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00Inhalt
01MOSE1
02MOSE2
03MOSE3
04MOSE4
05MOSE5
06JOSUA
07RICHTER
08RUTH
09SAMUEL1
10SAMUEL2
11KOENIGE1
12KOENIGE2
13CHRONIK1
14CHRONIK2
15ESRA
15NEHEMIA
16ESTER
17HIOB
18PSALME
19SPRUECHE
20PREDIGER
21HOHELIED
22JESAJA
23JEREMIA
24KLAGEL
25HESEKIEL
26DANIEL
27HOSEA
28JOEL
29AMOS
30OBADJA
31JONA
32MICHA
33NAHUM
34HABAKUK
35ZEFANJA
36HAGGAI
37SACHARJA
38MALEACHI
39JUDIT
40WEISHEIT
41TOBIAS
42BARUCH
43JESUSSIR
44MAKKAB1
45MAKKAB2
46STESTER
47STZUDAN
48GEBETMAN
99ERKLAER
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Die Bibel : 11KOENIGE1
Salomo wird zum König gesalbt

1:1 Als aber der König David alt war und hochbetagt, konnte er nicht

warm werden, wenn man ihn auch mit Kleidern bedeckte.

1:2 Da sprachen seine Großen zu ihm: Man suche unserm Herrn, dem König,

eine Jungfrau, die vor dem König stehe und ihn umsorge und in seinen

Armen schlafe und unsern Herrn, den König, wärme.

1:3 Und sie suchten ein schönes Mädchen im ganzen Gebiet Israels und

fanden Abischag von Schunem und brachten sie dem König.

1:4 Und sie war ein sehr schönes Mädchen und umsorgte den König und

diente ihm. Aber der König erkannte sie nicht.

1:5 Adonija aber, der Sohn der Haggit, empörte sich und sprach: Ich

will König werden! Und er schaffte sich Wagen und Gespanne an und

fünfzig Mann als seine Leibwache.
2. Sam 3,4; 2. Sam 15,1

1:6 Und sein Vater hatte ihm nie etwas verwehrt sein Leben lang, daß er

gesagt hätte: Warum tust du das? Und er war auch ein sehr schöner

Mann und war David geboren als der nächste Sohn nach Absalom.

1:7 Und er beriet sich mit Joab, dem Sohn der Zeruja, und mit Abjatar,

dem Priester; die hielten zu Adonija.
Kap 2,22

1:8 Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojadas, und Nathan,

der Prophet, und Schimi und Reï und die Helden Davids waren nicht

mit Adonija.

1:9 Und als Adonija Schafe und Rinder und gemästetes Vieh opferte bei

dem Stein Sohelet, der neben der Quelle Rogel liegt, lud er alle

seine Brüder, des Königs Söhne, ein und alle Männer Judas, die dem

König dienten.
Jos 15,7-8

1:10 Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und seinen

Bruder Salomo lud er nicht ein.

1:11 Da sprach Nathan zu Batseba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehört,

daß Adonija, der Sohn der Haggit, König geworden ist, und David,

unser Herr, weiß nichts davon?

1:12 So komm nun, ich will dir einen Rat geben, daß du dein Leben und das

Leben deines Sohnes Salomo errettest.

1:13 Auf, geh zum König David hinein und sprich zu ihm: Hast du nicht,

mein Herr und König, deiner Magd geschworen: Dein Sohn Salomo soll

nach mir König sein, und er soll auf meinem Thron sitzen? Warum ist

dann Adonija König geworden?
1. Chr 28,5-10

1:14 Siehe, während du noch da bist und mit dem König redest, will ich

nach dir hineinkommen und deine Worte zu Ende führen.

1:15 Und Batseba ging hinein zum König in das Gemach. Der König aber war

sehr alt, und Abischag von Schunem diente dem König.

1:16 Und Batseba neigte sich und fiel vor dem König nieder. Der König

aber sprach: Was willst du?

1:17 Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei dem

HERRN, deinem Gott: Dein Sohn Salomo soll König sein nach mir und

auf meinem Thron sitzen.

1:18 Nun aber siehe, Adonija ist König geworden, und du, mein Herr und

König, weißt nichts davon.

1:19 Er hat Stiere und gemästetes Vieh und viele Schafe geopfert und hat

alle Söhne des Königs geladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab,

den Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.

1:20 Du aber, mein Herr und König, die Augen von ganz Israel sehen auf

dich, daß du ihnen kundtust, wer auf dem Thron meines Herrn und

Königs nach ihm sitzen soll.

1:21 Wenn aber mein Herr und König sich zu seinen Vätern gelegt hat, so

werden ich und mein Sohn Salomo als Empörer dastehen.

1:22 Während sie noch mit dem König redete, kam der Prophet Nathan.

1:23 Und sie sagten dem König an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und

als er hinein vor den König kam, fiel er vor dem König nieder auf

sein Angesicht zur Erde

1:24 und sprach: Mein Herr und König, hast du gesagt: Adonija soll nach

mir König sein und auf meinem Thron sitzen?

1:25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Stiere und Mastvieh

und viele Schafe und hat alle Söhne des Königs geladen und die

Hauptleute, dazu den Priester Abjatar. Und siehe, sie essen und

trinken vor ihm und rufen: Es lebe der König Adonija!

1:26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den

Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.

1:27 Ist das von meinem Herrn und König befohlen, und du hast deine

Großen nicht wissen lassen, wer auf dem Thron meines Herrn und

Königs nach ihm sitzen soll?

1:28 Der König David antwortete und sprach: Ruft mir Batseba! Und sie kam

hinein vor den König. Und als sie vor dem König stand,

1:29 schwor der König und sprach: So wahr der HERR lebt, der mich erlöst

hat aus aller Not:

1:30 ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem HERRN, dem

Gott Israels, als ich sagte: Salomo, dein Sohn, soll nach mir König

sein, und er soll für mich auf meinem Thron sitzen.

1:31 Da neigte sich Batseba mit ihrem Antlitz zur Erde und fiel vor dem

König nieder und sprach: Lang lebe mein Herr, der König David!

1:32 Und der König David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den

Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und als sie

hineinkamen vor den König,

1:33 sprach der König zu ihnen: Nehmt mit euch die Großen eures Herrn und

setzt meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und führt ihn hinab zum

Gihon.

1:34 Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn dort zum

König über Israel. Und blast die Posaunen und ruft: Es lebe der

König Salomo!

1:35 Und zieht wieder hinauf hinter ihm her, und er soll kommen und

sitzen auf meinem Thron und für mich König sein. Denn ihn setze ich

zum Fürsten über Israel und Juda ein.

1:36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem König und sprach: So sei

es! Der HERR, der Gott meines Herrn und Königs, bestätige es!

1:37 Wie der HERR mit meinem Herrn, dem König, gewesen ist, so sei er

auch mit Salomo, daß sein Thron größer werde als der Thron meines

Herrn, des Königs David!

1:38 Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und

Benaja, der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter und setzten

Salomo auf das Maultier des Königs David und führten ihn zum Gihon.

2. Sam 8,18

1:39 Und der Priester Zadok nahm das Ölhorn aus dem Zelt und salbte

Salomo. Und sie bliesen die Posaunen, und alles Volk rief: Es lebe

der König Salomo!
1. Chr 23,1; 29,22

1:40 Und alles Volk zog wieder herauf hinter ihm her, und das Volk blies

mit Flöten und war sehr fröhlich, so daß die Erde von ihrem Geschrei

erbebte.

1:41 Und Adonija hörte es und alle, die er geladen hatte und die bei ihm

waren, und sie hatten schon gegessen. Und als Joab den Schall der

Posaune hörte, sprach er: Was soll das Geschrei und Getümmel der

Stadt?

1:42 Als er noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des Priesters

Abjatar. Und Adonija sprach: Komm her, denn du bist ein redlicher

Mann und bringst gute Botschaft.
2. Sam 15,27; 15,36

1:43 Jonatan antwortete und sprach zu Adonija: Nein, denn unser Herr, der

König David, hat Salomo zum König gemacht

1:44 und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan

und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, und sie

haben ihn auf des Königs Maultier gesetzt.

1:45 Und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbt

zum König beim Gihon, und sie sind von da heraufgezogen mit Freuden,

so daß die Stadt voll Getümmel wurde. Das ist das Geschrei, das ihr

gehört habt.

1:46 Und schon sitzt Salomo auf dem königlichen Thron,

1:47 und die Großen des Königs sind hineingegangen, zu segnen unsern

Herrn, den König David, und haben gesagt: Dein Gott mache Salomos

Namen herrlicher als deinen Namen und lasse seinen Thron größer

werden als deinen Thron! Und der König hat sich verneigt auf seinem

Lager

1:48 und hat so gesagt: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der heute

einen meiner Söhne auf meinen Thron gesetzt hat, daß es meine Augen

gesehen haben.

1:49 Da erschraken alle, die bei Adonija geladen waren, und machten sich

auf und gingen hin, jeder seinen Weg.

1:50 Aber Adonija fürchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging hin

und faßte die Hörner des Altars.

1:51 Und es wurde Salomo angesagt: Siehe, Adonija fürchtet den König

Salomo, und siehe, er faßt die Hörner des Altars und spricht: Der

König Salomo schwöre mir heute, daß er seinen Knecht nicht töten

wird mit dem Schwert.
Kap 2,28

1:52 Salomo sprach: Wird er redlich sein, so soll kein Haar von ihm auf

die Erde fallen; wird aber Böses an ihm gefunden, so soll er

sterben.
2. Sam 14,11

1:53 Und der König Salomo sandte hin und ließ ihn vom Altar holen. Und

als er kam, fiel er vor dem König Salomo nieder. Salomo aber sprach

zu ihm: Geh in dein Haus!
Davids letzter Wille und sein Tod

2:1 Als nun die Zeit herbeikam, daß David sterben sollte, gebot er

seinem Sohn Salomo und sprach:

2:2 Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei getrost und sei ein Mann

2:3 und diene dem HERRN, deinem Gott, daß du wandelst in seinen Wegen

und hältst seine Satzungen, Gebote, Rechte und Ordnungen, wie

geschrieben steht im Gesetz des Mose, damit dir alles gelinge, was

du tust und wohin du dich wendest;
5. Mose 17,14-20; Jos 1,7

2:4 damit der HERR sein Wort erfülle, das er über mich geredet hat:

Werden deine Söhne auf ihre Wege achten, daß sie vor mir in Treue

und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll dir's

niemals fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.

2:5 Auch weißt du sehr wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn der

Zeruja, was er tat den zwei Feldhauptleuten Israels, Abner, dem

Sohn Ners, und Amasa, dem Sohn Jeters, wie er sie ermordet hat und

so im Krieg vergossenes Blut im Frieden gerächt und unschuldiges

Blut an den Gürtel seiner Lenden und an die Schuhe seiner Füße

gebracht hat.
2. Sam 3,27; 2. Sam 20,10

2:6 Tu nach deiner Weisheit, daß du seine grauen Haare nicht in Frieden

hinunter zu den Toten bringst.

2:7 Aber den Söhnen Barsillais, des Gileaditers, sollst du

Barmherzigkeit erweisen, daß sie an deinem Tisch essen. Denn sie

taten wohl an mir, als ich vor deinem Bruder Absalom floh.

2. Sam 17,27; 19,32-41; 2. Sam 15,13-16

2:8 Und siehe, du hast bei dir Schimi, den Sohn Geras, den Benjaminiter

von Bahurim, der mir schändlich fluchte zu der Zeit, als ich nach

Mahanajim ging. Dann aber kam er mir entgegen am Jordan. Da schwor

ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich nicht töten mit dem

Schwert.
2. Sam 16,5; 19,17-24

2:9 Du aber laß ihn nicht frei ausgehen; denn du bist ein weiser Mann

und wirst sehr wohl wissen, was du ihm tun sollst, daß du seine

grauen Haare mit Blut hinunter zu den Toten bringst.

2:10 Also legte sich David zu seinen Vätern und wurde begraben in der

Stadt Davids.

2:11 Die Zeit aber, die David König gewesen ist über Israel, ist vierzig

Jahre: sieben Jahre war er König zu Hebron und dreiunddreißig Jahre

zu Jerusalem.
2. Sam 5,4-5; 1. Chr 29,27

2:12 Und Salomo saß auf dem Thron seines Vaters David, und seine

Herrschaft hatte festen Bestand.
Salomos Maßnahmen beim Antritt der Regierung

2:13 Aber Adonija, der Sohn der Haggit, kam zu Batseba, der Mutter

Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch mit Frieden? Er sprach: Ja!

2:14 Und er sprach: Ich habe mit dir zu reden. Sie sprach: Sage an!

2:15 Er sprach: Du weißt, daß das Königtum mein war, und ganz Israel

hatte sich auf mich gerichtet, daß ich König sein sollte; aber nun

hat sich das Königtum gewandt und ist meinem Bruder zuteil geworden -

von dem HERRN ist's ihm zuteil geworden.

2:16 Nun bitte ich eins von dir; du wollest mich nicht abweisen! Sie

sprach zu ihm: Sage an!

2:17 Er sprach: Rede mit dem König Salomo, denn er wird dich nicht

abweisen, daß er mir gebe Abischag von Schunem zur Frau.

Kap 1,3; 2. Sam 3,7

2:18 Batseba sprach: Gut, ich will mit dem König deinetwegen reden.

2:19 Und Batseba ging hin zum König Salomo, um mit ihm zu reden Adonijas

wegen. Und der König stand auf und ging ihr entgegen und neigte sich

vor ihr und setzte sich auf seinen Thron. Und es wurde der Mutter

des Königs ein Thron hingestellt, und sie setzte sich zu seiner

Rechten.

2:20 Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich; du wollest mich

nicht abweisen. Der König sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, ich

will dich nicht abweisen.

2:21 Sie sprach: Gib doch Abischag von Schunem deinem Bruder Adonija zur

Frau!

2:22 Da antwortete der König Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum

bittest du um Abischag von Schunem für Adonija? Erbitte ihm doch

auch das Königtum! Denn er ist mein älterer Bruder, und zu ihm hält

der Priester Abjatar und Joab, der Sohn der Zeruja.

Kap 1,6-7

2:23 Und der König Salomo schwor bei dem HERRN und sprach: Gott tue mir

dies und das, diese Bitte soll Adonija sein Leben kosten!

2:24 Und nun, so wahr der HERR lebt, der mich bestätigt hat und gesetzt

auf den Thron meines Vaters David und der mir ein Haus gemacht hat,

wie er zugesagt hat: heute noch soll Adonija sterben!

2:25 Und der König Salomo sandte hin Benaja, den Sohn Jojadas; der stieß

ihn nieder, daß er starb.

2:26 Und zu dem Priester Abjatar sprach der König: Geh hin nach Anatot

zu deinem Besitz, denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute

nicht töten, denn du hast die Lade Gottes des HERRN vor meinem Vater

David getragen und hast alles mitgelitten, was mein Vater gelitten

hat.
Kap 1,7; 1. Sam 22,20-23; 30,7; 2. Sam 15,24

2:27 So verstieß Salomo den Abjatar, daß er nicht mehr Priester des HERRN

sein durfte, damit erfüllt würde des HERRN Wort, das er über das

Haus Elis geredet hatte in Silo.
1. Sam 2,31-32

2:28 Und die Kunde davon kam vor Joab; denn Joab hatte Adonija angehangen

und nicht Absalom. Da floh Joab in das Zelt des HERRN und faßte die

Hörner des Altars.
Kap 1,51

2:29 Und es wurde dem König Salomo angesagt: Joab ist zum Zelt des HERRN

geflohen, und siehe, er steht am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja,

den Sohn Jojadas, und sprach: Geh, stoß ihn nieder!

2. Mose 21,12-14

2:30 Und als Benaja zum Zelt des HERRN kam, sprach er zu Joab: So sagt

der König: Geh heraus! Er sprach: Nein, hier will ich sterben. Und

Benaja sagte das dem König wieder und sprach: So hat Joab geredet,

und so hat er mir geantwortet.

