Und wie Toten setzt man ihnen die Gaben vor.

6:28 Was ihnen aber geopfert wird, das verkaufen und verbrauchen ihre

Priester; ähnlich handeln auch ihre Frauen: sie salzen davon ein und

geben weder dem Armen noch dem Kranken etwas davon.

6:29 Unreine Frauen und Wöchnerinnen rühren ihre Opfer an. Daran könnt

ihr merken, daß es nicht Götter sind. Darum fürchtet sie nicht!

3. Mose 12,2-5

6:30 Denn woher sollen sie Götter genannt werden? Denn Frauen setzen den

silbernen, goldenen und hölzernen Götzen Speisen vor.

6:31 Und die Priester sitzen in ihren Tempeln mit zerrissenen Gewändern,

scheren den Bart ab und tragen Glatzen, sitzen da mit bloßen Köpfen,

3. Mose 21,5

6:32 heulen und schreien vor ihren Götzen, wie es bei einem Begräbnis

Sitte ist.
1. Kön 18,28

6:33 Die Priester stehlen ihnen die Kleider und kleiden ihre Frauen und

Kinder damit.

6:34 Ob man ihnen Böses oder Gutes tut, sie können es doch nicht

vergelten. Sie können einen König weder einsetzen noch absetzen.

6:35 Ebenso können sie weder Geld noch Gut geben. Gelobt ihnen jemand

etwas und hält es nicht, so werden sie es gewiß nicht einfordern.

Mal 1,14

6:36 Sie können einen Menschen vom Tod nicht erretten noch einen

Schwächeren dem Starken entreißen;
(36 und 37) 5. Mose 32,37-39

6:37 sie können keinen Blinden sehend machen; sie können einem Menschen

in der Not nicht helfen;

6:38 sie erbarmen sich der Witwen nicht und tun den Waisen nichts Gutes.

Ps 68,6

6:39 Denn sie sind aus Holz, mit Gold und Silber überzogen, den Steinen

gleich, die man aus dem Berg haut. Darum müssen, die ihnen dienen,

zuschanden werden.

6:40 Wie soll man sie denn für Götter halten oder so nennen? Ja, selbst

die Chaldäer halten nichts von ihnen.

6:41 Wenn sie einen Stummen sehen, der nicht reden kann, bringen sie den

Bel herbei und fordern vom Stummen, er sollte zu ihm schreien, als

ob Bel das vernehmen könnte.
Mk 7,32-37

6:42 Und obwohl sie das wissen, vermögen sie nicht, die Götzen zu

verlassen, die doch nichts vernehmen können.

6:43 Die Jungfrauen aber sitzen an den Wegen, mit Stricken umgürtet, und

räuchern Kleie.

6:44 Und wenn jemand vorübergeht und eine von ihnen mitnimmt und bei ihr

schläft, verspottet sie die andere, weil diese nicht so wert gewesen

sei wie sie und ihr der Gürtel nicht gelöst wurde.

6:45 Alles, was mit den Götzen geschieht, ist nichts als Betrug. Wie soll

man sie denn für Götter halten oder so nennen?

6:46 Von Künstlern und Goldschmieden sind sie gemacht; und was die

Handwerker wollen, das muß daraus werden und nichts anderes.

6:47 Und die sie gemacht haben, leben nicht lange. Wie sollten denn das

Götter sein, die von ihnen gemacht worden sind?

6:48 Sie hinterlassen ja den Nachkommen nichts als Betrug und Spott.

6:49 Denn wenn Krieg oder sonst ein Unglück über sie kommt, beraten sich

die Priester, wo sie sich zugleich mit den Götzen verbergen können.

6:50 Wie sollte man da nicht merken, daß es keine Götter sind, wenn sie

sich selber weder vor Krieg noch vor anderm Unglück schützen können?

6:51 Denn da sie aus Holz und mit Gold und Silber überzogen sind, wird

man zuletzt erkennen, daß es Truggebilde sind; allen Heiden und

Königen wird offenbar werden, daß sie nicht Götter, sondern von

Menschenhänden gemacht sind und daß keine Gotteskraft in ihnen ist.

6:52 Darum kann jeder deutlich merken, daß es nicht Götter sind.

6:53 Denn sie erwecken keinen König über ein Land, sie geben den

Menschen nicht Regen
1. Kön 14,14; Jer 14,22

6:54 und schaffen ihnen kein Recht, noch retten sie den, dem Unrecht

geschieht; sie sind auch gar nicht dazu imstande, so wenig wie die

Krähen, die in der Luft hin und her fliegen.
Ps 103,6

6:55 Wenn im Hause der hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen

Feuer ausbricht, so laufen die Priester davon und retten sich; die

Götzen aber verbrennen wie Balken.

6:56 Sie können weder Königen noch Feinden widerstehen. Wie soll man sie

denn für Götter halten oder so nennen?

6:57 Die hölzernen, versilberten und vergoldeten Götzen können sich vor

Dieben und Räubern nicht schützen.

6:58 Denn die sie in ihre Gewalt bekommen, die ziehen ihnen das Gold und

Silber ab und das Gewand, mit dem sie bekleidet sind, und gehen

damit fort; so können sie sich selber nicht helfen.

6:59 Darum ist's viel besser, ein König zu sein, der seine Macht beweisen

kann, oder ein nützlicher Hausrat zu sein, den der Besitzer

gebrauchen kann, oder eine Tür, die das Haus verwahrt, oder eine

hölzerne Säule in einem königlichen Saal, als solche ohnmächtigen

Götzen.

6:60 Sonne, Mond und Sterne, die hell scheinen und nützlich sein sollen,

sind gehorsam.
(60-63) Hiob 37,1-24

6:61 Ebenso ist auch der Blitz, wenn er aufleuchtet, herrlich anzusehen;

ebenso weht der Wind in jedem Land;

6:62 und die Wolken ziehen über die ganze Welt und tun, was Gott ihnen

befiehlt.

6:63 Auch das Feuer, das von oben her gesandt ist, um Berge und Wälder zu

verzehren, tut, was ihm geboten ist.

6:64 Die Götzen aber sind ihnen allen weder an Gestalt noch an Kräften zu

vergleichen. Darum soll man sie nicht für Götter halten oder so

nennen; denn sie können weder strafen noch den Menschen helfen.

6:65 Weil ihr also wißt, daß es nicht Götter sind, so fürchtet euch nicht

vor ihnen.

6:66 Denn sie können Könige weder verfluchen noch segnen.

6:67 Sie können auch keine Zeichen am Himmel den Heiden geben; sie

können es nicht hell machen wie die Sonne noch einen Schein geben

wie der Mond.
Jes 7,11; Am 8,9; Lk 21,25-26

6:68 Die unvernünftigen Tiere sind besser daran als sie; die können doch

in eine Höhle fliehen und sich selber helfen.

6:69 Darum ist uns auf jede Weise offenbar geworden, daß sie keine Götter

sind. Darum fürchtet sie nicht!

6:70 Denn wie eine Vogelscheuche, die im Garten nichts bewachen kann, so

sind auch ihre hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen.

6:71 Und wie eine Hecke im Garten ist, auf die sich mancherlei Vögel

setzen, oder wie ein Toter, der im Grabe liegt, so sind ihre

hölzernen, vergoldeten und versilberten Götzen.

6:72 Auch daran kann man es merken, daß sie nicht Götter sind: der

Scharlach und die kostbare Leinwand, die sie umhaben, werden

zerfallen und sie selbst endlich auch dazu, so daß alle über sie

spotten.

6:73 Wohl dem Menschen, der gerecht ist und keine Götzen hat! Der wird

nicht zu Spott.

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