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00Inhalt
01MOSE1
02MOSE2
03MOSE3
04MOSE4
05MOSE5
06JOSUA
07RICHTER
08RUTH
09SAMUEL1
10SAMUEL2
11KOENIGE1
12KOENIGE2
13CHRONIK1
14CHRONIK2
15ESRA
15NEHEMIA
16ESTER
17HIOB
18PSALME
19SPRUECHE
20PREDIGER
21HOHELIED
22JESAJA
23JEREMIA
24KLAGEL
25HESEKIEL
26DANIEL
27HOSEA
28JOEL
29AMOS
30OBADJA
31JONA
32MICHA
33NAHUM
34HABAKUK
35ZEFANJA
36HAGGAI
37SACHARJA
38MALEACHI
39JUDIT
40WEISHEIT
41TOBIAS
42BARUCH
43JESUSSIR
44MAKKAB1
45MAKKAB2
46STESTER
47STZUDAN
48GEBETMAN
99ERKLAER
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Die Bibel : 20PREDIGER
Alles Irdische ist eitel

1:1 Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu

Jerusalem.

1:2 Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz

eitel.

1:3 Was hat der Mensch für Gewinn von all seiner Mühe, die er hat unter

der Sonne?
Kap 2,23

1:4 Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt

immer bestehen.
Ps 90,3

1:5 Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, daß sie

dort wieder aufgehe.

1:6 Der Wind geht nach Süden und dreht sich nach Norden und wieder herum

an den Ort, wo er anfing.

1:7 Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den

Ort, dahin sie fließen, fließen sie immer wieder.

1:8 Alles Reden ist so voll Mühe, daß niemand damit zu Ende kommt. Das

Auge sieht sich niemals satt, und das Ohr hört sich niemals satt.

Ps 90,10; Spr 27,20

1:9 Was geschehen ist, eben das wird hernach sein. Was man getan hat,

eben das tut man hernach wieder, und es geschieht nichts Neues unter

der Sonne.

1:10 Geschieht etwas, von dem man sagen könnte: »Sieh, das ist neu«? Es

ist längst vorher auch geschehen in den Zeiten, die vor uns gewesen

sind.

1:11 Man gedenkt derer nicht, die früher gewesen sind, und derer, die

hernach kommen; man wird auch ihrer nicht gedenken bei denen, die

noch später sein werden.
Auch das Streben nach Weisheit ist eitel

1:12 Ich, der Prediger, war König über Israel zu Jerusalem

1:13 und richtete mein Herz darauf, die Weisheit zu suchen und zu

erforschen bei allem, was man unter dem Himmel tut. Solch unselige

Mühe hat Gott den Menschenkindern gegeben, daß sie sich damit quälen

sollen.

1:14 Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht, und siehe, es

war alles eitel und Haschen nach Wind.

1:15 Krumm kann nicht gerade werden, noch, was fehlt, gezählt werden.

Kap 7,13

1:16 Ich sprach in meinem Herzen: Siehe, ich bin herrlich geworden und

habe mehr Weisheit als alle, die vor mir gewesen sind zu Jerusalem,

und mein Herz hat viel gelernt und erfahren.

1:17 Und ich richtete mein Herz darauf, daß ich lernte Weisheit und

erkennte Tollheit und Torheit. Ich ward aber gewahr, daß auch dies

ein Haschen nach Wind ist.
Kap 2,12; 7,25

1:18 Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grämen, und wer viel lernt,

der muß viel leiden.
Torheit und Weisheit sind beide eitel

2:1 Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will Wohlleben und gute

Tage haben! Aber siehe, das war auch eitel.

2:2 Ich sprach zum Lachen: Du bist toll! und zur Freude: Was schaffst

du?

2:3 Da dachte ich in meinem Herzen, meinen Leib mit Wein zu laben, doch

so, daß mein Herz mich mit Weisheit leitete, und mich an Torheit zu

halten, bis ich sähe, was den Menschen zu tun gut wäre, solange sie

unter dem Himmel leben.
Spr 31,4

2:4 Ich tat große Dinge: ich baute mir Häuser, ich pflanzte mir

Weinberge,

2:5 ich machte mir Gärten und Lustgärten und pflanzte allerlei

fruchtbare Bäume hinein;

2:6 ich machte mir Teiche, daraus zu bewässern den Wald der grünenden

Bäume.

2:7 Ich erwarb mir Knechte und Mägde und hatte auch Gesinde, im Hause

geboren; ich hatte eine größere Habe an Rindern und Schafen als

alle, die vor mir zu Jerusalem waren.

2:8 Ich sammelte mir auch Silber und Gold und was Könige und Länder

besitzen; ich beschaffte mir Sänger und Sängerinnen und die Wonne

der Menschen, Frauen in Menge,

2:9 und war größer als alle, die vor mir zu Jerusalem waren. Auch da

blieb meine Weisheit bei mir.
1. Kön 10,23

2:10 Und alles, was meine Augen wünschten, das gab ich ihnen und

verwehrte meinem Herzen keine Freude, so daß es fröhlich war von

aller meiner Mühe; und das war mein Teil von aller meiner Mühe.