2:31 Der König sprach zu ihm: Tu, wie er gesagt hat, und stoß ihn nieder

und begrabe ihn, damit du das Blut, das Joab ohne Grund vergossen

hat, von mir tust und von meines Vaters Hause.

2:32 Und der HERR lasse das Blut auf sein Haupt kommen, weil er zwei

Männer erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, und

sie getötet hat mit dem Schwert, ohne daß mein Vater David darum

wußte, nämlich Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann über Israel,

und Amasa, den Sohn Jeters, den Feldhauptmann über Juda.

Vers 5

2:33 Ihr Blut komme auf das Haupt Joabs und seiner Nachkommen für immer;

aber David und seine Nachkommen, sein Haus und sein Thron sollen

Frieden haben ewiglich von dem HERRN!

2:34 Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hin und stieß ihn nieder und

tötete ihn. Und er wurde begraben in seinem Hause in der Wüste.

2:35 Und der König setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt über

das Heer, und den Priester Zadok setzte der König an die Stelle

Abjatars.
Kap 4,4

2:36 Und der König sandte hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm:

Baue dir ein Haus in Jerusalem und wohne dort und geh von da nicht

heraus, weder hierhin noch dahin.

2:37 An dem Tag, an dem du hinausgehen und über den Bach Kidron gehen

wirst - so wisse, daß du des Todes sterben mußt; dein Blut komme

dann auf dein Haupt!

2:38 Schimi sprach zum König: Das ist recht so; wie mein Herr, der König,

geredet hat, so wird dein Knecht tun. So wohnte Schimi in Jerusalem

lange Zeit.

2:39 Es begab sich aber nach drei Jahren, daß zwei Knechte dem Schimi

entliefen zu Achisch, dem Sohn Maachas, dem König von Gat. Und es

wurde Schimi angesagt: Siehe, deine Knechte sind in Gat.

2:40 Da machte sich Schimi auf und sattelte seinen Esel und zog hin nach

Gat zu Achisch, um seine Knechte zu suchen. Und als er hinkam,

brachte er seine Knechte von Gat zurück.

2:41 Und es wurde Salomo angesagt, daß Schimi von Jerusalem nach Gat

gezogen und wiedergekommen wäre.

2:42 Da sandte der König hin und ließ Schimi rufen und sprach zu ihm: Hab

ich dich nicht schwören lassen bei dem HERRN und dich gewarnt: an

dem Tag, an dem du die Stadt verläßt und hierhin oder dorthin gehst,

sollst du wissen, daß du des Todes sterben mußt? Und du sprachst zu

mir: Es ist recht so; ich habe es gehört.

2:43 Warum hast du denn nicht gehalten den Schwur vor dem HERRN und das

Gebot, das ich dir geboten habe?

2:44 Und der König sprach zu Schimi: Du weißt all das Böse, dessen dein

Herz sich bewußt ist und das du meinem Vater David angetan hast. Nun

läßt der HERR dies Böse auf dein Haupt kommen;
Vers 8

2:45 aber der König Salomo ist gesegnet, und der Thron Davids wird

feststehen vor dem HERRN ewiglich.

2:46 Und der König gebot Benaja, dem Sohn Jojadas; der ging hin und stieß

ihn nieder, daß er starb. Und das Königtum wurde gefestigt durch

Salomos Hand.
Salomos Gebet um Weisheit
(vgl. 2. Chr 1,1-12)

3:1 Und Salomo verschwägerte sich mit dem Pharao, dem König von

Ägypten, und nahm eine Tochter des Pharao zur Frau und brachte sie

in die Stadt Davids, bis er sein Haus und des HERRN Haus und die

Mauer um Jerusalem gebaut hatte.
5. Mose 23,8; Kap 11,1-2

3:2 Aber das Volk opferte noch auf den Höhen; denn es war noch kein Haus

gebaut dem Namen des HERRN bis auf diese Zeit.

3:3 Salomo aber hatte den HERRN lieb und wandelte nach den Satzungen

seines Vaters David, nur daß er auf den Höhen opferte und räucherte.

3:4 Und der König ging hin nach Gibeon, um dort zu opfern; denn das war

die bedeutendste Höhe. Und Salomo opferte dort tausend Brandopfer

auf dem Altar.
(4 und 5) 1. Chr 21,29; Kap 9,2

3:5 Und der HERR erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts, und Gott

sprach: Bitte, was ich dir geben soll!

3:6 Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knecht, große

Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit

und Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen vor dir, und hast ihm

auch die große Barmherzigkeit erwiesen und ihm einen Sohn gegeben,

der auf seinem Thron sitzen sollte, wie es denn jetzt ist.

Kap 1,48

3:7 Nun, HERR, mein Gott, du hast deinen Knecht zum König gemacht an

meines Vaters David Statt. Ich aber bin noch jung, weiß weder aus

noch ein.

3:8 Und dein Knecht steht mitten in deinem Volk, das du erwählt hast,

einem Volk, so groß, daß es wegen seiner Menge niemand zählen noch

berechnen kann.
Kap 4,20

3:9 So wollest du deinem Knecht ein gehorsames Herz geben, damit er dein

Volk richten könne und verstehen, was gut und böse ist. Denn wer

vermag dies dein mächtiges Volk zu richten?

3:10 Das gefiel dem Herrn gut, daß Salomo darum bat.

3:11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du darum bittest und bittest weder um

langes Leben noch um Reichtum noch um deiner Feinde Tod, sondern um

Verstand, zu hören und recht zu richten,

3:12 siehe, so tue ich nach deinen Worten. Siehe, ich gebe dir ein

weises und verständiges Herz, so daß deinesgleichen vor dir nicht

gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.
5. Mose 26,14

3:13 Und dazu gebe ich dir, worum du nicht gebeten hast, nämlich

Reichtum und Ehre, so daß deinesgleichen keiner unter den Königen

ist zu deinen Zeiten.
Mt 6,33

3:14 Und wenn du in meinen Wegen wandeln wirst, daß du hältst meine

Satzungen und Gebote, wie dein Vater David gewandelt ist, so werde

ich dir ein langes Leben geben.

3:15 Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und er kam nach

Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte

Brandopfer und Dankopfer und machte ein großes Festmahl für alle

seine Großen.
Salomos Urteil

3:16 Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn.

3:17 Und die eine Frau sprach: Ach, mein Herr, ich und diese Frau wohnten

in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause.

3:18 Und drei Tage, nachdem ich geboren hatte, gebar auch sie. Und wir

waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir

beide.

3:19 Und der Sohn dieser Frau starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im

Schlaf erdrückt.

3:20 Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner

Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn in ihren Arm, und ihren

toten Sohn legte sie in meinen Arm.

3:21 Und als ich des Morgens aufstand, um meinen Sohn zu stillen, siehe,

da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es

war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte.

3:22 Die andere Frau sprach: Nein, mein Sohn lebt, doch dein Sohn ist

tot. Jene aber sprach: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.

Und so redeten sie vor dem König.

3:23 Und der König sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebt, doch dein Sohn

ist tot. Jene spricht: Nein, dein Sohn ist tot, doch mein Sohn lebt.

3:24 Und der König sprach: Holt mir ein Schwert! Und als das Schwert vor

den König gebracht wurde,

3:25 sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt

dieser die Hälfte und jener die Hälfte.

3:26 Da sagte die Frau, deren Sohn lebte, zum König - denn ihr

mütterliches Herz entbrannte in Liebe für ihren Sohn - und sprach:

Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene

aber sprach: Es sei weder mein noch dein; laßt es teilen!

(26 und 27) Jes 49,15

3:27 Da antwortete der König und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig

und tötet's nicht; die ist seine Mutter.

3:28 Und ganz Israel hörte von dem Urteil, das der König gefällt hatte,

und sie fürchteten den König; denn sie sahen, daß die Weisheit

Gottes in ihm war, Gericht zu halten.
Salomos Beamte und Amtleute
4:1 So war Salomo König über ganz Israel.

4:2 Und dies waren seine Großen: Asarja, der Sohn Zadoks, war Priester;

4:3 Elihoref und Ahija, die Söhne Schischas, waren Schreiber; Joschafat,

der Sohn Ahiluds, war Kanzler;

4:4 Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann; Zadok und Abjatar

waren Priester;
Kap 2,34-35; 2. Sam 23,20

4:5 Asarja, der Sohn Nathans, stand den Amtleuten vor; Sabud, der Sohn

Nathans, war des Königs Freund;

4:6 Ahischar war Hofmeister; Adoniram, der Sohn Abdas, war Fronvogt.

Kap 5,28

4:7 Und Salomo hatte zwölf Amtleute über ganz Israel, die den König und

sein Haus versorgten, und zwar ein jeder im Jahr einen Monat lang.

1. Sam 8,11-18

4:8 Sie hießen: Der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;

4:9 der Sohn Dekers in Makaz und in Schaalbim und in Bet-Schemesch und

in Elon und Bet-Hanan;

4:10 der Sohn Heseds in Arubbot, und hatte dazu Socho und das ganze Land

Hefer;

4:11 der Sohn Abinadabs über das ganze Hügelland von Dor; er hatte

Tafat, eine Tochter Salomos, zur Frau;
1. Sam 16,8

4:12 Baana, der Sohn Ahiluds, in Taanach und in Megiddo und über ganz

Bet-Schean, das liegt neben Zaretan unterhalb von Jesreel, von

Bet-Schean bis Abel-Mehola, bis jenseits von Jokneam;

4:13 der Sohn Gebers zu Ramot in Gilead; er hatte die Dörfer Jaïrs, des

Sohnes Manasses, in Gilead und die Gegend Argob, die in Baschan

liegt, sechzig große Städte, ummauert und mit ehernen Riegeln;

4. Mose 32,41
4:14 Ahinadab, der Sohn Iddos, in Mahanajim;

4:15 Ahimaaz in Naftali; auch er hatte eine Tochter Salomos, Basemat, zur

Frau genommen;

4:16 Baana, der Sohn Huschais, in Asser und Bealot;

4:17 Joschafat, der Sohn Paruachs, in Issachar;
4:18 Schimi, der Sohn Elas, in Benjamin;

4:19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Königs

der Amoriter, und Ogs, des Königs in Baschan. Ein Amtmann war in

diesem Lande.

4:20 Juda aber und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer, und sie

aßen und tranken und waren fröhlich.
Kap 3,8; 1. Mose 13,16
Salomos Macht und Weisheit

5:1 So war Salomo Herr über alle Königreiche, vom Euphratstrom bis zum

Philisterland und bis an die Grenze Ägyptens; die brachten ihm

Geschenke und dienten ihm sein Leben lang.
1. Mose 15,18

Abweichende Verszählung statt 5,1-32: 4,21-34; 5,1-18.

5:2 Und Salomo mußte täglich zur Speisung haben dreißig Sack feinstes

Mehl, sechzig Sack anderes Mehl,

5:3 zehn gemästete Rinder und zwanzig Rinder von der Weide und hundert

Schafe, ohne die Hirsche und Gazellen und Rehe und das gemästete

Federvieh.

5:4 Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des Euphrat, von Tifsach

bis nach Gaza, über alle Könige diesseits des Euphrat, und hatte

Frieden mit allen seinen Nachbarn ringsum,

5:5 so daß Juda und Israel sicher wohnten, jeder unter seinem Weinstock

und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerscheba, solange Salomo

lebte.
3. Mose 25,18

5:6 Und Salomo hatte viertausend Gespanne für seine Kriegswagen und

zwölftausend Leute für die Pferde.
2. Chr 9,25

5:7 Und die Amtleute versorgten den König Salomo und alles, was zum

Tisch des Königs gehörte, jeder in seinem Monat, und ließen es an

nichts fehlen.

5:8 Auch Gerste und Stroh für die Pferde brachten sie an den Ort, wo

diese waren, jeder nach seiner Ordnung.

5:9 Und Gott gab Salomo sehr große Weisheit und Verstand und einen

Geist, so weit, wie Sand am Ufer des Meeres liegt,

5:10 daß die Weisheit Salomos größer war als die Weisheit von allen, die

im Osten wohnen, und als die Weisheit der Ägypter.

5:11 Und er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der

Esrachiter, Heman, Kalkol und Darda, die Söhne Mahols, und war

berühmt unter allen Völkern ringsum.

5:12 Und er dichtete dreitausend Sprüche und tausendundfünf Lieder.

Pred 12,9

5:13 Er dichtete von den Bäumen, von der Zeder an auf dem Libanon bis zum

Ysop, der aus der Wand wächst. Auch dichtete er von den Tieren des

Landes, von Vögeln, vom Gewürm und von Fischen.

5:14 Und aus allen Völkern kam man, zu hören die Weisheit Salomos, und

von allen Königen auf Erden, die von seiner Weisheit gehört hatten.

Salomos Vertrag mit Hiram von Tyrus. Vorbereitung zum Tempelbau

(vgl. 2. Chr 2,1-17)

5:15 Und Hiram, der König von Tyrus, sandte seine Botschafter zu Salomo;

denn er hatte gehört, daß sie ihn zum König gesalbt hatten an seines

Vaters Statt. Denn Hiram liebte David sein Leben lang.

2. Sam 5,11

5:16 Und Salomo sandte zu Hiram und ließ ihm sagen:

5:17 Du weißt, daß mein Vater David nicht ein Haus bauen konnte dem Namen

des HERRN, seines Gottes, um des Krieges willen, der um ihn her war,

bis der HERR seine Feinde unter seine Füße gab.

5:18 Nun aber hat mir der HERR, mein Gott, Ruhe gegeben ringsum, so daß

weder ein Widersacher noch ein böses Hindernis mehr da ist.

5:19 Siehe, so hab ich gedacht, dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein

Haus zu bauen, wie der HERR zu meinem Vater David gesagt hat: Dein

Sohn, den ich an deiner Statt auf deinen Thron setzen werde, der

soll meinem Namen das Haus bauen.
2. Sam 7,13

5:20 So befiehl nun, daß man mir Zedern im Libanon fällt, und meine Leute

sollen mit deinen Leuten sein. Und den Lohn deiner Leute will ich

dir geben, alles, wie du es sagst. Denn du weißt, daß bei uns

niemand ist, der Holz zu hauen versteht wie die Sidonier.

5:21 Als Hiram aber die Worte Salomos hörte, freute er sich sehr und

sprach: Gelobt sei der HERR heute, der David einen weisen Sohn

gegeben hat über dies große Volk.
Kap 10,9

5:22 Und Hiram sandte zu Salomo und ließ ihm sagen: Ich habe die

Botschaft gehört, die du mir gesandt hast. Ich will alle deine

Wünsche nach Zedern- und Zypressenholz erfüllen.

5:23 Meine Leute sollen die Stämme vom Libanon hinabbringen ans Meer, und

ich will sie in Flöße zusammenlegen lassen auf dem Meer bis an den

Ort, den du mir sagen lassen wirst, und will sie dort zerlegen, und

du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch meine Wünsche

erfüllen und Speise geben für meinen Hof.

5:24 So gab Hiram Salomo Zedern- und Zypressenholz nach allen seinen

Wünschen.

5:25 Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Sack Weizen zum Unterhalt für

seinen Hof und zwanzigtausend Eimer gepreßtes Öl. Das gab Salomo

jährlich dem Hiram.
Vers 2

5:26 Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm zugesagt hatte. Und es

war Friede zwischen Hiram und Salomo, und sie schlossen miteinander

einen Vertrag.

5:27 Und Salomo hob Fronarbeiter aus von ganz Israel, und ihre Zahl war

dreißigtausend Mann

5:28 und sandte sie auf den Libanon, je einen Monat zehntausend, so daß

sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei Monate daheim. Und

Adoniram war der Fronvogt.
Kap 4,6

5:29 Und Salomo hatte siebzigtausend Lastträger und achtzigtausend

Steinhauer im Gebirge,

5:30 ohne die Vögte Salomos, die über die Arbeiten gesetzt waren:

dreitausenddreihundert, welche den Leuten geboten, die die Arbeit

taten.

5:31 Und der König gebot, große und kostbare Steine auszubrechen,

behauene Steine zum Grund des Hauses.

5:32 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gebaliter

hieben sie zurecht; so bereiteten sie Holz und Steine zu, um das

Haus zu bauen.
Jos 13,5; Hes 27,9
Der Bau des Tempels
(vgl. 2. Chr 3,1-14)

6:1 Im vierhundertundachtzigsten Jahr nach dem Auszug Israels aus

Ägyptenland, im vierten Jahr der Herrschaft Salomos über Israel, im

Monat Siw, das ist der zweite Monat, wurde das Haus dem HERRN

gebaut.
Mt 1,17

6:2 Das Haus aber, das der König Salomo dem HERRN baute, war sechzig

Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreißig Ellen hoch.

6:3 Und er baute eine Vorhalle vor der Tempelhalle des Hauses, zwanzig

Ellen lang nach der Breite des Hauses und zehn Ellen breit vor dem

Hause her.
Kap 7,15-21

6:4 Und er machte am Hause Fenster mit festen Stäben davor.

6:5 Und er baute einen Umgang an der Wand des Hauses ringsumher, so daß

er um die Tempelhalle und um den Chorraum herging und machte

Seitengemächer ringsumher.

6:6 Der untere Gang war fünf Ellen weit und der mittlere sechs Ellen

weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er machte Absätze außen

am Hause ringsumher, so daß die Balken nicht in die Wände des Hauses

eingriffen.

6:7 Und als das Haus gebaut wurde, waren die Steine bereits ganz

zugerichtet, so daß man weder Hammer noch Beil noch irgendein

eisernes Werkzeug beim Bauen hörte.

6:8 Die Tür zum unteren Seitengemach war auf der rechten Seite des

Hauses, so daß man durch eine Wendeltreppe hinaufging auf die

mittleren Seitengemächer und von den mittleren auf die dritten.

6:9 So baute er das Haus und vollendete es. Und er deckte das Haus mit

Balken und Tafelwerk von Zedern.

6:10 Und er baute Gänge um das ganze Haus herum, je fünf Ellen hoch, und

verband sie mit dem Hause durch Balken von Zedernholz.

6:11 Und es geschah des HERRN Wort zu Salomo:

6:12 So sei es mit dem Hause, das du baust: Wirst du in meinen Satzungen

wandeln und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten und

in ihnen wandeln, so will ich mein Wort an dir wahrmachen, das ich

deinem Vater David gegeben habe,
2. Sam 7,13

6:13 und will wohnen unter Israel und will mein Volk Israel nicht

verlassen.
2. Mose 29,45

6:14 Und Salomo baute das Haus und vollendete es.

Apg 7,47

6:15 Er bedeckte die Wände des Hauses innen mit Brettern von Zedernholz.

Vom Boden des Hauses bis an die Decke täfelte er es innen mit Holz,

und den Boden des Hauses täfelte er mit Brettern von Zypressenholz.

6:16 Und er baute zwanzig Ellen von der Rückseite des Hauses entfernt

eine Wand aus zedernen Brettern vom Boden bis an die Decke und baute

so im Innern den Chorraum, das Allerheiligste.

6:17 Die Tempelhalle vor dem Chorraum war vierzig Ellen lang.

6:18 Innen war das ganze Haus lauter Zedernholz mit gedrehten Knoten und

Blumenwerk, so daß man keinen Stein sah.

6:19 Den Chorraum machte er im Innern des Hauses, damit man die Lade des

Bundes des HERRN dahin stellte.

6:20 Und vor dem Chorraum, der zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen breit

und zwanzig Ellen hoch war und überzogen mit lauterem Gold, machte

er den Altar aus Zedernholz.
Kap 7,48

6:21 Und Salomo überzog das Haus innen mit lauterem Gold und zog goldene

Riegel vor dem Chorraum her, den er mit Gold überzogen hatte,

6:22 so daß das ganze Haus ganz mit Gold überzogen war. Dazu überzog er

auch den ganzen Altar vor dem Chorraum mit Gold.

6:23 Er machte im Chorraum zwei Cherubim, zehn Ellen hoch, von

Ölbaumholz.
2. Mose 37,7-9

6:24 Fünf Ellen hatte ein Flügel eines jeden Cherubs, so daß zehn Ellen

waren von dem Ende seines einen Flügels bis zum Ende seines andern

Flügels.

6:25 So hatte auch der andere Cherub zehn Ellen, und beide Cherubim

hatten das gleiche Maß und die gleiche Gestalt.
6:26 Auch war jeder Cherub zehn Ellen hoch.

6:27 Und er stellte die Cherubim mitten ins Allerheiligste. Und die

Cherubim breiteten ihre Flügel aus, so daß der Flügel des einen

Cherubs die eine Wand berührte und der Flügel des andern Cherubs die

andere Wand berührte. Aber in der Mitte berührte ein Flügel den

andern.
6:28 Und er überzog die Cherubim mit Gold.

6:29 An allen Wänden des Allerheiligsten ließ er ringsum Schnitzwerk

machen von Cherubim, Palmen und Blumenwerk, innen und außen.

6:30 Auch überzog er innen den Boden mit Goldblech.

6:31 Und an der Tür des Chorraums machte er zwei Türflügel von Ölbaumholz

mit fünfeckigen Pfosten

6:32 und ließ Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und

Blumenwerk und überzog sie mit Goldblech.

6:33 Ebenso machte er auch an der Tür der Tempelhalle viereckige Pfosten

von Ölbaumholz

6:34 und zwei Türen von Zypressenholz, so daß jede Tür zwei Flügel hatte,

die sich drehten,

6:35 und machte Schnitzwerk darauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk

und überzog es mit Gold, genau wie es eingegraben war.

6:36 Er baute auch den inneren Vorhof von drei Schichten behauener Steine

und von einer Schicht Zedernbalken.

6:37 Im vierten Jahr, im Monat Siw, wurde der Grund gelegt zum Hause des

HERRN,
Vers 1

6:38 und im elften Jahr, im Monat Bul, das ist der achte Monat, wurde das

Haus vollendet, wie es sein sollte, so daß sie sieben Jahre daran

bauten.
Der Bau der königlichen Paläste

7:1 Aber an seinen Königshäusern baute Salomo dreizehn Jahre, bis er sie

ganz vollendet hatte.
Kap 9,10

7:2 So baute er das Libanon-Waldhaus, hundert Ellen lang, fünfzig Ellen

breit und dreißig Ellen hoch. Auf drei Reihen von Zedernsäulen legte

er eine Decke von Zedernbalken
Jes 22,8

7:3 und deckte auch mit Zedernholz die Gemächer über den Säulen; und es

waren fünfundvierzig Säulen, je fünfzehn in einer Reihe.

7:4 Und Gebälk lag in drei Reihen, und Fenster waren einander gegenüber

dreimal.

7:5 Und alle Türen und Fenster waren viereckig, und die Fenster waren

einander gegenüber dreimal.

7:6 Er baute auch eine Halle von Säulen, fünfzig Ellen lang und dreißig

Ellen breit, und noch eine Halle vor diese mit Säulen und einem

Aufgang davor;

7:7 und baute auch die Thronhalle, in der er Gericht hielt, die

Gerichtshalle, und täfelte sie vom Boden bis zur Decke mit

Zedernholz;

7:8 dazu sein Haus, in dem er wohnte, im andern Hof, hinten an der

Halle, gebaut wie die andern; und baute noch ein Haus wie diese

Halle für die Tochter des Pharao, die Salomo zur Frau genommen

hatte.
Kap 3,1

7:9 Das alles war von kostbaren Steinen, nach dem Winkeleisen gehauen,

mit Sägen geschnitten auf allen Seiten, vom Grund bis an das Dach

und von außen bis zum großen Hof.

7:10 Die Grundsteine waren auch kostbare und große Steine, zehn und acht

Ellen lang,

7:11 und darauf kostbare Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, und

Zedernholz.

7:12 Aber der große Hof hatte ringsum drei Schichten behauene Steine und

eine Schicht Zedernbalken, wie auch der innere Vorhof am Hause des

HERRN und die Halle am Hause.
Kap 6,36

Die beiden Säulen vor dem Tempel und die heiligen Geräte

(vgl. 2. Chr 3,15 - 5,1)

7:13 Und der König Salomo sandte hin und ließ holen Hiram von Tyrus

2. Chr 2,12-13

7:14 - den Sohn einer Witwe aus dem Stamm Naftali, sein Vater aber war

aus Tyrus gewesen -; der war ein Kupferschmied, voll Weisheit,

Verstand und Kunst in allerlei Kupferarbeit. Der kam zum König

Salomo und machte ihm alle seine Werke.

7:15 Er goß zwei Säulen aus Kupfer, jede achtzehn Ellen hoch, und eine

Schnur von zwölf Ellen war das Maß um jede Säule herum.

2. Kön 25,17

7:16 Und er machte zwei Knäufe, aus Kupfer gegossen, oben auf die Säulen

zu setzen; jeder Knauf war fünf Ellen hoch.

7:17 Und es war an jedem Knauf oben auf den Säulen Gitterwerk, sieben

geflochtene Reifen wie Ketten.

7:18 Und er machte an jedem Knauf zwei Reihen Granatäpfel ringsumher an

dem Gitterwerk, mit denen der Knauf bedeckt wurde.

7:19 Und die Knäufe oben auf den Säulen waren wie Lilien, jeder vier

Ellen dick.

7:20 Und es waren zweihundert Granatäpfel in den Reihen ringsum, oben und

unten an dem Gitterwerk, das um die Rundung des Knaufs her ging, an

jedem Knauf auf beiden Säulen.

7:21 Und er richtete die Säulen auf vor der Vorhalle des Tempels; die er

zur rechten Hand setzte, nannte er Jachin, und die er zur linken

Hand setzte, nannte er Boas.

7:22 Und oben auf den Säulen war Lilienschmuck. So wurde vollendet das

Werk der Säulen.

7:23 Und er machte das Meer, gegossen, von einem Rand zum andern zehn

Ellen weit rundherum und fünf Ellen hoch, und eine Schnur von

dreißig Ellen war das Maß ringsherum.

7:24 Und um das Meer gingen Knoten an seinem Rand ringsherum, je zehn auf

eine Elle; es hatte zwei Reihen Knoten, die beim Guß mitgegossen

waren.

7:25 Und es stand auf zwölf Rindern, von denen drei nach Norden gewandt

waren, drei nach Westen, drei nach Süden und drei nach Osten, und

das Meer stand obendrauf, und ihre Hinterteile waren alle nach innen

gekehrt.

7:26 Die Wanddicke des Meeres aber war eine Hand breit, und sein Rand war

wie der Rand eines Bechers, wie eine aufgegangene Lilie, und es

gingen zweitausend Eimer hinein.

7:27 Er machte auch zehn Gestelle aus Kupfer, jedes vier Ellen lang und

breit und drei Ellen hoch.

7:28 Es war aber das Gestell so gemacht, daß es Seiten hatte zwischen den

Leisten.

7:29 Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Löwen, Rinder und

Cherubim, und ebenso auf den Leisten und oberhalb und unterhalb der

Löwen und Rinder waren herabhängende Kränze.

7:30 Und jedes Gestell hatte vier kupferne Räder mit kupfernen Achsen.

Und auf den vier Ecken waren Träger gegossen, jeder dem andern

gegenüber, unten an den Kessel gegossen.

7:31 Aber der Hals mitten auf dem Gestell war eine Elle hoch und rund,

anderthalb Ellen weit, und es waren Buckel an dem Hals in Feldern,

die viereckig waren und nicht rund.

7:32 Die vier Räder aber waren unten an den Seiten, und die Achsen der

Räder waren am Gestell. Jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.

7:33 Es waren Räder wie Wagenräder, und ihre Achsen, Naben, Speichen und

Felgen waren alle gegossen.

7:34 Und die vier Träger auf den vier Ecken eines jeden Gestells waren

auch am Gestell.

7:35 Und oben auf dem Gestell, eine halbe Elle hoch, rundherum, waren

Griffe und Leisten am Gestell.

7:36 Und er ließ auf die Flächen der Griffe und Leisten eingraben

Cherubim, Löwen und Palmenbäume, soviel Platz auf jedem war, und

Kränze ringsherum daran.

7:37 Auf diese Weise machte er zehn Gestelle, alle von einem Guß, einem

Maß und einer Gestalt.

7:38 Und er machte zehn Kessel aus Kupfer, daß vierzig Eimer in einen

Kessel gingen, und jeder war vier Ellen weit, und auf jedem Gestell

war ein Kessel.

7:39 Und er stellte fünf Gestelle an die rechte Seite des Hauses und die

andern fünf an die linke Seite; aber das Meer stellte er rechts vor

das Haus nach Süden hin.

7:40 Und Hiram machte auch Töpfe, Schaufeln, Becken; und so vollendete er

alle Werke, die der König Salomo am Hause des HERRN machen ließ:

7:41 die zwei Säulen und die kugligen Knäufe oben auf den zwei Säulen und

die zwei Gitterwerke, die die beiden kugligen Knäufe auf den Säulen

bedecken sollten,

7:42 und die vierhundert Granatäpfel an den zwei Gitterwerken, je zwei

Reihen Granatäpfel an einem Gitterwerk, die die beiden kugligen

Knäufe auf den Säulen bedecken sollten,

7:43 dazu die zehn Gestelle und zehn Kessel obendrauf

7:44 und das Meer und die zwölf Rinder unter dem Meer

7:45 und die Töpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Geräte, die

Hiram dem König Salomo machte für das Haus des HERRN, waren von

blankem Kupfer.

7:46 In der Gegend des unteren Jordans ließ sie der König gießen in der

Gießerei von Adama zwischen Sukkot und Zaretan.

7:47 Und Salomo ließ alle Geräte ungewogen wegen der sehr großen Menge

des Kupfers.

7:48 Auch ließ Salomo alles Gerät machen, das zum Hause des HERRN

gehörte: den goldenen Altar, den goldenen Tisch, auf dem die

Schaubrote liegen,

7:49 fünf Leuchter zur rechten Hand und fünf Leuchter zur linken vor dem

Chorraum von lauterem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und

Lichtscheren;

7:50 dazu Schalen, Messer, Becken, Löffel und Pfannen von lauterem Gold.

Auch waren die Angeln an den Türen zum Allerheiligsten innen im

Hause und an den Türen der Tempelhalle von Gold.

7:51 So wurde das ganze Werk vollendet, das der König Salomo gemacht

hatte am Hause des HERRN. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater

David geheiligt hatte an Silber und Gold und Geräten, und legte es

in den Schatz des Hauses des HERRN.
Einweihung des Tempels. Salomos Gebet und Opfer
(vgl. 2. Chr 5,2 - 7,10)

8:1 Da versammelte der König Salomo zu sich die Ältesten in Israel, alle

Häupter der Stämme und Obersten der Sippen in Israel nach Jerusalem,

um die Lade des Bundes des HERRN heraufzubringen aus der Stadt

Davids, das ist Zion.

8:2 Und es versammelten sich beim König Salomo alle Männer in Israel am

Fest im Monat Etanim, das ist der siebente Monat.

8:3 Und als alle Ältesten Israels kamen, hoben die Priester die Lade des

HERRN auf

8:4 und brachten sie hinauf, dazu die Stiftshütte und alles Gerät des

Heiligtums, das in der Stiftshütte war. Das taten die Priester und

Leviten.

8:5 Und der König Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich bei ihm

versammelt hatte, ging mit ihm vor der Lade her und opferte Schafe

und Rinder, so viel, daß man sie nicht zählen noch berechnen konnte.