2:11 Als ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand getan hatte, und

die Mühe, die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und

Haschen nach Wind und kein Gewinn unter der Sonne.

2:12 Da wandte ich mich, zu betrachten die Weisheit und die Tollheit und

Torheit. Denn was wird der Mensch tun, der nach dem König kommen

wird? Was man schon längst getan hat.

2:13 Da sah ich, daß die Weisheit die Torheit übertrifft wie das Licht

die Finsternis;

2:14 daß der Weise seine Augen im Kopf hat, aber die Toren in der

Finsternis gehen; und ich merkte doch, daß es dem einen geht wie dem

andern.

2:15 Da dachte ich in meinem Herzen: Wenn es denn mir geht wie dem Toren,

warum hab ich dann nach Weisheit getrachtet? Da sprach ich in meinem

Herzen: Auch das ist eitel.

2:16 Denn man gedenkt des Weisen nicht für immer, ebensowenig wie des

Toren, und in künftigen Tagen ist alles vergessen. Wie stirbt doch

der Weise samt dem Toren!
Ps 49,11

2:17 Darum verdroß es mich zu leben, denn es war mir zuwider, was unter

der Sonne geschieht, daß alles eitel ist und Haschen nach Wind.

2:18 Und mich verdroß alles, um das ich mich gemüht hatte unter der

Sonne, weil ich es einem Menschen lassen muß, der nach mir sein

wird.
Vers 21; Ps 39,7

2:19 Denn wer weiß, ob er weise oder töricht sein wird und soll doch

herrschen über alles, was ich mit Mühe und Weisheit geschafft habe

unter der Sonne. Das ist auch eitel.

2:20 Da wandte ich mich dahin, daß ich mein Herz verzweifeln ließ an

allem, um das ich mich mühte unter der Sonne.

2:21 Denn es muß ein Mensch, der seine Arbeit mit Weisheit, Verstand und

Geschicklichkeit mühsam getan hat, es einem andern zum Erbteil

überlassen, der sich nicht darum gemüht hat. Das ist auch eitel und

ein großes Unglück.

2:22 Denn was kriegt der Mensch von aller seiner Mühe und dem Streben

seines Herzens, womit er sich abmüht unter der Sonne?

2:23 Alle seine Tage sind voller SchMirzan, und voll Kummer ist sein

Mühen, daß auch sein Herz des Nachts nicht Ruhe findet. Das ist auch

eitel.

2:24 Ist's nun nicht besser für den Menschen, daß er esse und trinke und

seine Seele guter Dinge sei bei seinem Mühen? Doch dies sah ich

auch, daß es von Gottes Hand kommt.
Kap 3,12; 3,22; 5,17; 8,15; 9,7

2:25 Denn wer kann fröhlich essen und genießen ohne ihn?

2:26 Denn dem Menschen, der ihm gefällt, gibt er Weisheit, Verstand und

Freude; aber dem Sünder gibt er Mühe, daß er sammle und häufe und

es doch dem gegeben werde, der Gott gefällt. Auch das ist eitel und

Haschen nach Wind.
Spr 13,22; 28,8
Alles hat seine Zeit

3:1 Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vorhaben unter dem Himmel

hat seine Stunde:
Kap 8,6; Ps 31,16

3:2 geboren werden hat seine Zeit, sterben hat seine Zeit; pflanzen hat

seine Zeit, ausreißen, was gepflanzt ist, hat seine Zeit;

3:3 töten hat seine Zeit, heilen hat seine Zeit; abbrechen hat seine

Zeit, bauen hat seine Zeit;

3:4 weinen hat seine Zeit, lachen hat seine Zeit; klagen hat seine Zeit,

tanzen hat seine Zeit;

3:5 Steine wegwerfen hat seine Zeit, Steine sammeln hat seine Zeit;

herzen hat seine Zeit, aufhören zu herzen hat seine Zeit;

3:6 suchen hat seine Zeit, verlieren hat seine Zeit; behalten hat seine

Zeit, wegwerfen hat seine Zeit;

3:7 zerreißen hat seine Zeit, zunähen hat seine Zeit; schweigen hat

seine Zeit, reden hat seine Zeit;

3:8 lieben hat seine Zeit, hassen hat seine Zeit; Streit hat seine Zeit,

Friede hat seine Zeit.

3:9 Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon.

3:10 Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie sich

damit plagen.

3:11 Er hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit

in ihr Herz gelegt; nur daß der Mensch nicht ergründen kann das

Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
Kap 8,17

3:12 Da merkte ich, daß es nichts Besseres dabei gibt als fröhlich sein

und sich gütlich tun in seinem Leben.
Kap 2,24

3:13 Denn ein Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut bei all

seinem Mühen, das ist eine Gabe Gottes.

3:14 Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das besteht für ewig; man kann

nichts dazutun noch wegtun. Das alles tut Gott, daß man sich vor ihm

fürchten soll.

3:15 Was geschieht, das ist schon längst gewesen, und was sein wird, ist

auch schon längst gewesen; und Gott holt wieder hervor, was

vergangen ist.
Vergänglichkeit des Menschen

3:16 Weiter sah ich unter der Sonne: An der Stätte des Rechts war

Gottlosigkeit, und an der Stätte der Gerechtigkeit war Frevel.

3:17 Da sprach ich in meinem Herzen: Gott wird richten den Gerechten und

den Gottlosen; denn alles Vorhaben und alles Tun hat seine Zeit.

Kap 12,14

3:18 Ich sprach in meinem Herzen: Es geschieht wegen der Menschenkinder,

damit Gott sie prüfe und sie sehen, daß sie selber sind wie das

Vieh.

3:19 Denn es geht dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt

auch er, und sie haben alle einen Odem, und der Mensch hat nichts

voraus vor dem Vieh; denn es ist alles eitel.
Ps 49,13; 49,21

3:20 Es fährt alles an einen Ort. Es ist alles aus Staub geworden und

wird wieder zu Staub.
1. Mose 3,19; Ps 146,4

3:21 Wer weiß, ob der Odem der Menschen aufwärts fahre und der Odem des

Viehes hinab unter die Erde fahre?

3:22 So sah ich denn, daß nichts Besseres ist, als daß ein Mensch

fröhlich sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will

ihn dahin bringen, daß er sehe, was nach ihm geschehen wird?

Bedrückung, Arbeitseifer, Vereinsamung

4:1 Wiederum sah ich alles Unrecht an, das unter der Sonne geschieht,

und siehe, da waren Tränen derer, die Unrecht litten und keinen

Tröster hatten. Und die ihnen Gewalt antaten, waren zu mächtig, so

daß sie keinen Tröster hatten.

4:2 Da pries ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr als die

Lebendigen, die noch das Leben haben.
Hiob 3,11; 3,13

4:3 Und besser daran als beide ist, wer noch nicht geboren ist und des

Bösen nicht inne wird, das unter der Sonne geschieht.

Kap 6,3

4:4 Ich sah alles Mühen an und alles geschickte Tun: da ist nur

Eifersucht des einen auf den andern. Das ist auch eitel und Haschen

nach Wind.

4:5 Ein Tor legt die Hände ineinander und verzehrt sein eigenes

Fleisch.
Spr 24,33-34

4:6 Besser eine Hand voll mit Ruhe als beide Fäuste voll mit Mühe und

Haschen nach Wind.
Spr 15,16
4:7 Wiederum sah ich Eitles unter der Sonne:

4:8 Da ist einer, der steht allein und hat weder Kind noch Bruder, doch

ist seiner Mühe kein Ende, und seine Augen können nicht genug

Reichtum sehen. Für wen mühe ich mich denn und gönne mir selber

nichts Gutes? Das ist auch eitel und eine böse Mühe.

4:9 So ist's ja besser zu zweien als allein; denn sie haben guten Lohn

für ihre Mühe.
(9-12) 1. Mose 2,18

4:10 Fällt einer von ihnen, so hilft ihm sein Gesell auf. Weh dem, der

allein ist, wenn er fällt! Dann ist kein anderer da, der ihm

aufhilft.

4:11 Auch, wenn zwei beieinander liegen, wärmen sie sich; wie kann ein

einzelner warm werden?

4:12 Einer mag überwältigt werden, aber zwei können widerstehen, und eine

dreifache Schnur reißt nicht leicht entzwei.
Volksgunst ist eitel

4:13 Ein Knabe, der arm, aber weise ist, ist besser als ein König, der

alt, aber töricht ist und nicht versteht, sich raten zu lassen.

4:14 Denn aus dem Gefängnis ist er auf den Thron gekommen und war doch

arm geboren, als jener noch König war.

4:15 Und ich sah alle Lebenden, die unter der Sonne wandelten, bei dem

zweiten Knaben, der an jenes Stelle treten sollte.

4:16 Und es war kein Ende des Volks, vor dem er herzog. Und doch wurden

seiner nicht froh, die später kamen. Das ist auch eitel und Haschen

nach Wind.
Warnung vor Unbedachtsamkeit beim Gottesdienst

4:17 Bewahre deinen Fuß, wenn du zum Hause Gottes gehst, und komm, daß

du hörest. Das ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; denn

sie wissen nichts als Böses zu tun.
Ps 15,1; Jes 33,14-16; Mt 5,23-24; 1. Sam 15,22

5:1 Sei nicht schnell mit deinem Munde und laß dein Herz nicht eilen,

etwas zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden;

darum laß deiner Worte wenig sein.
Jak 1,19; Mt 6,7

5:2 Denn wo viel Mühe ist, da kommen Träume, und wo viel Worte sind, da

hört man den Toren.
Kap 10,14; Spr 10,19

5:3 Wenn du Gott ein Gelübde tust, so zögere nicht, es zu halten; denn

er hat kein Gefallen an den Toren; was du gelobst, das halte.