2. Sam 6,13

8:6 So brachten die Priester die Lade des Bundes des HERRN an ihren

Platz in den Chorraum des Hauses, in das Allerheiligste, unter die

Flügel der Cherubim.
2. Sam 6,17; Kap 6,27

8:7 Denn die Cherubim breiteten die Flügel aus an dem Ort, wo die Lade

stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.

8:8 Und die Stangen waren so lang, daß ihre Enden gesehen wurden in dem

Heiligen, das ist die Tempelhalle, vor dem Chorraum; aber von außen

sah man sie nicht. Und dort sind sie bis auf diesen Tag.

2. Mose 25,13-15

8:9 Und es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln

des Mose, die er hineingelegt hatte am Horeb, die Tafeln des Bundes,

den der HERR mit Israel schloß, als sie aus Ägyptenland gezogen

waren.
2. Mose 25,21; 5. Mose 10,5

8:10 Als aber die Priester aus dem Heiligen gingen, erfüllte die Wolke

das Haus des HERRN,

8:11 so daß die Priester nicht zum Dienst hinzutreten konnten wegen der

Wolke; denn die Herrlichkeit des HERRN erfüllte das Haus des HERRN.

2. Mose 40,34-35

8:12 Da sprach Salomo: Die Sonne hat der HERR an den Himmel gestellt; er

hat aber gesagt, er wolle im Dunkel wohnen.
2. Mose 20,21

8:13 So habe ich nun ein Haus gebaut dir zur Wohnung, eine Stätte, daß du

ewiglich da wohnest.

8:14 Und der König wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde

Israel, und die ganze Gemeinde Israel stand.

8:15 Und er sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch

seinen Mund meinem Vater David zugesagt und es durch seine Hand

erfüllt hat und gesagt:

8:16 Von dem Tage an, als ich mein Volk Israel aus Ägypten führte, hab

ich keine Stadt erwählt unter irgendeinem Stamm Israels, daß mir ein

Haus gebaut würde, damit mein Name da wäre. Jerusalem hab ich

erwählt, daß mein Name da wäre, und David hab ich erwählt, daß er

über mein Volk Israel Herr sein sollte.

8:17 Mein Vater David hatte es zwar im Sinn, dem Namen des HERRN, des

Gottes Israels, ein Haus zu bauen,
(17-19) 2. Sam 7,1-16

8:18 aber der HERR sprach zu meinem Vater David: Daß du im Sinn hast,

meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du wohlgetan, daß du dir

das vornahmst.

8:19 Doch nicht du sollst das Haus bauen, sondern dein Sohn, der dir

geboren wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.

8:20 Und der HERR hat sein Wort wahr gemacht, das er gegeben hat; denn

ich bin zur Macht gekommen an meines Vaters David Statt und sitze

auf dem Thron Israels, wie der HERR zugesagt hat, und habe gebaut

ein Haus dem Namen des HERRN, des Gottes Israels,

8:21 und habe dort eine Stätte zugerichtet der Lade, in der die Tafeln

des Bundes sind, den er geschlossen hat mit unsern Vätern, als er

sie aus Ägyptenland führte.

8:22 Und Salomo trat vor den Altar des HERRN angesichts der ganzen

Gemeinde Israel und breitete seine Hände aus gen Himmel

8:23 und sprach: HERR, Gott Israels, es ist kein Gott weder droben im

Himmel noch unten auf Erden dir gleich, der du hältst den Bund und

die Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem

Herzen;

8:24 der du gehalten hast deinem Knecht, meinem Vater David, was du ihm

zugesagt hast. Mit deinem Mund hast du es geredet, und mit deiner

Hand hast du es erfüllt, wie es offenbar ist an diesem Tage.

8:25 Nun, HERR, Gott Israels, halt deinem Knecht, meinem Vater David, was

du ihm zugesagt hast: Es soll dir nicht fehlen an einem Mann, der

vor mir steht, der da sitzt auf dem Thron Israels, wenn nur deine

Söhne auf ihren Weg achthaben, daß sie vor mir wandeln, wie du vor

mir gewandelt bist.

8:26 Nun, Gott Israels, laß dein Wort wahr werden, das du deinem Knecht,

meinem Vater David, zugesagt hast.

8:27 Aber sollte Gott wirklich auf Erden wohnen? Siehe, der Himmel und

aller Himmel Himmel können dich nicht fassen - wie sollte es dann

dies Haus tun, das ich gebaut habe?
Jes 66,1; Apg 17,24

8:28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, HERR,

mein Gott, damit du hörest das Flehen und Gebet deines Knechts heute

vor dir:

8:29 Laß deine Augen offenstehen über diesem Hause Nacht und Tag, über

der Stätte, von der du gesagt hast: Da soll mein Name sein. Du

wollest hören das Gebet, das dein Knecht an dieser Stätte betet,

Sach 12,4; 2. Mose 20,24

8:30 und wollest erhören das Flehen deines Knechts und deines Volkes

Israel, wenn sie hier bitten werden an dieser Stätte; und wenn du es

hörst in deiner Wohnung, im Himmel, wollest du gnädig sein.

8:31 Wenn jemand an seinem Nächsten sündigt und es wird ihm ein Fluch

auferlegt, sich selbst zu verfluchen, und er kommt und verflucht

sich vor deinem Altar in diesem Hause,

8:32 so wollest du hören im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten,

daß du den Frevler als Frevler erkennen und seine Tat auf sein Haupt

kommen läßt, den aber, der im Recht ist, gerecht sprichst und ihm

gibst nach seiner Gerechtigkeit.

8:33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an dir

gesündigt haben, und sie bekehren sich dann zu dir und bekennen

deinen Namen und beten und flehen zu dir in diesem Hause,

8:34 so wollest du hören im Himmel und die Sünde deines Volkes Israel

vergeben und sie zurückbringen in das Land, das du ihren Vätern

gegeben hast.

8:35 Wenn der Himmel verschlossen wird, daß es nicht regnet, weil sie an

dir gesündigt haben, und sie beten dann zu dieser Stätte hin und

bekennen deinen Namen und bekehren sich von ihren Sünden, weil du

sie bedrängst,
Kap 17,1

8:36 so wollest du hören im Himmel und vergeben die Sünde deiner Knechte

und deines Volkes Israel, daß du ihnen den guten Weg weist, auf dem

sie wandeln sollen, und regnen läßt auf das Land, das du deinem Volk

zum Erbe gegeben hast.

8:37 Wenn eine Hungersnot oder Pest oder Dürre oder Getreidebrand oder

Heuschrecken oder Raupen im Lande sein werden oder sein Feind im

Lande seine Städte belagert oder irgendeine Plage oder Krankheit da

ist -

8:38 wer dann bittet und fleht, es seien Einzelne oder dein ganzes Volk

Israel, die da ihre Plage spüren, jeder in seinem Herzen, und

breiten ihre Hände aus zu diesem Hause,

8:39 so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und gnädig

sein und schaffen, daß du jedem gibst, wie er gewandelt ist, wie du

sein Herz erkennst - denn du allein kennst das Herz aller

Menschenkinder -,
Ps 139,1-2

8:40 damit sie dich fürchten allezeit, solange sie in dem Lande leben,

das du unsern Vätern gegeben hast.

8:41 Auch wenn ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, aus

fernem Lande kommt um deines Namens willen
4. Mose 15,14-16

8:42 - denn sie werden hören von deinem großen Namen und von deiner

mächtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm -, wenn er kommt, um

zu diesem Hause hin zu beten,

8:43 so wollest du hören im Himmel, an dem Ort, wo du wohnst, und alles

tun, worum der Fremde dich anruft, auf daß alle Völker auf Erden

deinen Namen erkennen, damit auch sie dich fürchten wie dein Volk

Israel, und daß sie innewerden, daß dein Name über diesem Hause

genannt ist, das ich gebaut habe.

8:44 Wenn dein Volk auszieht in den Krieg gegen seine Feinde auf dem Weg,

den du sie senden wirst, und sie beten werden zum HERRN nach der

Stadt hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich

deinem Namen gebaut habe,

8:45 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel und ihnen Recht

schaffen.

8:46 Wenn sie an dir sündigen werden - denn es gibt keinen Menschen, der

nicht sündigt - und du zürnst ihnen und gibst sie dahin vor ihren

Feinden, daß sie sie gefangen führen in das Land der Feinde, fern

oder nahe,
Ps 14,3-4; Röm 3,23

8:47 und sie nehmen sich's zu Herzen im Lande, in dem sie gefangen sind,

und bekehren sich und flehen zu dir im Lande ihrer Gefangenschaft

und sprechen: Wir haben gesündigt und übelgetan und sind gottlos

gewesen,
Neh 9,33; Dan 9,5

8:48 und bekehren sich zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele im

Lande ihrer Feinde, die sie weggeführt haben, und beten zu dir nach

ihrem Lande hin, das du ihren Vätern gegeben hast, nach der Stadt

hin, die du erwählt hast, und nach dem Hause hin, das ich deinem

Namen gebaut habe:
Dan 6,11

8:49 so wollest du ihr Gebet und Flehen hören im Himmel, an dem Ort, wo

du wohnst, und ihnen Recht schaffen

8:50 und wollest vergeben deinem Volk, das an dir gesündigt hat, alle

ihre Übertretungen, mit denen sie gegen dich gesündigt haben, und

wollest sie Erbarmen finden lassen bei denen, die sie

gefangenhalten, so daß sie sich ihrer erbarmen.

8:51 Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus Ägypten, aus dem

glühenden Ofen, geführt hast.

8:52 Laß deine Augen offen sein für das Flehen deines Knechts und deines

Volkes Israel, daß du sie hörst, sooft sie dich anrufen;

8:53 denn du hast sie dir ausgesondert zum Erbe aus allen Völkern auf

Erden, wie du geredet hast durch deinen Knecht Mose, als du unsere

Väter aus Ägypten führtest, Herr HERR!
2. Mose 19,5-6

8:54 Und als Salomo dies Gebet und Flehen vor dem HERRN vollendet hatte,

stand er auf von dem Altar des HERRN und hörte auf zu knien und die

Hände zum Himmel auszubreiten

8:55 und trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter Stimme

und sprach:

8:56 Gelobet sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie

er es zugesagt hat. Es ist nicht eins dahingefallen von allen

seinen guten Worten, die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.

Jos 21,45

8:57 Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern Vätern gewesen

ist. Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns.

8:58 Er neige unser Herz zu ihm, daß wir wandeln in allen seinen Wegen

und halten seine Gebote, Satzungen und Rechte, die er unsern Vätern

geboten hat.

8:59 Mögen diese Worte, die ich vor dem HERRN gefleht habe, nahe sein dem

HERRN, unserm Gott, Tag und Nacht, daß er Recht schaffe seinem

Knecht und seinem Volk Israel alle Tage,

8:60 damit alle Völker auf Erden erkennen, daß der HERR Gott ist, und

sonst keiner mehr!

8:61 Und euer Herz sei ungeteilt bei dem HERRN, unserm Gott, daß ihr

wandelt in seinen Satzungen und haltet seine Gebote, wie es heute

geschieht.

8:62 Und der König und ganz Israel opferten vor dem HERRN Opfer.

8:63 Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem HERRN opferte,

zweiundzwanzigtausend Rinder und hundertzwanzigtausend Schafe. So

weihten sie das Haus des HERRN ein, der König und ganz Israel.

8:64 An demselben Tage weihte der König die Mitte des Vorhofes, der vor

dem Hause des HERRN war, dadurch, daß er Brandopfer, Speisopfer und

das Fett der Dankopfer dort darbrachte. Denn der kupferne Altar, der

vor dem HERRN stand, war zu klein für die Brandopfer, Speisopfer und

das Fett der Dankopfer.

8:65 Und Salomo beging zu der Zeit das Fest und ganz Israel mit ihm -

eine große Versammlung von der Grenze Hamats bis an den Bach

Ägyptens - vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage und noch sieben

Tage, das waren vierzehn Tage.

8:66 Und er entließ das Volk am achten Tage. Und sie segneten den König

und gingen heim fröhlich und guten Mutes über all das Gute, das der

HERR an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan hatte.

Gott ermahnt Salomo
(vgl. 2. Chr 7,11-22)

9:1 Und als Salomo das Haus des HERRN gebaut hatte und das Haus des

Königs und alles, was er zu machen gewünscht hatte,

9:2 erschien ihm der HERR zum zweitenmal, wie er ihm erschienen war in

Gibeon.
Kap 3,5

9:3 Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen gehört,

das du vor mich gebracht hast, und habe dies Haus geheiligt, das du

gebaut hast, daß ich meinen Namen dort wohnen lasse ewiglich, und

meine Augen und mein Herz sollen da sein allezeit.

Kap 8,29

9:4 Und du, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt

ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, daß du alles tust,

was ich dir geboten habe, und meine Gebote und meine Rechte hältst,

9:5 so will ich bestätigen den Thron deines Königtums über Israel

ewiglich, wie ich deinem Vater David zugesagt habe: Es soll dir

nicht fehlen an einem Mann auf dem Thron Israels.
2. Sam 7,12; Jer 33,17

9:6 Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und

nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe,

und hingehen und andern Göttern dienen und sie anbeten,

9:7 so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben

habe, und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, will ich

verwerfen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Spott und Hohn

sein unter allen Völkern.
(7 und 8) 5. Mose 4,26; 8,19-20; Mt 23,38

9:8 Und dies Haus wird eingerissen werden, so daß alle, die

vorübergehen, sich entsetzen werden und höhnen und sagen: Warum hat

der HERR diesem Lande und diesem Hause das angetan?

9:9 Dann wird man antworten: Weil sie den HERRN, ihren Gott, verlassen

haben, der ihre Väter aus Ägyptenland führte, und andere Götter

angenommen und sie angebetet und ihnen gedient haben - darum hat der

HERR all dies Unheil über sie gebracht.
Verschiedene Regierungsmaßnahmen Salomos
(vgl. 2. Chr 8,7-11)

9:10 Als nun die zwanzig Jahre um waren, in denen Salomo die beiden

Häuser baute, des HERRN Haus und des Königs Haus,
Kap 6,38; Kap 7,1

9:11 - dazu hatte Hiram, der König von Tyrus, Salomo Zedernbäume und

Zypressen und Gold nach all seinen Wünschen gegeben -, da gab der

König Salomo Hiram zwanzig Städte im Lande Galiläa.

2. Chr 8,2

9:12 Und Hiram zog aus von Tyrus, die Städte zu besehen, die ihm Salomo

gegeben hatte, und sie gefielen ihm nicht.

9:13 Und er sprach: Was sind das für Städte, mein Bruder, die du mir

gegeben hast? Und man nannte sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.

9:14 Und Hiram hatte dem König hundertundzwanzig Zentner Gold gesandt.

9:15 Und so verhielt sich's mit den Fronleuten, die der König Salomo

aushob, um zu bauen des HERRN Haus und sein Haus und den Millo und

die Mauer Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser -

9:16 denn der Pharao, der König von Ägypten, war heraufgezogen und hatte

Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter

erschlagen, die in der Stadt wohnten, und hatte seiner Tochter,

Salomos Frau, den Ort zum Geschenk gegeben;
Jos 16,10; Kap 3,1

9:17 und Salomo baute Geser wieder auf und das untere Bet-Horon

9:18 und Baalat und Tamar in der Wüste im Lande Juda

9:19 und alle Städte mit Kornspeichern, die Salomo hatte, und alle Städte

der Wagen und die Städte der Gespanne und was er zu bauen wünschte

in Jerusalem, im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft -:

Kap 10,26

9:20 alles Volk, das noch übrig war von den Amoritern, Hetitern,

Perisitern, Hiwitern und Jebusitern, die nicht zu den Israeliten

gehörten,

9:21 deren Nachkommen, die übriggeblieben waren im Lande, an denen Israel

den Bann nicht hatte vollstrecken können, die machte Salomo zu

Fronleuten bis auf diesen Tag.
Jos 16,10

9:22 Aber aus Israel machte er niemand zu Fronleuten, sondern ließ sie

Kriegsleute und seine Räte und Oberste und Ritter und Hauptleute

über seine Wagen und Gespanne sein.

9:23 Und die Zahl der obersten Amtleute, die über Salomos Bauarbeiten

gesetzt waren, betrug fünfhundertundfünfzig; diese geboten über die

Leute, die die Arbeiten taten.

9:24 Und die Tochter des Pharao zog herauf von der Stadt Davids in ihr

Haus, das Salomo für sie gebaut hatte. Dann baute er auch den Millo.

9:25 Und Salomo opferte dreimal im Jahr Brandopfer und Dankopfer auf dem

Altar, den er dem HERRN gebaut hatte, und räucherte auf ihm vor dem

HERRN. Und so wurde das Haus fertig.

9:26 Und Salomo baute auch Schiffe in Ezjon-Geber, das bei Elat liegt am

Ufer des Schilfmeers im Lande der Edomiter.
(26-28) 4. Mose 33,35; 2. Chr 8,17-18

9:27 Und Hiram sandte auf die Schiffe seine Leute, die gute Schiffsleute

und auf dem Meer erfahren waren, zusammen mit den Leuten Salomos.

Kap 10,11

9:28 Und sie kamen nach Ofir und holten dort vierhundertundzwanzig

Zentner Gold und brachten's dem König Salomo.
1. Mose 10,29
Besuch der Königin von Saba
(vgl. 2. Chr 9,1-12)

10:1 Und als die Königin von Saba die Kunde von Salomo vernahm, kam sie,

um Salomo mit Rätselfragen zu prüfen.
Mt 12,42; Kap 5,14

10:2 Und sie kam nach Jerusalem mit einem sehr großen Gefolge, mit

Kamelen, die Spezerei trugen und viel Gold und Edelsteine. Und als

sie zum König Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie sich

vorgenommen hatte.

10:3 Und Salomo gab ihr Antwort auf alles, und es war dem König nichts

verborgen, was er ihr nicht hätte sagen können.

10:4 Als aber die Königin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das

Haus, das er gebaut hatte,

10:5 und die Speisen für seinen Tisch und die Rangordnung seiner Großen

und das Aufwarten seiner Diener und ihre Kleider und seine

Mundschenken und seine Brandopfer, die er in dem Hause des HERRN

opferte, geriet sie vor Staunen außer sich

10:6 und sprach zum König: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von

deinen Taten und von deiner Weisheit gehört habe.

10:7 Und ich hab's nicht glauben wollen, bis ich gekommen bin und es mit

eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, nicht die Hälfte hat man mir

gesagt. Du hast mehr Weisheit und Güter, als die Kunde sagte, die

ich vernommen habe.

10:8 Glücklich sind deine Männer und deine Großen, die allezeit vor dir

stehen und deine Weisheit hören.

10:9 Gelobt sei der HERR, dein Gott, der an dir Wohlgefallen hat, so daß

er dich auf den Thron Israels gesetzt hat! Weil der HERR Israel

liebhat ewiglich, hat er dich zum König gesetzt, daß du Recht und

Gerechtigkeit übst.
Kap 5,21

10:10 Und sie gab dem König hundertundzwanzig Zentner Gold und sehr viel

Spezerei und Edelsteine. Es kam nie mehr soviel Spezerei ins Land,

wie die Königin von Saba dem König Salomo gab.

10:11 Auch brachten die Schiffe Hirams, die Gold aus Ofir einführten,

sehr viel Sandelholz und Edelsteine.
Kap 9,27-28

10:12 Und der König ließ Pfeiler machen aus dem Sandelholz im Hause des

HERRN und im Hause des Königs und Harfen und Zithern für die Sänger.

Es kam nie mehr so viel Sandelholz ins Land, wurde auch nicht

gesehen bis auf diesen Tag.

10:13 Und der König Salomo gab der Königin von Saba alles, was ihr gefiel

und was sie erbat, außer dem, was er ihr von sich aus gab. Und sie

wandte sich und zog in ihr Land mit ihrem Gefolge.

Salomos Reichtum
(vgl. 2. Chr 9,13-28)

10:14 Und das Gewicht des Goldes, das für Salomo in einem Jahr einkam, war

sechshundertsechsundsechzig Zentner,

10:15 außer dem, was von den Händlern und vom Gewinn der Kaufleute und von

allen Königen Arabiens und von den Statthaltern kam.

10:16 Und der König Salomo ließ zweihundert große Schilde vom besten Gold

machen - sechshundert Lot Gold nahm er zu einem Schild -

Kap 14,26

10:17 und dreihundert kleine Schilde vom besten Gold, je drei Pfund Gold

zu einem kleinen Schild. Und der König brachte sie in das

Libanon-Waldhaus.
Kap 7,2

10:18 Und der König machte einen großen Thron von Elfenbein und überzog

ihn mit dem edelsten Gold.

10:19 Und der Thron hatte sechs Stufen, und hinten am Thron waren

Stierköpfe, und es waren Lehnen auf beiden Seiten am Sitz, und zwei

Löwen standen an den Lehnen.

10:20 Und zwölf Löwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten.

Dergleichen ist nie gemacht worden in allen Königreichen.

10:21 Alle Trinkgefäße des Königs Salomo waren aus Gold, und alle Gefäße

im Libanon-Waldhaus waren auch aus lauterem Gold; denn das Silber

achtete man zu den Zeiten Salomos für nichts.

10:22 Denn der König hatte Tarsisschiffe, die auf dem Meer zusammen mit

den Schiffen Hirams fuhren. Diese kamen in drei Jahren einmal und

brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.

10:23 So war der König Salomo größer an Reichtum und Weisheit als alle

Könige auf Erden.

10:24 Und alle Welt begehrte, Salomo zu sehen, damit sie die Weisheit

hörten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.

10:25 Und jedermann brachte ihm jährlich Geschenke, silberne und goldene

Geräte, Kleider und Waffen, Spezerei, Rosse und Maultiere.

10:26 Und Salomo brachte Wagen und Gespanne zusammen, so daß er

tausendvierhundert Wagen und zwölftausend Gespanne hatte, und er

legte sie in die Wagenstädte und zum König nach Jerusalem.

Kap 5,6

10:27 Und der König brachte es dahin, daß es in Jerusalem so viel Silber

gab wie Steine, und Zedernholz so viel wie wilde Feigenbäume im

Hügelland.

10:28 Und man brachte Salomo Pferde aus Ägypten und aus Koë; und die

Kaufleute des Königs kauften sie aus Koë zu ihrem Preis.

10:29 Und sie brachten herauf aus Ägypten den Wagen für sechshundert

Silberstücke und das Pferd für hundertundfünfzig. Dann führten sie

diese wieder aus an alle Könige der Hetiter und an die Könige von

Aram.
Salomos heidnische Frauen und seine Abgötterei

11:1 Aber der König Salomo liebte viele ausländische Frauen: die Tochter

des Pharao und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische

und hetitische -
5. Mose 17,17

11:2 aus solchen Völkern, von denen der HERR den Israeliten gesagt hatte:

Geht nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen; sie werden

gewiß eure Herzen ihren Göttern zuneigen. An diesen hing Salomo mit

Liebe.
2. Mose 34,16

11:3 Und er hatte siebenhundert Hauptfrauen und dreihundert Nebenfrauen;

und seine Frauen verleiteten sein Herz.

11:4 Und als er nun alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden

Göttern zu, so daß sein Herz nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem

Gott, war wie das Herz seines Vaters David.

11:5 So diente Salomo der Astarte, der Göttin derer von Sidon, und dem

Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.

11:6 Und Salomo tat, was dem HERRN mißfiel, und folgte nicht völlig dem

HERRN wie sein Vater David.

11:7 Damals baute Salomo eine Höhe dem Kemosch, dem greulichen Götzen

der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem

Milkom, dem greulichen Götzen der Ammoniter.
4. Mose 21,29; 2. Kön 23,13

11:8 Ebenso tat Salomo für alle seine ausländischen Frauen, die ihren

Göttern räucherten und opferten.

11:9 Der HERR aber wurde zornig über Salomo, daß er sein Herz von dem

HERRN, dem Gott Israels, abgewandt hatte, der ihm zweimal

erschienen war
Kap 3,5; 9,2

11:10 und ihm geboten hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte. Er

aber hatte nicht gehalten, was ihm der HERR geboten hatte.

11:11 Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil das bei dir geschehen ist und

du meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten hast, die ich dir

geboten habe, so will ich das Königtum von dir reißen und einem

deiner Großen geben.
1. Sam 15,28

11:12 Doch zu deiner Zeit will ich das noch nicht tun um deines Vaters

David willen, sondern aus der Hand deines Sohnes will ich's reißen.

Kap 12,19

11:13 Doch will ich nicht das ganze Reich losreißen; einen Stamm will ich

deinem Sohn lassen um Davids willen, meines Knechts, und um

Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
Salomos Feinde Hadad und Reson

11:14 Und der HERR erweckte Salomo einen Widersacher, den Edomiter Hadad,

vom königlichen Geschlecht in Edom.

11:15 Denn als David die Edomiter schlug - damals als der Feldhauptmann

Joab hinaufgezogen war, um die Erschlagenen Israels zu begraben, da

erschlug er alles, was männlich war in Edom;
2. Sam 8,14

11:16 sechs Monate blieb Joab und ganz Israel dort, bis er ausgerottet

hatte alles, was männlich war in Edom -,

11:17 da floh Hadad und mit ihm einige Edomiter vom Gefolge seines Vaters,

um nach Ägypten zu entkommen. Hadad aber war noch ein sehr junger

Mann.

11:18 Und sie machten sich auf von Midian und kamen nach Paran und nahmen

Leute mit sich aus Paran und kamen nach Ägypten zum Pharao, dem

König von Ägypten. Der gab ihm ein Haus und Nahrung und wies ihm

Land an.

11:19 Und Hadad fand große Gnade vor dem Pharao, so daß er ihm sogar die

Schwester seiner Gemahlin, der Königin Tachpenes, zur Frau gab.

11:20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, und

Tachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so daß Genubat im Hause

des Pharao unter den Kindern des Pharao war.

11:21 Als nun Hadad hörte in Ägypten, daß David sich zu seinen Vätern

gelegt hatte und daß der Feldhauptmann Joab tot war, sprach er zum

Pharao: Laß mich in mein Land ziehen!

11:22 Der Pharao sprach zu ihm: Was fehlt dir bei mir, daß du in dein Land

ziehen willst? Er sprach: Nichts, aber laß mich ziehen!

V25b Und Hadad kehrte in sein Land zurück und hatte einen Haß auf

Israel und wurde König über Edom.

Der Zusammenhang erfordert die hier vorgenommene Umstellung des

halben Verses.

11:23 Auch erweckte Gott dem Salomo noch einen Widersacher, Reson, den

Sohn Eljadas, der von seinem Herrn, Hadad-Eser, dem König von Zoba,

geflohen war.
2. Sam 8,3

11:24 Der hatte Männer um sich gesammelt und war Hauptmann einer Schar

geworden - als David die Aramäer schlug -, und er zog nach Damaskus

und nahm es ein und wurde König in Damaskus.
2. Sam 10,18

11:25a Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das kam zu dem

Schaden, den Hadad tat.
Ahijas Verheißung an Jerobeam. Salomos Tod

11:26 Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zereda, Salomos

Vogt - seine Mutter hieß Zerua, eine Witwe -, hob die Hand auf gegen

den König.

11:27 Und so ging es zu, als er die Hand gegen den König aufhob: Salomo

baute den Millo und schloß damit die Lücke in der Stadt Davids,

seines Vaters.
Kap 9,15; 9,24

11:28 Und Jerobeam war ein tüchtiger Mann. Und als Salomo sah, daß der

Jüngling viel schaffte, setzte er ihn über alle Fronarbeit des

Hauses Josef.

11:29 Es begab sich aber zu der Zeit, daß Jerobeam aus Jerusalem

hinausging, und es traf ihn der Prophet Ahija von Silo auf dem Wege

und hatte einen neuen Mantel an, und es waren die beiden allein auf

dem Felde.

11:30 Und Ahija faßte den neuen Mantel, den er anhatte, und riß ihn in

zwölf Stücke

11:31 und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stücke zu dir! Denn so spricht der

HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Königtum aus der Hand

Salomos reißen und dir zehn Stämme geben -
Kap 12,15; 14,2

11:32 einen Stamm soll er haben um meines Knechts David willen und um der

Stadt Jerusalem willen, die ich erwählt habe aus allen Stämmen

Israels -,
Ps 132,13

11:33 weil er mich verlassen hat und angebetet die Astarte, die Göttin der

Sidonier, Kemosch, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der

Ammoniter, und nicht in meinen Wegen gewandelt ist und nicht getan

hat, was mir wohlgefällt, meine Gebote und Rechte, wie sein Vater

David.

11:34 Ich will aber aus seiner Hand das Reich noch nicht nehmen, sondern

ich will ihn Fürst sein lassen sein Leben lang um meines Knechtes

David willen, den ich erwählt habe und der meine Gebote und Rechte

gehalten hat.
2. Sam 7,12

11:35 Aber aus der Hand seines Sohnes will ich das Königtum nehmen und

will dir zehn Stämme
Kap 12,16-17

11:36 und seinem Sohn einen Stamm geben, damit mein Knecht David vor mir

eine Leuchte habe allezeit in der Stadt Jerusalem, die ich mir

erwählt habe, um meinen Namen dort wohnen zu lassen.

Kap 15,4; 2. Kön 8,19

11:37 So will ich nun dich nehmen, daß du regierst über alles, was dein

Herz begehrt, und König sein sollst über Israel.

11:38 Wirst du nun gehorchen allem, was ich dir gebieten werde, und in

meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefällt, und meine Rechte und

Gebote halten, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir

sein und dir ein beständiges Haus bauen, wie ich es David gebaut

habe, und will dir Israel geben
Kap 9,4

11:39 und will das Geschlecht Davids deswegen demütigen, doch nicht für

alle Zeit.

11:40 Salomo aber trachtete danach, Jerobeam zu töten. Da machte sich

Jerobeam auf und floh nach Ägypten zu Schischak, dem König von

Ägypten, und blieb in Ägypten, bis Salomo starb.
Kap 14,25

11:41 Was mehr von Salomo zu sagen ist und alles, was er getan hat, und

seine Weisheit, das steht geschrieben in der Chronik von Salomo.

2. Chr 9,29-31

11:42 Die Zeit aber, die Salomo König war zu Jerusalem über ganz Israel,

ist vierzig Jahre.

11:43 Und Salomo legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben in der

Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam wurde König an

seiner Statt.
Abfall der zehn Stämme vom Hause David
(vgl. 2. Chr 10,1-19)

12:1 Und Rehabeam zog nach Sichem, denn ganz Israel war nach Sichem

gekommen, um ihn zum König zu machen.

12:2 Und Jerobeam, der Sohn Nebats, hörte das, als er noch in Ägypten

war, wohin er vor dem König Salomo geflohen war, und kehrte aus

Ägypten zurück.
Kap 11,40

12:3 Und sie sandten hin und ließen ihn rufen. Und Jerobeam und die ganze

Gemeinde Israel kamen und redeten mit Rehabeam und sprachen:

12:4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. Mache du nun den harten

Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so

wollen wir dir untertan sein.

12:5 Er aber sprach zu ihnen: Geht hin bis zum dritten Tag, dann kommt

wieder zu mir. Und das Volk ging hin.

12:6 Und der König Rehabeam hielt einen Rat mit den Ältesten, die vor

seinem Vater Salomo gestanden hatten, als er noch lebte, und sprach:

Wie ratet ihr, daß wir diesem Volk Antwort geben?

12:7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und

ihnen zu Willen sein und sie erhören und ihnen gute Worte geben, so

werden sie dir untertan sein dein Leben lang.