5. Mose 23,22; 1. Sam 1,11; 1,28; Ps 50,14

5:4 Es ist besser, du gelobst nichts, als daß du nicht hältst, was du

gelobst.

5:5 Laß nicht zu, daß dein Mund dich in Schuld bringe, und sprich vor

dem Boten Gottes nicht: Es war ein Versehen. Gott könnte zürnen

über deine Worte und verderben das Werk deiner Hände.

Mal 2,7

5:6 Wo viel Träume sind, da ist Eitelkeit und viel Gerede; darum

fürchte Gott!
Jer 23,27-28
Warnung bei offenbarem Unrecht

5:7 Siehst du, wie im Lande der Arme Unrecht leidet und Recht und

Gerechtigkeit zum Raub geworden sind, dann wundere dich nicht

darüber; denn ein Hoher schützt den andern, und noch Höhere sind

über beiden.
2. Mose 23,6

5:8 Aber immer ist ein König, der dafür sorgt, daß das Feld bebaut wird,

ein Gewinn für das Land.
Nichtigkeit des Reichtums

5:9 Wer Geld liebt, wird vom Geld niemals satt, und wer Reichtum liebt,

wird keinen Nutzen davon haben. Das ist auch eitel.

Spr 28,22; Lk 12,15

5:10 Denn wo viele Güter sind, da sind viele, die sie aufessen; und was

hat ihr Besitzer mehr davon als das Nachsehen?

5:11 Wer arbeitet, dem ist der Schlaf süß, er habe wenig oder viel

gegessen; aber die Fülle läßt den Reichen nicht schlafen.

5:12 Es ist ein böses Übel, das ich sah unter der Sonne: Reichtum, wohl

verwahrt, wird zum Schaden dem, der ihn hat.
Mt 19,22

5:13 Denn der Reiche kommt um durch ein böses Geschick, und wenn er einen

Sohn gezeugt hat, dem bleibt nichts in der Hand.

5:14 Wie einer nackt von seiner Mutter Leibe gekommen ist, so fährt er

wieder dahin, wie er gekommen ist, und trotz seiner Mühe nimmt er

nichts mit sich in seiner Hand, wenn er dahinfährt.

Hiob 1,21; Ps 49,18; 1. Tim 6,7

5:15 Das ist ein böses Übel, daß er dahinfährt, wie er gekommen ist. Was

hilft's ihm denn, daß er in den Wind gearbeitet hat?

5:16 Sein Leben lang hat er im Finstern und in Trauer gesessen, in großem

Grämen und Krankheit und Verdruß.

5:17 So habe ich nun das gesehen, daß es gut und fein sei, wenn man ißt

und trinkt und guten Mutes ist bei allem Mühen, das einer sich macht

unter der Sonne in der kurzen Zeit seines Lebens, die ihm Gott gibt;

denn das ist sein Teil.

5:18 Denn wenn Gott einem Menschen Reichtum und Güter gibt und läßt ihn

davon essen und trinken und sein Teil nehmen und fröhlich sein bei

seinem Mühen, so ist das eine Gottesgabe.

5:19 Denn er denkt nicht viel an die Kürze seines Lebens, weil Gott sein

Herz erfreut.
Ps 73,26

6:1 Es ist ein Unglück, das ich sah unter der Sonne, und es liegt schwer

auf den Menschen:

6:2 Da ist einer, dem Gott Reichtum, Güter und Ehre gegeben hat, und es

mangelt ihm nichts, was sein Herz begehrt; aber Gott gibt ihm doch

nicht Macht, es zu genießen, sondern ein Fremder verzehrt es. Das

ist auch eitel und ein schlimmes Leiden.

6:3 Wenn einer auch hundert Kinder zeugte und hätte ein so langes Leben,

daß er sehr alt würde, aber er genösse das Gute nicht und bliebe

ohne Grab, von dem sage ich: Eine Fehlgeburt hat es besser als er.

Kap 4,3

6:4 Denn sie kommt ohne Leben, und in Finsternis fährt sie dahin, und

ihr Name bleibt von Finsternis bedeckt,

6:5 auch hat sie die Sonne nicht gesehen noch gekannt; so hat sie mehr

Ruhe als jener.

6:6 Und ob er auch zweitausend Jahre lebte und hätte nichts Gutes

genossen: fährt nicht alles dahin an einen Ort?

6:7 Alles Mühen des Menschen ist für seinen Mund, aber sein Verlangen

bleibt ungestillt.
Kap 1,8

6:8 Denn was hat ein Weiser dem Toren voraus? Was hilft's dem Armen, daß

er versteht, unter den Lebenden zu wandeln?

6:9 Es ist besser, zu gebrauchen, was vor Augen ist, als nach anderm zu

verlangen. Das ist auch eitel und Haschen nach Wind.