12:8 Aber er kehrte sich nicht an den Rat der Ältesten, den sie ihm

gegeben hatten, und hielt einen Rat mit den Jüngeren, die mit ihm

aufgewachsen waren und vor ihm standen.

12:9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, daß wir antworten diesem

Volk, das zu mir gesagt hat: Mache das Joch leichter, das dein Vater

auf uns gelegt hat?

12:10 Und die Jüngeren, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm:

Du sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: »Dein Vater hat unser Joch

zu schwer gemacht; mache du es uns leichter«, so sagen: Mein kleiner

Finger soll dicker sein als meines Vaters Lenden.

12:11 Nun, mein Vater hat auf euch ein schweres Joch gelegt, ich aber

will's euch noch schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen

gezüchtigt, ich will euch mit Skorpionen züchtigen.

12:12 Als nun Jerobeam und das ganze Volk zu Rehabeam kamen am dritten

Tage, wie der König gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten

Tage,

12:13 da gab der König dem Volk eine harte Antwort und kehrte sich nicht

an den Rat, den ihm die Ältesten gegeben hatten,
Spr 15,1

12:14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jüngeren und sprach: Mein

Vater hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will's euch noch

schwerer machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezüchtigt, ich

aber will euch mit Skorpionen züchtigen.

12:15 So hörte der König nicht auf das Volk; denn so war es bestimmt von

dem HERRN, damit er sein Wort wahr machte, das er durch Ahija von

Silo geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
Kap 11,29-31

12:16 Als aber ganz Israel sah, daß der König sie nicht hören wollte, gab

das Volk dem König Antwort und sprach: Was haben wir für Teil an

David oder Erbe am Sohn Isais? Auf zu deinen Hütten, Israel! So

sorge nun du für dein Haus, David! - Da ging Israel heim,

2. Sam 20,1

12:17 so daß Rehabeam nur über die Israeliten regierte, die in den Städten

Judas wohnten.

12:18 Und als der König Rehabeam den Fronvogt Adoniram hinsandte, warf ihn

ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der König Rehabeam stieg

eilends auf einen Wagen und floh nach Jerusalem.

12:19 Also fiel Israel ab vom Hause David bis auf diesen Tag.

Jerobeam wird König über die zehn Stämme. Seine Abgötterei

(vgl. 2. Chr 11,1-4)

12:20 Als nun ganz Israel hörte, daß Jerobeam zurückgekommen war, sandten

sie hin und ließen ihn rufen zu der Gemeinde und machten ihn zum

König über ganz Israel; niemand folgte dem Hause David als der Stamm

Juda allein.

12:21 Und als Rehabeam nach Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda

und den Stamm Benjamin, hundertachtzigtausend streitbare Männer, um

gegen das Haus Israel zu kämpfen und das Königtum an Rehabeam, den

Sohn Salomos, zurückzubringen.

12:22 Es kam aber Gottes Wort zu Schemaja, dem Mann Gottes:

12:23 Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem König von Juda, und dem ganzen

Hause Juda und Benjamin und dem übrigen Volk und sprich:

12:24 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen und gegen eure

Brüder, die von Israel, kämpfen. Jedermann gehe wieder heim, denn

das alles ist von mir geschehen. Und sie gehorchten dem Wort des

HERRN, kehrten um und gingen heim, wie der HERR gesagt hatte.

12:25 Jerobeam aber baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim aus und wohnte

darin und zog von da fort und baute Pnuël aus.

12:26 Und Jerobeam dachte in seinem Herzen: Das Königtum wird nun wieder

an das Haus David fallen.

12:27 Wenn dies Volk hinaufgeht, um Opfer darzubringen im Hause des HERRN

zu Jerusalem, so wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem

Herrn Rehabeam, dem König von Juda, und sie werden mich umbringen

und wieder Rehabeam, dem König von Juda, zufallen.

12:28 Und der König hielt einen Rat und machte zwei goldene Kälber und

sprach zum Volk: Es ist zuviel für euch, daß ihr hinauf nach

Jerusalem geht; siehe, da ist dein Gott, Israel, der dich aus

Ägyptenland geführt hat.
2. Mose 32,4; 32,8

12:29 Und er stellte eins in Bethel auf, und das andere tat er nach Dan.

Ri 18,30

12:30 Und das geriet zur Sünde, denn das Volk ging hin vor das eine in

Bethel und vor das andre in Dan.
Kap 14,16

12:31 Er baute auch ein Höhenheiligtum und machte Priester aus allerlei

Leuten, die nicht von den Söhnen Levi waren.

12:32 Und er machte ein Fest am fünfzehnten Tag des achten Monats wie das

Fest in Juda und opferte auf dem Altar. So tat er in Bethel, daß er

den Kälbern opferte, die er gemacht hatte, und bestellte in Bethel

Priester für die Höhen, die er gemacht hatte.

Reich Israel: Ein Prophet verkündet Jerobeam eine Strafe

für seine Abgötterei

12:33 Einst opferte Jerobeam auf dem Altar, den er gemacht hatte in

Bethel, am fünfzehnten Tage im achten Monat, den er sich in seinem

Herzen ausgedacht hatte, und machte den Israeliten ein Fest und

stieg auf den Altar, um zu opfern.

13:1 Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda auf das Wort des HERRN hin

nach Bethel, während Jerobeam noch auf dem Altar stand und opferte.

13:2 Und er rief gegen den Altar auf das Wort des HERRN hin und sprach:

Altar, Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause

David geboren werden, mit Namen Josia; der wird auf dir schlachten

die Priester der Höhen, die auf dir opfern, und wird Menschengebein

auf dir verbrennen.
2. Kön 23,16; 23,20

13:3 Und er gab an dem Tag ein Wunderzeichen und sprach: Das ist das

Zeichen dafür, daß der HERR geredet hat: Siehe, der Altar wird

bersten und die Asche verschüttet werden, die darauf ist.

13:4 Als aber der König das Wort von dem Mann Gottes hörte, der gegen den

Altar in Bethel rief, streckte er seine Hand aus auf dem Altar und

sprach: Greift ihn! Und seine Hand verdorrte, die er gegen ihn

ausgestreckt hatte, und er konnte sie nicht wieder an sich ziehen.

13:5 Und der Altar barst, und die Asche wurde verschüttet vom Altar nach

dem Wunderzeichen, das der Mann Gottes gegeben hatte auf das Wort

des HERRN hin.

13:6 Und der König hob an und sprach zu dem Mann Gottes: Flehe doch den

HERRN, deinen Gott, an und bitte für mich, daß ich meine Hand wieder

an mich ziehen kann. Da flehte der Mann Gottes den HERRN an, und der

König konnte seine Hand wieder an sich ziehen, und sie wurde, wie

sie vorher war.
2. Mose 8,4

13:7 Und der König redete mit dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und labe

dich; ich will dir ein Geschenk geben.

13:8 Aber der Mann Gottes sprach zum König: Wenn du mir auch die Hälfte

deiner Habe geben wolltest, so käme ich doch nicht mit dir; denn ich

will an diesem Ort kein Brot essen noch Wasser trinken.

13:9 Denn das ist mir geboten durch des HERRN Wort: Du sollst kein Brot

essen und kein Wasser trinken und nicht den Weg zurückgehen, den du

gekommen bist.

13:10 Und er ging einen andern Weg und nicht wieder den Weg, den er nach

Bethel gekommen war.
Der Prophet wird für seinen Ungehorsam gestraft

13:11 Es wohnte aber ein alter Prophet in Bethel; zu dem kamen seine Söhne

und erzählten ihm alles, was der Mann Gottes getan hatte an diesem

Tag in Bethel, und die Worte, die er zum König geredet hatte.

13:12 Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Weg, den er gezogen ist?

Und seine Söhne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen

war, der von Juda gekommen war.

13:13 Er aber sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie

ihm den Esel gesattelt hatten, ritt er auf ihm

13:14 und zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzen

und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda gekommen

ist? Er sprach: Ja.

13:15 Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und iß Brot mit mir!

13:16 Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen;

ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem

Ort.

13:17 Denn es ist zu mir geredet worden durch das Wort des HERRN: Du

sollst dort weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht

den Weg zurückgehen, den du gekommen bist.

13:18 Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat

zu mir geredet auf das Wort des HERRN hin: Führe ihn wieder mit dir

heim, daß er Brot esse und Wasser trinke. Er belog ihn aber.

13:19 Und er führte ihn wieder zurück, daß er Brot aß und Wasser trank in

seinem Hause.

13:20 Und als sie zu Tisch saßen, kam das Wort des HERRN zum Propheten,

der ihn zurückgeführt hatte.

13:21 Und er rief dem Mann Gottes zu, der von Juda gekommen war: So

spricht der HERR: Weil du dem Mund des HERRN ungehorsam gewesen bist

und nicht gehalten hast das Gebot, das dir der HERR, dein Gott,

geboten hat,

13:22 und umgekehrt bist, Brot gegessen hast und Wasser getrunken an dem

Ort, von dem er dir sagte: Du sollst weder Brot essen noch Wasser

trinken -, so soll dein Leichnam nicht in deiner Väter Grab kommen.

13:23 Und nachdem er gegessen und getrunken hatte, sattelte man für ihn

den Esel des Propheten, der ihn zurückgeführt hatte.

13:24 Und als er seines Weges zog, fand ihn ein Löwe auf dem Wege und

tötete ihn. Und sein Leichnam blieb auf dem Wege liegen, und der

Esel stand neben ihm, und der Löwe stand neben dem Leichnam.

Kap 20,36

13:25 Und als Leute vorübergingen, sahen sie den Leichnam auf dem Wege

liegen und den Löwen bei dem Leichnam stehen und kamen und sagten es

in der Stadt, in der der alte Prophet wohnte.

13:26 Als das der Prophet hörte, der ihn zurückgeführt hatte, sprach er:

Es ist der Mann Gottes, der dem Mund des HERRN ungehorsam gewesen

ist. Darum hat ihn der HERR dem Löwen gegeben; der hat ihn zerrissen

und getötet nach dem Wort, das ihm der HERR gesagt hat.

13:27 Und er sprach zu seinen Söhnen: Sattelt mir den Esel! Und als sie

ihn gesattelt hatten,

13:28 zog er hin und fand den Leichnam auf dem Wege liegen und den Esel

und den Löwen neben dem Leichnam stehen. Der Löwe hatte nichts

gefressen vom Leichnam und den Esel nicht zerrissen.

13:29 Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn

auf den Esel und brachte ihn zurück und kam in seine Stadt, um die

Totenklage zu halten und ihn zu begraben.

13:30 Und er legte den Leichnam in sein eigenes Grab, und sie hielten ihm

die Totenklage: Ach, Bruder!
Jer 22,18

13:31 Und als sie ihn begraben hatten, sprach er zu seinen Söhnen: Wenn

ich sterbe, so begrabt mich in dem Grabe, in dem der Mann Gottes

begraben ist, und legt mein Gebein neben sein Gebein.

13:32 Denn es wird sich erfüllen, was er gerufen hat gegen den Altar in

Bethel auf das Wort des HERRN hin und gegen alle Heiligtümer auf den

Höhen, die in den Städten Samariens sind.

13:33 Aber nach diesem Geschehnis kehrte Jerobeam nicht um von seinem

bösen Wege, sondern bestellte wieder Priester für die Höhen aus

allem Volk. Wer da wollte, dessen Hand füllte er, und der wurde

Priester für die Höhen.
Kap 12,31; 2. Mose 28,41

13:34 Und dies geriet zur Sünde dem Hause Jerobeams, so daß es zugrunde

gerichtet und von der Erde vertilgt wurde.
Jerobeams Tod

14:1 Zu der Zeit war Abija, der Sohn Jerobeams, krank.

14:2 Und Jerobeam sprach zu seiner Frau: Mache dich auf und verkleide

dich, damit niemand merkt, daß du Jerobeams Frau bist, und geh hin

nach Silo. Siehe, dort ist der Prophet Ahija, der mir zugesagt hat,

daß ich König sein sollte über dies Volk.
Kap 11,29-31

14:3 Und nimm mit dir zehn Brote, Kuchen und einen Krug mit Honig und geh

zu ihm, damit er dir sagt, wie es dem Knaben ergehen wird.

14:4 Und Jerobeams Frau tat das und machte sich auf und ging hin nach

Silo und kam ins Haus Ahijas. Ahija aber konnte nicht sehen, denn

seine Augen standen starr vor Alter.

14:5 Aber der HERR sprach zu Ahija: Siehe, Jerobeams Frau kommt, um dich

wegen ihres Sohnes zu befragen; denn er ist krank. So rede nun mit

ihr so und so. Als sie nun hineinkam, stellte sie sich fremd.

14:6 Als aber Ahija das Geräusch ihrer Tritte hörte, wie sie zur Tür

hereinkam, sprach er: Komm herein, du Frau Jerobeams! Warum stellst

du dich so fremd? Ich bin zu dir gesandt als ein harter Bote.

14:7 Geh hin und sage Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels:

Ich habe dich erhoben aus dem Volk und zum Fürsten über mein Volk

Israel gesetzt
Kap 11,37

14:8 und habe das Königtum von Davids Hause gerissen und dir gegeben. Du

aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote

hielt und mir von ganzem Herzen nachwandelte, daß er nur tat, was

mir wohlgefiel.

14:9 Du hast mehr Böses getan als alle, die vor dir gewesen sind, bist

hingegangen und hast dir andre Götter gemacht und gegossene Bilder,

um mich zum Zorn zu reizen, und hast mir den Rücken gekehrt.

14:10 Darum siehe, ich will Unheil über das Haus Jerobeam bringen und

ausrotten von Jerobeam alles, was männlich ist, bis auf den letzten

Mann in Israel und will die Nachkommen des Hauses Jerobeam ausfegen,

wie man Unrat ausfegt, bis es ganz mit ihm aus ist.

Kap 15,29; 21,21

14:11 Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen;

wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel des Himmels

fressen; denn der HERR hat's geredet.
Kap 16,4; 21,24

14:12 So mache dich nun auf und geh heim; und wenn dein Fuß die Stadt

betritt, wird das Kind sterben.

14:13 Und es wird ihm ganz Israel die Totenklage halten, und sie werden

ihn begraben; denn dieser allein von Jerobeam wird zu Grabe kommen,

weil der HERR, der Gott Israels, etwas Gutes an ihm gefunden hat im

Hause Jerobeam.

14:14 Der HERR aber wird sich einen König über Israel erwecken, der wird

das Haus Jerobeam ausrotten - wie es heute ist.
Kap 15,29

14:15 Und der HERR wird Israel schlagen, daß es schwankt, wie das Rohr im

Wasser bewegt wird, und wird Israel ausreißen aus diesem guten

Lande, das er ihren Vätern gegeben hat, und wird sie zerstreuen

jenseits des Euphrat, weil sie sich Ascherabilder gemacht haben, den

HERRN zu erzürnen.
2. Kön 17,23

14:16 Und er wird Israel dahingeben um der Sünden Jerobeams willen, der

da gesündigt hat und Israel sündigen gemacht hat.
Kap 12,28-30; 13,34

14:17 Und Jerobeams Frau machte sich auf, ging heim und kam nach Tirza.

Und als sie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe.

14:18 Und sie begruben ihn, und ganz Israel hielt ihm die Totenklage nach

dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahija,

den Propheten.

14:19 Was mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er Krieg geführt und regiert

hat, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von

Israel.

14:20 Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, sind zweiundzwanzig Jahre. Und

er legte sich zu seinen Vätern, und sein Sohn Nadab wurde König an

seiner Statt.
Kap 15,25
Reich Juda: Rehabeam
(vgl. 2. Chr 12,1-16)

14:21 Und Rehabeam, der Sohn Salomos, wurde König in Juda. Einundvierzig

Jahre alt war Rehabeam, als er König wurde; und er regierte siebzehn

Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der HERR erwählt hatte aus

allen Stämmen Israels, damit er dort seinem Namen eine Stätte

bereite. Seine Mutter hieß Naama, eine Ammoniterin.