Der Mensch hat keine Macht über sein Leben

6:10 Was da ist, ist längst mit Namen genannt, und bestimmt ist, was ein

Mensch sein wird. Darum kann er nicht hadern mit dem, der ihm zu

mächtig ist.
Hiob 9,2-4; 9,32

6:11 Denn je mehr Worte, desto mehr Eitelkeit; was hat der Mensch davon?

6:12 Denn wer weiß, was dem Menschen nützlich ist im Leben, in seinen

kurzen, eitlen Tagen, die er verbringt wie einen Schatten? Oder wer

will dem Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne?

1. Chr 29,15; Ps 144,4
Abweichende Verszählung statt 7,1-29: 7,2-30.
Von der wahren Weisheit

7:1 Ein guter Ruf ist besser als gute Salbe und der Tag des Todes

besser als der Tag der Geburt.
Spr 22,1

7:2 Es ist besser, in ein Haus zu gehen, wo man trauert, als in ein

Haus, wo man feiert; denn da zeigt sich das Ende aller Menschen, und

der Lebende nehme es zu Herzen!

7:3 Trauern ist besser als Lachen; denn durch Trauern wird das Herz

gebessert.

7:4 Das Herz der Weisen ist dort, wo man trauert, aber das Herz der

Toren dort, wo man sich freut.

7:5 Es ist besser, das Schelten des Weisen zu hören als den Gesang der

Toren.

7:6 Denn wie das Krachen der Dornen unter den Töpfen, so ist das Lachen

der Toren; auch das ist eitel.

7:7 Unrechter Gewinn macht den Weisen zum Toren, und Bestechung verdirbt

das Herz.

7:8 Der Ausgang einer Sache ist besser als ihr Anfang. Ein Geduldiger

ist besser als ein Hochmütiger.

7:9 Sei nicht schnell, dich zu ärgern; denn Ärger ruht im Herzen des

Toren.
Jak 1,19

7:10 Sprich nicht: Wie kommt's, daß die früheren Tage besser waren als

diese? Denn du fragst das nicht in Weisheit.

7:11 Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft denen, die die Sonne

sehen.

7:12 Denn wie Geld beschirmt, so beschirmt auch Weisheit; aber die

Weisheit erhält das Leben dem, der sie hat.
Spr 3,1-2

7:13 Sieh an die Werke Gottes; denn wer kann das gerade machen, was er

krümmt?
Kap 1,15

7:14 Am guten Tage sei guter Dinge, und am bösen Tag bedenke: Diesen hat

Gott geschaffen wie jenen, damit der Mensch nicht wissen soll, was

künftig ist.

7:15 Dies alles hab ich gesehen in den Tagen meines eitlen Lebens: Da

ist ein Gerechter, der geht zugrunde in seiner Gerechtigkeit, und da

ist ein Gottloser, der lebt lange in seiner Bosheit.

Kap 8,14; Ps 73,12-14

7:16 Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, damit du dich nicht

zugrunde richtest.
Lk 18,11-12

7:17 Sei nicht allzu gottlos und sei kein Tor, damit du nicht sterbest

vor deiner Zeit.

7:18 Es ist gut, wenn du dich an das eine hältst und auch jenes nicht aus

der Hand läßt; denn wer Gott fürchtet, der entgeht dem allen.

7:19 Die Weisheit macht den Weisen stärker als zehn Gewaltige, die in der

Stadt sind.

7:20 Denn es ist kein Mensch so gerecht auf Erden, daß er nur Gutes tue

und nicht sündige.
Ps 14,3

7:21 Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, daß du nicht hören

müssest, wie dein Knecht dir flucht;

7:22 denn dein Herz weiß, daß du andern auch oftmals geflucht hast.

7:23 Das alles hab ich versucht mit der Weisheit. Ich dachte, ich will

weise werden, sie blieb aber ferne von mir.

7:24 Alles, was da ist, das ist fern und ist sehr tief; wer will's

finden?

7:25 Ich richtete meinen Sinn darauf, zu erfahren und zu erforschen und

zu suchen Weisheit und Einsicht, zu erkennen, daß Gottlosigkeit

Torheit ist und Narrheit Tollheit.
Ps 14,1

7:26 Und ich fand, bitterer als der Tod sei ein Weib, das ein Fangnetz

ist und Stricke ihr Herz und Fesseln ihre Hände. Wer Gott gefällt,

der wird ihr entrinnen; aber der Sünder wird durch sie gefangen.

Spr 2,16-22

7:27 Schau, das habe ich gefunden, spricht der Prediger, eins nach dem

andern, daß ich Erkenntnis fände.

7:28 Und ich suchte immerfort und hab's nicht gefunden: unter tausend

habe ich einen Mann gefunden, aber ein Weib hab ich unter allen

nicht gefunden.

7:29 Schau, allein das hab ich gefunden: Gott hat den Menschen

aufrichtig gemacht; aber sie suchen viele Künste.
1. Mose 1,27

8:1 Wer ist wie der Weise, und wer versteht etwas zu deuten? Die

Weisheit der Menschen erleuchtet sein Angesicht; aber ein freches

Angesicht wird gehaßt.

Das Unrecht in der Welt und das verborgene Walten Gottes

8:2 Achte auf das Wort des Königs; aber wenn du einen Eid bei Gott

leisten sollst,

8:3 so übereile dich nicht! Geh von seinem Angesicht weg und halte dich

nicht zu einer bösen Sache; denn er tut alles, was er will.

8:4 In des Königs Wort ist Gewalt, und wer darf zu ihm sagen: Was machst

du?

8:5 Wer das Gebot hält, der will nichts von einer bösen Sache wissen;

denn des Weisen Herz weiß um Zeit und Gericht.

8:6 Denn jedes Vorhaben hat seine Zeit und sein Gericht, und des

Menschen Bosheit liegt schwer auf ihm.
Kap 3,1

8:7 Denn er weiß nicht, was geschehen wird, und wer will ihm sagen, wie

es werden wird?
Kap 10,14

8:8 Der Mensch hat keine Macht, den Wind aufzuhalten, und hat keine

Macht über den Tag des Todes, und keiner bleibt verschont im Krieg,

und das gottlose Treiben rettet den Gottlosen nicht.

8:9 Das alles hab ich gesehen und richtete mein Herz auf alles Tun, das

unter der Sonne geschieht zur Zeit, da ein Mensch herrscht über den

andern zu seinem Unglück.

8:10 Und weiter sah ich Gottlose, die begraben wurden und zur Ruhe kamen;

aber die recht getan hatten, mußten hinweg von heiliger Stätte und

wurden vergessen in der Stadt. Das ist auch eitel.

8:11 Weil das Urteil über böses Tun nicht sogleich ergeht, wird das Herz

der Menschen voll Begier, Böses zu tun.
Hiob 35,15-16; Mal 3,14-15

8:12 Wenn ein Sünder auch hundertmal Böses tut und lange lebt, so weiß

ich doch, daß es wohlgehen wird denen, die Gott fürchten, die sein

Angesicht scheuen.
(12 und 13) Ps 37,18; 73,17-26

8:13 Aber dem Gottlosen wird es nicht wohlgehen, und wie ein Schatten

werden nicht lange leben, die sich vor Gott nicht fürchten.

8:14 Es ist eitel, was auf Erden geschieht: es gibt Gerechte, denen geht

es, als hätten sie Werke der Gottlosen getan, und es gibt Gottlose,

denen geht es, als hätten sie Werke der Gerechten getan. Ich sprach:

Das ist auch eitel.
Kap 7,15

8:15 Darum pries ich die Freude, daß der Mensch nichts Besseres hat

unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und fröhlich zu sein.

Das bleibt ihm bei seinem Mühen sein Leben lang, das Gott ihm gibt

unter der Sonne.
Kap 2,24

8:16 Ich richtete mein Herz darauf, zu erkennen die Weisheit und zu

schauen die Mühe, die auf Erden geschieht, daß einer weder Tag noch

Nacht Schlaf bekommt in seine Augen.

8:17 Und ich sah alles Tun Gottes, daß ein Mensch das Tun nicht

ergründen kann, das unter der Sonne geschieht. Und je mehr der

Mensch sich müht, zu suchen, desto weniger findet er. Und auch wenn

der Weise meint: »Ich weiß es«, so kann er's doch nicht finden.

Kap 3,11; Jes 55,8-9
Aufruf zur Freude trotz der Eitelkeit des Lebens

9:1 Denn ich habe das alles zu Herzen genommen, um dies zu erforschen:

Gerechte und Weise und ihr Tun sind in Gottes Hand. Auch über Liebe

und Haß bestimmt der Mensch nicht; alles ist vor ihm festgelegt.

9:2 Es begegnet dasselbe dem einen wie dem andern: dem Gerechten wie

dem Gottlosen, dem Guten und Reinen wie dem Unreinen; dem, der

opfert, wie dem, der nicht opfert. Wie es dem Guten geht, so geht's

auch dem Sünder. Wie es dem geht, der schwört, so geht's auch dem,

der den Eid scheut.
Kap 2,14; Hiob 9,22

9:3 Das ist das Unglück bei allem, was unter der Sonne geschieht, daß es

dem einen geht wie dem andern. Und dazu ist das Herz der Menschen

voll Bosheit, und Torheit ist in ihrem Herzen, solange sie leben;

danach müssen sie sterben.
Kap 8,11

9:4 Denn wer noch bei den Lebenden weilt, der hat Hoffnung; denn ein

lebender Hund ist besser als ein toter Löwe.

9:5 Denn die Lebenden wissen, daß sie sterben werden, die Toten aber

wissen nichts; sie haben auch keinen Lohn mehr, denn ihr Andenken

ist vergessen.