Kap 12,17

14:22 Und Juda tat, was dem HERRN mißfiel; und sie reizten ihn mehr, als

alles ihn reizte, was ihre Väter getan hatten mit ihren Sünden, die

sie taten.

14:23 Denn auch sie machten sich Höhen, Steinmale und Ascherabilder auf

allen hohen Hügeln und unter allen grünen Bäumen.
2. Kön 16,1-4

14:24 Es waren auch Tempelhurer im Lande; und sie taten alle die Greuel

der Heiden, die der HERR vor Israel vertrieben hatte.

5. Mose 23,18; 2. Kön 23,7

14:25 Aber im fünften Jahr des Königs Rehabeam zog Schischak, der König

von Ägypten, herauf gegen Jerusalem
Kap 11,40

14:26 und nahm die Schätze aus dem Hause des HERRN und aus dem Hause des

Königs, alles, was zu nehmen war, und nahm alle goldenen Schilde,

die Salomo hatte machen lassen.
Kap 10,16

14:27 An ihrer Statt ließ der König Rehabeam kupferne Schilde machen und

gab sie in die Hand der Obersten der Leibwache, die das Tor hüteten

am Hause des Königs.

14:28 Und sooft der König in das Haus des HERRN ging, trug die Leibwache

die Schilde und brachte sie wieder in die Wachstube zurück.

14:29 Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist und alles, was er getan hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.

14:30 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.

14:31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei

seinen Vätern in der Stadt Davids. Und seine Mutter hieß Naama, eine

Ammoniterin. Und sein Sohn Abija wurde König an seiner Statt.

Reich Juda: Abija. Asa

15:1 Im achtzehnten Jahr des Königs Jerobeam, des Sohnes Nebats, wurde

Abija König über Juda
(1-8) 2. Chr 13,1-23

15:2 und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Maacha, eine

Tochter Abischaloms.

15:3 Und er wandelte in allen Sünden seines Vaters, die dieser vor ihm

getan hatte, und sein Herz war nicht ungeteilt bei dem HERRN, seinem

Gott, wie das Herz seines Vaters David.

15:4 Denn um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte zu

Jerusalem, daß er seinen Sohn nach ihm erweckte und Jerusalem

erhielt,
Kap 11,36

15:5 weil David getan hatte, was dem HERRN wohlgefiel, und nicht gewichen

war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, außer in der Sache

mit Uria, dem Hetiter.
2. Sam 11,1-27; 12,9

15:6 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Leben lang.

15:7 Was aber mehr von Abija zu sagen ist und alles, was er getan hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda. Es

war aber Krieg zwischen Abija und Jerobeam.

15:8 Und Abija legte sich zu seinen Vätern, und sie begruben ihn in der

Stadt Davids. Und sein Sohn Asa wurde König an seiner Statt.

15:9 Im zwanzigsten Jahr Jerobeams, des Königs von Israel, wurde Asa

König über Juda

15:10 und regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß

Maacha, eine Tochter Abischaloms.

15:11 Und Asa tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.

15:12 Er tat die Tempelhurer aus dem Lande und entfernte alle

Götzenbilder, die seine Väter gemacht hatten.
2. Kön 23,7; 2. Chr 14,1-4

15:13 Dazu setzte er auch seine Mutter Maacha ab, daß sie nicht mehr

Herrin war, weil sie ein Greuelbild der Aschera gemacht hatte. Und

Asa zerschlug ihr Greuelbild und verbrannte es am Bach Kidron.

(13 und 14) 2. Chr 15,16-18

15:14 Aber die Höhen entfernten sie nicht; jedoch das Herz Asas war

ungeteilt bei dem HERRN sein Leben lang.
Kap 22,44

15:15 Und das Silber und Gold und die Geräte, die sein Vater geheiligt

hatte, und was von ihm selbst geheiligt war, brachte er zum Hause

des HERRN.

15:16 Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, ihr

Leben lang.
(16-22) 2. Chr 16,1-6

15:17 Bascha aber, der König von Israel, zog herauf gegen Juda und baute

Rama aus, damit niemand aus- und einziehen sollte bei Asa, dem König

von Juda.

15:18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das noch übrig war im Schatz des

Hauses des HERRN und im Schatz des Hauses des Königs, und gab's in

die Hände seiner Räte und sandte sie zu Ben-Hadad, dem Sohn

Tabrimmons, des Sohnes Hesjons, dem König von Aram, der zu Damaskus

herrschte, und ließ ihm sagen:
2. Kön 12,19

15:19 Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vater und

deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold,

daß du den Bund mit Bascha, dem König von Israel, aufgibst, damit er

von mir abzieht.

15:20 Ben-Hadad hörte auf die Bitte des Königs Asa und sandte seine

Obersten gegen die Städte Israels und schlug Ijon und Dan und

Abel-Bet-Maacha, das ganze Kinneret samt dem ganzen Lande Naftali.

2. Kön 15,29

15:21 Als das Bascha hörte, ließ er davon ab, Rama auszubauen, und zog

wieder nach Tirza.

15:22 Der König Asa aber bot ganz Juda auf, niemand ausgenommen, und sie

nahmen die Steine und das Holz von Rama weg, womit Bascha gebaut

hatte; und der König Asa baute damit Geba in Benjamin und Mizpa aus.

15:23 Was aber mehr von Asa zu sagen ist und alle seine tapferen Taten

und alles, was er getan hat, und die Städte, die er ausgebaut hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Juda. Nur

war er in seinem Alter an seinen Füßen krank.
(23 und 24) 2. Chr 16,11-14

15:24 Und Asa legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei seinen

Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Joschafat

wurde König an seiner Statt.
Kap 22,41
Reich Israel: Nadab. Bascha

15:25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, wurde König über Israel im zweiten

Jahr Asas, des Königs von Juda, und regierte über Israel zwei Jahre

Kap 14,20

15:26 und tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege seines

Vaters und in seiner Sünde, womit dieser Israel sündigen gemacht

hatte.
Kap 12,28-30

15:27 Aber Bascha, der Sohn Ahijas, aus dem Stamme Issachar, machte eine

Verschwörung gegen ihn und erschlug ihn zu Gibbeton, das den

Philistern gehörte. Denn Nadab und ganz Israel belagerten Gibbeton.

Jos 19,44

15:28 So tötete ihn Bascha im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, und

wurde König an seiner Statt.

15:29 Als er nun König war, erschlug er das ganze Haus Jerobeam; er ließ

auch nicht einen übrig vom Hause Jerobeam, bis er es ganz vertilgt

hatte nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch seinen

Knecht Ahija von Silo,
Kap 14,10-11

15:30 um der Sünden Jerobeams willen, die er tat und womit er Israel

sündigen machte und den HERRN, den Gott Israels, zum Zorn reizte.

15:31 Was aber mehr von Nadab zu sagen ist und alles, was er getan hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.

15:32 Und es war Krieg zwischen Asa und Bascha, dem König von Israel, ihr

Leben lang.

15:33 Im dritten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Bascha, der Sohn

Ahijas, König über ganz Israel und regierte zu Tirza vierundzwanzig

Jahre.

15:34 Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege

Jerobeams und in seiner Sünde, womit er Israel sündigen gemacht

hatte.

16:1 Es kam aber das Wort des HERRN zu Jehu, dem Sohn Hananis, gegen

Bascha:

16:2 Weil ich dich aus dem Staub erhoben habe und zum Fürsten gemacht

über mein Volk Israel und du doch wandelst in dem Wege Jerobeams und

mein Volk Israel sündigen machst, daß sie mich erzürnen durch ihre

Sünde,
Kap 14,7

16:3 siehe, so will ich ausrotten Bascha und sein Haus und will dein Haus

machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes Nebats:
Kap 15,29

16:4 Wer vom Hause Baschas stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde

fressen; und wer von ihm stirbt auf dem Felde, den sollen die Vögel

des Himmels fressen.
Kap 14,11

16:5 Was aber mehr von Bascha zu sagen ist und was er getan hat und seine

tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der

Könige von Israel.

16:6 Und Bascha legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben zu Tirza.

Und sein Sohn Ela wurde König an seiner Statt. -

16:7 Auch war das Wort des HERRN durch den Propheten Jehu, den Sohn

Hananis, über Bascha gekommen und über sein Haus wegen all des

Unrechts, das er vor dem HERRN tat, ihn zu erzürnen durch die Werke

seiner Hände, daß es ihm ergehen sollte wie dem Hause Jerobeam, und

weil er dieses ausgetilgt hatte.
Reich Israel: Ela, Simri und Omri

16:8 Im sechsundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ela,

der Sohn Baschas, König über Israel und regierte zu Tirza zwei

Jahre.

16:9 Aber sein Knecht Simri, der Oberste über die Hälfte der Kriegswagen,

machte eine Verschwörung gegen ihn. Er aber war in Tirza, trank und

wurde trunken im Hause Arzas, des Hofmeisters in Tirza.

16:10 Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten

Jahr Asas, des Königs von Juda, und wurde König an seiner Statt.

2. Kön 9,31

16:11 Und als er König war und auf seinem Thron saß, erschlug er das ganze

Haus Bascha und ließ nichts übrig, was männlich war, dazu seine

Verwandten und seine Freunde.

16:12 So vertilgte Simri das ganze Haus Bascha nach dem Wort des HERRN,

das er über Bascha geredet hatte durch den Propheten Jehu,

16:13 um all der Sünden willen Baschas und seines Sohnes Ela, die sie

taten und durch die sie Israel sündigen machten, den HERRN, den Gott

Israels, zu erzürnen durch ihre Abgötterei. -

16:14 Was aber mehr von Ela zu sagen ist und alles, was er getan hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.

16:15 Im siebenundzwanzigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Simri

König und regierte sieben Tage zu Tirza. Und das Volk lag vor

Gibbeton, das den Philistern gehörte.
Kap 15,27

16:16 Als aber das Volk im Lager sagen hörte, daß Simri eine Verschwörung

gemacht und auch den König erschlagen hätte, da machte ganz Israel

am selben Tag im Lager Omri, den Feldhauptmann, zum König über

Israel.

16:17 Und Omri zog herauf und ganz Israel mit ihm von Gibbeton, und sie

belagerten Tirza.

16:18 Als aber Simri sah, daß die Stadt eingenommen werden würde, ging er

in den Burgturm im Hause des Königs und verbrannte sich mit dem

Hause des Königs und starb
2. Sam 17,23

16:19 um seiner Sünden willen, die er getan hatte, dadurch daß er tat, was

dem HERRN mißfiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner

Sünde, die er tat, daß er Israel sündigen machte. -

16:20 Was aber mehr von Simri zu sagen ist und wie er eine Verschwörung

machte, siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von

Israel.

16:21 Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Teile. Eine Hälfte hing

Tibni an, dem Sohn Ginats, und machte ihn zum König, die andere

Hälfte aber hing Omri an.

16:22 Aber das Volk, das Omri anhing, wurde stärker als das Volk, das

Tibni anhing, dem Sohn Ginats. Und Tibni starb; da wurde Omri König.

16:23 Im einunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Omri

König über Israel und regierte zwölf Jahre, und davon zu Tirza sechs

Jahre.

16:24 Er kaufte den Berg Samaria von Schemer für zwei Zentner Silber und

baute auf dem Berg eine Stadt und nannte sie Samaria nach dem Namen

Schemers, dem der Berg gehört hatte.

16:25 Und Omri tat, was dem HERRN mißfiel, und trieb es ärger als alle,

die vor ihm gewesen waren,
Mi 6,16

16:26 und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und in

seiner Sünde, durch die dieser Israel sündigen machte, daß sie den

HERRN, den Gott Israels, erzürnten durch ihre Abgötterei.

16:27 Was aber mehr von Omri zu sagen ist und alles, was er getan hat, und

seine tapferen Taten, siehe, das steht geschrieben in der Chronik

der Könige von Israel.

16:28 Und Omri legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben zu Samaria.

Und sein Sohn Ahab wurde König an seiner Statt.
Reich Israel: Ahab

16:29 Im achtunddreißigsten Jahr Asas, des Königs von Juda, wurde Ahab,

der Sohn Omris, König über Israel und regierte über Israel zu

Samaria zweiundzwanzig Jahre

16:30 und tat, was dem HERRN mißfiel, mehr als alle, die vor ihm gewesen

waren.

16:31 Es war noch das Geringste, daß er wandelte in der Sünde Jerobeams,

des Sohnes Nebats; er nahm sogar Isebel, die Tochter Etbaals, des

Königs der Sidonier, zur Frau und ging hin und diente Baal und

betete ihn an

16:32 und richtete ihm einen Altar auf im Tempel Baals, den er ihm zu

Samaria baute,
2. Kön 3,2; 10,27-28; 11,18

16:33 und machte ein Bild der Aschera, so daß Ahab mehr tat, den HERRN,

den Gott Israels, zu erzürnen, als alle Könige von Israel, die vor

ihm gewesen waren.

16:34 Zur selben Zeit baute Hiël von Bethel Jericho wieder auf. Es

kostete ihn seinen erstgeborenen Sohn Abiram, als er den Grund

legte, und seinen jüngsten Sohn Segub, als er die Tore einsetzte,

nach dem Wort des HERRN, das er geredet hatte durch Josua, den Sohn

Nuns.
Jos 6,26
Elia am Bach Krit und bei der Witwe zu Zarpat

17:1 Und es sprach Elia, der Tischbiter, aus Tischbe in Gilead zu Ahab:

So wahr der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dem ich stehe: es

soll diese Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.

Kap 8,35; Lk 4,25; Jak 5,17; Offb 11,6
17:2 Da kam das Wort des HERRN zu ihm:

17:3 Geh weg von hier und wende dich nach Osten und verbirg dich am Bach

Krit, der zum Jordan fließt.

17:4 Und du sollst aus dem Bach trinken, und ich habe den Raben geboten,

daß sie dich dort versorgen sollen.

17:5 Er aber ging hin und tat nach dem Wort des HERRN und setzte sich

nieder am Bach Krit, der zum Jordan fließt.

17:6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des

Abends, und er trank aus dem Bach.

17:7 Und es geschah nach einiger Zeit, daß der Bach vertrocknete; denn es

war kein Regen im Lande.
17:8 Da kam das Wort des HERRN zu ihm:

17:9 Mach dich auf und geh nach Zarpat, das bei Sidon liegt, und bleibe

dort; denn ich habe dort einer Witwe geboten, dich zu versorgen.

Lk 4,25-26

17:10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das Tor

der Stadt kam, siehe, da war eine Witwe, die las Holz auf. Und er

rief ihr zu und sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefäß, daß ich

trinke!

17:11 Und als sie hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Bringe

mir auch einen Bissen Brot mit!

17:12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt: ich habe nichts

Gebackenes, nur eine Handvoll Mehl im Topf und ein wenig Öl im Krug.

Und siehe, ich hab ein Scheit Holz oder zwei aufgelesen und gehe

heim und will mir und meinem Sohn zurichten, daß wir essen - und

sterben.

17:13 Elia sprach zu ihr: Fürchte dich nicht! Geh hin und mach's, wie du

gesagt hast. Doch mache zuerst mir etwas Gebackenes davon und bringe

mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch etwas

backen.

17:14 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehl im Topf soll

nicht verzehrt werden, und dem Ölkrug soll nichts mangeln bis auf

den Tag, an dem der HERR regnen lassen wird auf Erden.

2. Kön 4,2-4

17:15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er aß und sie auch

und ihr Sohn Tag um Tag.

17:16 Das Mehl im Topf wurde nicht verzehrt, und dem Ölkrug mangelte

nichts nach dem Wort des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.

17:17 Und nach diesen Geschichten wurde der Sohn seiner Hauswirtin krank,

und seine Krankheit wurde so schwer, daß kein Odem mehr in ihm

blieb.