9:6 Ihr Lieben und ihr Hassen und ihr Eifern ist längst dahin; sie haben

kein Teil mehr auf der Welt an allem, was unter der Sonne geschieht.

9:7 So geh hin und iß dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit

gutem Mut; denn dies dein Tun hat Gott schon längst gefallen.

Kap 2,24

9:8 Laß deine Kleider immer weiß sein und laß deinem Haupte Salbe nicht

mangeln.

9:9 Genieße das Leben mit deinem Weibe, das du liebhast, solange du das

eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat; denn das

ist dein Teil am Leben und bei deiner Mühe, mit der du dich mühst

unter der Sonne.
Spr 5,18-19

9:10 Alles, was dir vor die Hände kommt, es zu tun mit deiner Kraft, das

tu; denn bei den Toten, zu denen du fährst, gibt es weder Tun noch

Denken, weder Erkenntnis noch Weisheit.
Wertlosigkeit der Weisheit

9:11 Wiederum sah ich, wie es unter der Sonne zugeht: Zum Laufen hilft

nicht schnell sein, zum Kampf hilft nicht stark sein, zur Nahrung

hilft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; daß

einer angenehm sei, dazu hilft nicht, daß er etwas gut kann,

sondern alles liegt an Zeit und Glück.
Spr 16,9

9:12 Auch weiß der Mensch seine Zeit nicht, sondern wie die Fische

gefangen werden mit dem verderblichen Netz und wie die Vögel mit dem

Garn gefangen werden, so werden auch die Menschen verstrickt zur

bösen Zeit, wenn sie plötzlich über sie fällt.

9:13 Ich habe unter der Sonne auch diese Weisheit gesehen, die mich groß

dünkte:

9:14 Da war eine kleine Stadt und wenig Männer darin, und es kam ein

großer König, der belagerte sie und baute große Bollwerke gegen sie.

9:15 Und es fand sich darin ein armer, weiser Mann, der hätte die Stadt

retten können durch seine Weisheit; aber kein Mensch dachte an

diesen armen Mann.

9:16 Da sprach ich: Weisheit ist zwar besser als Stärke, doch des Armen

Weisheit wird verachtet, und auf seine Worte hört man nicht.

9:17 Der Weisen Worte, in Ruhe vernommen, sind besser als des Herrschers

Schreien unter den Törichten.

9:18 Weisheit ist besser als Kriegswaffen; aber ein einziger Bösewicht

verdirbt viel Gutes.
Über Weisheit und Torheit

10:1 Tote Fliegen verderben gute Salben. Ein wenig Torheit wiegt schwerer

als Weisheit und Ehre.

10:2 Des Weisen Herz ist zu seiner Rechten, aber des Toren Herz ist zu

seiner Linken.

10:3 Auch wenn der Tor auf der Straße geht, fehlt es ihm an Verstand,

doch er hält jeden andern für einen Toren.

10:4 Wenn des Herrschers Zorn wider dich ergeht, so verlaß deine Stätte

nicht; denn Gelassenheit wendet großes Unheil ab.

10:5 Dies ist ein Unglück, das ich sah unter der Sonne, gleich einem

Versehen, das vom Gewaltigen ausgeht:

10:6 Ein Tor sitzt in großer Würde, und Reiche müssen in Niedrigkeit

sitzen.

10:7 Ich sah Knechte auf Rossen und Fürsten zu Fuß gehen wie Knechte.

10:8 Wer eine Grube gräbt, der kann selbst hineinfallen, und wer eine

Mauer einreißt, den kann eine Schlange beißen.
Spr 26,27

10:9 Wer Steine bricht, der kann sich dabei wehe tun, und wer Holz

spaltet, der kann dabei verletzt werden.

10:10 Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibt,

muß man mit ganzer Kraft arbeiten. Aber Weisheit bringt Vorteil und

Gewinn.

10:11 Wenn die Schlange beißt vor der Beschwörung, so hat der Beschwörer

keinen Vorteil.
Ps 58,5-6

10:12 Die Worte aus dem Munde des Weisen bringen ihm Gunst; aber des Toren

Lippen verschlingen ihn selber.

10:13 Der Anfang seiner Worte ist Narrheit und das Ende verderbliche

Torheit.

10:14 Der Tor macht viele Worte; aber der Mensch weiß nicht, was sein

wird, und wer will ihm sagen, was nach ihm werden wird?

Kap 5,2; Kap 8,7

10:15 Die Arbeit ermüdet den Toren, der nicht einmal weiß, in die Stadt zu

gehen.

10:16 Weh dir, Land, dessen König ein Kind ist und dessen Fürsten schon

in der Frühe tafeln!
Jes 3,4; Jes 5,11

10:17 Wohl dir, Land, dessen König ein Edler ist und dessen Fürsten zur

rechten Zeit tafeln als ehrbare Männer und nicht als Zecher.

10:18 Durch Faulheit sinken die Balken, und durch lässige Hände tropft es

im Haus.

10:19 Man hält Mahlzeiten, um zu lachen, und der Wein erfreut das Leben,

und das Geld muß alles zuwege bringen.
Ps 104,15

10:20 Fluche dem König auch nicht in Gedanken und fluche dem Reichen auch

nicht in deiner Schlafkammer; denn die Vögel des Himmels tragen die

Stimme fort, und die Fittiche haben, sagen's weiter.

Berechne nicht die Zukunft, sondern nütze den Tag!

11:1 Laß dein Brot über das Wasser fahren; denn du wirst es finden nach

langer Zeit.

11:2 Verteil es unter sieben oder unter acht; denn du weißt nicht, was

für Unglück auf Erden kommen wird.

11:3 Wenn die Wolken voll sind, so geben sie Regen auf die Erde, und wenn

der Baum fällt - er falle nach Süden oder Norden zu -, wohin er

fällt, da bleibt er liegen.

11:4 Wer auf den Wind achtet, der sät nicht, und wer auf die Wolken

sieht, der erntet nicht.

11:5 Gleichwie du nicht weißt, welchen Weg der Wind nimmt und wie die

Gebeine im Mutterleibe bereitet werden, so kannst du auch Gottes

Tun nicht wissen, der alles wirkt.
Joh 3,8; Ps 139,13; Kap 8,17

11:6 Am Morgen säe deinen Samen, und laß deine Hand bis zum Abend nicht

ruhen; denn du weißt nicht, was geraten wird, ob dies oder das, oder

ob beides miteinander gut gerät.

11:7 Es ist das Licht süß, und den Augen lieblich, die Sonne zu sehen.

11:8 Denn wenn ein Mensch viele Jahre lebt, so sei er fröhlich in ihnen

allen und denke an die finstern Tage, daß es viele sein werden; denn

alles, was kommt, ist eitel.

Freue dich deiner Jugend, ehe Alter und Tod kommen!

11:9 So freue dich, Jüngling, in deiner Jugend und laß dein Herz guter

Dinge sein in deinen jungen Tagen. Tu, was dein Herz gelüstet und

deinen Augen gefällt; aber wisse, daß dich Gott um das alles vor

Gericht ziehen wird.
Kap 2,24

11:10 Laß den Unmut fern sein von deinem Herzen und halte fern das Übel

von deinem Leibe; denn Kindheit und Jugend sind eitel.

12:1 Denk an deinen Schöpfer in deiner Jugend, ehe die bösen Tage kommen

und die Jahre sich nahen, da du wirst sagen: »Sie gefallen mir

nicht«;

12:2 ehe die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden und

Wolken wiederkommen nach dem Regen, -

12:3 zur Zeit, wenn die Hüter des Hauses zittern und die Starken sich

krümmen und müßig stehen die Müllerinnen, weil es so wenige geworden

sind, und wenn finster werden, die durch die Fenster sehen,

Bilder für das Altern der Menschen.

12:4 und wenn die Türen an der Gasse sich schließen, daß die Stimme der

Mühle leiser wird, und wenn sie sich hebt, wie wenn ein Vogel singt,

und alle Töchter des Gesanges sich neigen;

12:5 wenn man vor Höhen sich fürchtet und sich ängstigt auf dem Wege,

wenn der Mandelbaum blüht und die Heuschrecke sich belädt und die

Kaper aufbricht; denn der Mensch fährt dahin, wo er ewig bleibt, und

die Klageleute gehen umher auf der Gasse; -

12:6 ehe der silberne Strick zerreißt und die goldene Schale zerbricht

und der Eimer zerschellt an der Quelle und das Rad zerbrochen in den

Brunnen fällt.

12:7 Denn der Staub muß wieder zur Erde kommen, wie er gewesen ist, und

der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
Kap 3,20; 1. Mose 3,19

12:8 Es ist alles ganz eitel, spricht der Prediger, ganz eitel.

Nachwort über den Prediger

12:9 Es bleibt noch übrig zu sagen: Der Prediger war ein Weiser und

lehrte auch das Volk gute Lehre, und er erwog und forschte und

dichtete viele Sprüche.

12:10 Er suchte, daß er fände angenehme Worte und schriebe recht die Worte

der Wahrheit.

12:11 Die Worte der Weisen sind wie Stacheln, und wie eingeschlagene

Nägel sind die einzelnen Sprüche; sie sind von einem Hirten gegeben.

Jes 22,23

12:12 Und über dem allen, mein Sohn, laß dich warnen; denn des vielen

Büchermachens ist kein Ende, und viel Studieren macht den Leib müde.

12:13 Laßt uns die Hauptsumme aller Lehre hören: Fürchte Gott und halte

seine Gebote; denn das gilt für alle Menschen.
5. Mose 6,2

12:14 Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, alles, was verborgen

ist, es sei gut oder böse.
Röm 2,16; 2. Kor 5,10

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