17:18 Und sie sprach zu Elia: Was hab ich mit dir zu schaffen, du Mann

Gottes? Du bist zu mir gekommen, daß meiner Sünde gedacht und mein

Sohn getötet würde.

17:19 Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem

Schoß und ging hinauf ins Obergemach, wo er wohnte, und legte ihn

auf sein Bett

17:20 und rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, tust du sogar der

Witwe, bei der ich ein Gast bin, so Böses an, daß du ihren Sohn

tötest?

17:21 Und er legte sich auf das Kind dreimal und rief den HERRN an und

sprach: HERR, mein Gott, laß sein Leben in dies Kind zurückkehren!

2. Kön 4,34; Apg 20,10

17:22 Und der HERR erhörte die Stimme Elias, und das Leben kehrte in das

Kind zurück, und es wurde wieder lebendig.

17:23 Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vom Obergemach ins Haus

und gab es seiner Mutter und sprach: Sieh da, dein Sohn lebt!

Lk 7,15; Hebr 11,35

17:24 Und die Frau sprach zu Elia: Nun erkenne ich, daß du ein Mann Gottes

bist, und des HERRN Wort in deinem Munde ist Wahrheit.

Das Gottesurteil auf dem Karmel

18:1 Nach einer langen Zeit kam das Wort des HERRN zu Elia, im dritten

Jahr: Geh hin und zeige dich Ahab, denn ich will regnen lassen auf

die Erde.

18:2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine große

Hungersnot in Samaria.

18:3 Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister - Obadja aber fürchtete den

HERRN sehr;

18:4 denn als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja

hundert Propheten und versteckte sie in Höhlen, hier fünfzig und da

fünfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser -;

18:5 und Ahab sprach zu Obadja: Wohlan, wir wollen durchs Land ziehen zu

allen Wasserquellen und Bächen, ob wir Gras finden und die Rosse und

Maultiere erhalten könnten, damit nicht alles Vieh umkommt.

18:6 Und sie teilten sich ins Land, daß sie es durchzogen. Ahab zog

allein auf dem einen Weg und Obadja auch allein auf dem andern Weg.

18:7 Als nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia. Und

als er ihn erkannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du es

nicht, Elia, mein Herr?

18:8 Er sprach: Ja! Geh hin und sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!

18:9 Obadja aber sprach: Was hab ich gesündigt, daß du deinen Knecht in

die Hände Ahabs geben willst, daß er mich tötet?

18:10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt: es gibt kein Volk noch

Königreich, wohin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und

wenn sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von dem

Königreich und Volk, daß man dich nicht gefunden hätte.

18:11 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist da!

18:12 Wenn ich nun hinginge von dir, so könnte dich der Geist des HERRN

entführen, und ich wüßte nicht wohin; und wenn ich dann käme und

sagte es Ahab an und er fände dich nicht, so tötete er mich. Und

doch fürchtet dein Knecht den HERRN von seiner Jugend auf.

18:13 Ist's meinem Herrn Elia nicht angesagt, was ich getan habe, als

Isebel die Propheten des HERRN tötete? Daß ich von den Propheten des

HERRN hundert versteckte, hier fünfzig und da fünfzig, in Höhlen und

versorgte sie mit Brot und Wasser?

18:14 Und nun sprichst du: Geh hin, sage deinem Herrn: Elia ist da! Dann

wird er mich töten.

18:15 Elia sprach: So wahr der HERR Zebaoth lebt, vor dem ich stehe: ich

will mich ihm heute zeigen.

18:16 Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging

hin Elia entgegen.

18:17 Und als Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du nun da, der

Israel ins Unglück stürzt?
Jer 38,4

18:18 Er aber sprach: Nicht ich stürze Israel ins Unglück, sondern du und

deines Vaters Haus dadurch, daß ihr des HERRN Gebote verlassen habt

und wandelt den Baalen nach.
(18 und 19) Kap 16,31-33

18:19 Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf den

Berg Karmel und die vierhundertundfünfzig Propheten Baals, auch die

vierhundert Propheten der Aschera, die vom Tisch Isebels essen.

18:20 So sandte Ahab hin zu ganz Israel und versammelte die Propheten auf

den Berg Karmel.

18:21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf

beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so wandelt ihm nach, ist's aber

Baal, so wandelt ihm nach. Und das Volk antwortete ihm nichts.

Jos 24,15; Mt 6,24

18:22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein übriggeblieben als Prophet

des HERRN, aber die Propheten Baals sind vierhundertundfünfzig Mann.

18:23 So gebt uns nun zwei junge Stiere und laßt sie wählen einen Stier

und ihn zerstücken und aufs Holz legen, aber kein Feuer daran legen;

dann will ich den andern Stier nehmen und aufs Holz legen und auch

kein Feuer daran legen.

18:24 Und ruft ihr den Namen eures Gottes an, aber ich will den Namen des

HERRN anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der ist

wahrhaftig Gott. Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist

recht.
1. Mose 15,17

18:25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Wählt ihr einen Stier und

richtet zuerst zu, denn ihr seid viele, und ruft den Namen eures

Gottes an, aber legt kein Feuer daran.

18:26 Und sie nahmen den Stier, den man ihnen gab, und richteten zu und

riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen:

Baal, erhöre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie

hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten.

18:27 Als es nun Mittag wurde, verspottete sie Elia und sprach: Ruft laut!

Denn er ist ja ein Gott; er ist in Gedanken oder hat zu schaffen

oder ist über Land oder schläft vielleicht, daß er aufwache.

18:28 Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Spießen nach

ihrer Weise, bis ihr Blut herabfloß.

18:29 Als aber der Mittag vergangen war, waren sie in Verzückung bis um

die Zeit, zu der man das Speisopfer darbringt; aber da war keine

Stimme noch Antwort noch einer, der aufmerkte.
4. Mose 28,4-5

18:30 Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her zu mir! Und als alles Volk

zu ihm trat, baute er den Altar des HERRN wieder auf, der zerbrochen

war,

18:31 und nahm zwölf Steine nach der Zahl der Stämme der Söhne Jakobs -

zu dem das Wort des HERRN ergangen war: Du sollst Israel heißen -

2. Mose 24,4; 1. Mose 32,29

18:32 und baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und machte

um den Altar her einen Graben, so breit wie für zwei Kornmaß

Aussaat,

18:33 und richtete das Holz zu und zerstückte den Stier und legte ihn aufs

Holz.

18:34 Und Elia sprach: Holt vier Eimer voll Wasser und gießt es auf das

Brandopfer und aufs Holz! Und er sprach: Tut's noch einmal! Und sie

taten's noch einmal. Und er sprach: Tut's zum drittenmal! Und sie

taten's zum drittenmal.

18:35 Und das Wasser lief um den Altar her, und der Graben wurde auch voll

Wasser.

18:36 Und als es Zeit war, das Speisopfer zu opfern, trat der Prophet Elia

herzu und sprach: HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, laß heute

kundwerden, daß du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und daß

ich das alles nach deinem Wort getan habe!

18:37 Erhöre mich, HERR, erhöre mich, damit dies Volk erkennt, daß du,

HERR, Gott bist und ihr Herz wieder zu dir kehrst!

18:38 Da fiel das Feuer des HERRN herab und fraß Brandopfer, Holz, Steine

und Erde und leckte das Wasser auf im Graben.
3. Mose 9,24

18:39 Als das alles Volk sah, fielen sie auf ihr Angesicht und sprachen:

Der HERR ist Gott, der HERR ist Gott!

18:40 Elia aber sprach zu ihnen: Greift die Propheten Baals, daß keiner

von ihnen entrinne! Und sie ergriffen sie. Und Elia führte sie hinab

an den Bach Kischon und tötete sie daselbst.
2. Mose 22,19; 5. Mose 13,6-9

18:41 Und Elia sprach zu Ahab: Zieh hinauf, iß und trink; denn es

rauscht, als wollte es sehr regnen.
(41-45) Jak 5,18

18:42 Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia auf

den Gipfel des Karmel und bückte sich zur Erde und hielt sein Haupt

zwischen seine Knie

18:43 und sprach zu seinem Diener: Geh hinauf und schaue zum Meer! Er ging

hinauf und schaute und sprach: Es ist nichts da. Elia sprach: Geh

wieder hin, und der Diener ging wieder hin, siebenmal.

18:44 Und beim siebentenmal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine Wolke

auf aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Elia sprach: Geh hin und

sage Ahab: Spann an und fahre hinab, damit dich der Regen nicht

aufhält!

18:45 Und ehe man sich's versah, wurde der Himmel schwarz von Wolken und

Wind, und es kam ein großer Regen. Ahab aber fuhr hinab nach

Jesreel.

18:46 Und die Hand des HERRN kam über Elia, und er gürtete seine Lenden

und lief vor Ahab hin, bis er kam nach Jesreel.
Elia am Horeb

19:1 Und Ahab sagte Isebel alles, was Elia getan hatte und wie er alle

Propheten Baals mit dem Schwert umgebracht hatte.

19:2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und ließ ihm sagen: Die Götter

sollen mir dies und das tun, wenn ich nicht morgen um diese Zeit dir

tue, wie du diesen getan hast!

19:3 Da fürchtete er sich, machte sich auf und lief um sein Leben und kam

nach Beerscheba in Juda und ließ seinen Diener dort.

19:4 Er aber ging hin in die Wüste eine Tagereise weit und kam und setzte

sich unter einen Wacholder und wünschte sich zu sterben und sprach:

Es ist genug, so nimm nun, HERR, meine Seele; ich bin nicht besser

als meine Väter.
Hiob 7,15; Jona 4,3

19:5 Und er legte sich hin und schlief unter dem Wacholder. Und siehe,

ein Engel rührte ihn an und sprach zu ihm: Steh auf und iß!

19:6 Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Häupten lag ein geröstetes

Brot und ein Krug mit Wasser. Und als er gegessen und getrunken

hatte, legte er sich wieder schlafen.

19:7 Und der Engel des HERRN kam zum zweitenmal wieder und rührte ihn an

und sprach: Steh auf und iß! Denn du hast einen weiten Weg vor dir.

19:8 Und er stand auf und aß und trank und ging durch die Kraft der

Speise vierzig Tage und vierzig Nächte bis zum Berg Gottes, dem

Horeb.
2. Mose 24,18

19:9 Und er kam dort in eine Höhle und blieb dort über Nacht. Und siehe,

das Wort des HERRN kam zu ihm: Was machst du hier, Elia?

19:10 Er sprach: Ich habe geeifert für den HERRN, den Gott Zebaoth; denn

Israel hat deinen Bund verlassen und deine Altäre zerbrochen und

deine Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin allein

übriggeblieben, und sie trachten danach, daß sie mir mein Leben

nehmen.
Ps 69,10; Jes 49,4; Kap 18,22; Röm 11,3

19:11 Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den

HERRN! Und siehe, der HERR wird vorübergehen. Und ein großer,

starker Wind, der die Berge zerriß und die Felsen zerbrach, kam vor

dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber

kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben.

2. Mose 33,22

19:12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im

Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.

19:13 Als das Elia hörte, verhüllte er sein Antlitz mit seinem Mantel und

ging hinaus und trat in den Eingang der Höhle. Und siehe, da kam

eine Stimme zu ihm und sprach: Was hast du hier zu tun, Elia?

19:14 Er sprach: Ich habe für den HERRN, den Gott Zebaoth, geeifert; denn

Israel hat deinen Bund verlassen, deine Altäre zerbrochen, deine

Propheten mit dem Schwert getötet, und ich bin allein

übriggeblieben, und sie trachten danach, daß sie mir das Leben

nehmen.

19:15 Aber der HERR sprach zu ihm: Geh wieder deines Weges durch die Wüste

nach Damaskus und geh hinein und salbe Hasaël zum König über Aram

2. Kön 8,13; 8,15

19:16 und Jehu, den Sohn Nimschis, zum König über Israel und Elisa, den

Sohn Schafats, von Abel-Mehola zum Propheten an deiner Statt.

2. Kön 9,2-3

19:17 Und es soll geschehen: Wer dem Schwert Hasaëls entrinnt, den soll

Jehu töten, und wer dem Schwert Jehus entrinnt, den soll Elisa

töten.

19:18 Und ich will übriglassen siebentausend in Israel, alle Knie, die

sich nicht gebeugt haben vor Baal, und jeden Mund, der ihn nicht

geküßt hat.
Röm 11,4

19:19 Und Elia ging von dort weg und fand Elisa, den Sohn Schafats, als er

pflügte mit zwölf Jochen vor sich her, und er war selbst bei dem

zwölften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel über ihn.

19:20 Und er verließ die Rinder und lief Elia nach und sprach: Laß mich

meinen Vater und meine Mutter küssen, dann will ich dir nachfolgen.

Er sprach zu ihm: Wohlan, kehre um! Bedenke, was ich dir getan habe!

Lk 9,61-62

19:21 Und Elisa wandte sich von ihm weg und nahm ein Joch Rinder und

opferte es, und mit den Jochen der Rinder kochte er das Fleisch und

gab's den Leuten, daß sie aßen. Und er machte sich auf und folgte

Elia nach und diente ihm.
Ahabs Kriege mit dem König Ben-Hadad

20:1 Und Ben-Hadad, der König von Aram, versammelte seine ganze

Streitmacht, und es waren zweiunddreißig Könige mit ihm und Roß und

Wagen. Und er zog herauf und belagerte Samaria und kämpfte gegen die

Stadt

20:2 und sandte Boten zu Ahab, dem König von Israel, in die Stadt und

ließ ihm sagen:

20:3 So spricht Ben-Hadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und deine

Frauen und deine besten Söhne sind auch mein.

20:4 Der König von Israel antwortete und sprach: Mein Herr und König, wie

du geredet hast! Ich bin dein und alles, was ich habe.

20:5 Aber die Boten kamen zurück und sprachen: So spricht Ben-Hadad: Ich

habe zu dir gesandt und sagen lassen: Dein Silber und dein Gold,

deine Frauen und deine Söhne sollst du mir geben.

20:6 Doch will ich morgen um diese Zeit meine Leute zu dir senden, daß

sie dein Haus und die Häuser deiner Untertanen durchsuchen, und was

ihnen gefällt, sollen sie nehmen und wegtragen.

20:7 Da rief der König von Israel alle Ältesten des Landes zu sich und

sprach: Merkt doch und seht, wie böse er's meint! Er hat zu mir

gesandt um meine Frauen und Söhne, Silber und Gold, und ich hab ihm

nichts verweigert.

20:8 Da sprachen zu ihm alle Ältesten und alles Volk: Du sollst nicht

gehorchen und nicht einwilligen.

20:9 Und Ahab sprach zu den Boten Ben-Hadads: Sagt meinem Herrn, dem

König: Alles, was du zuerst deinem Knecht entboten hast, will ich

tun; aber dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und

sagten ihm das wieder.

20:10 Da sandte Ben-Hadad zu ihm und ließ ihm sagen: Die Götter sollen mir

dies und das tun, wenn der Staub Samarias genug sein sollte, die

Hände der Leute zu füllen, die mit mir ziehen!

20:11 Aber der König von Israel antwortete: Sagt ihm: Wer den Harnisch

anlegt, soll sich nicht rühmen wie der, der ihn abgelegt hat.

20:12 Als das Ben-Hadad hörte, der gerade mit den Königen in den Zelten

trank, sprach er zu seinen Leuten: Greift an! Und sie griffen die

Stadt an.

20:13 Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem König von Israel, und

sprach: So spricht der HERR: Siehst du diese große Menge? Wahrlich,

ich will sie heute in deine Hand geben, daß du wissen sollst: Ich

bin der HERR.

20:14 Ahab sprach: Durch wen soll's geschehen? Er sprach: So spricht der

HERR: Durch die Leute der Landvögte. Ahab sprach: Wer soll die

Schlacht beginnen? Er sprach: Du.

20:15 Da zählte Ahab die Leute der Landvögte, und es waren

zweihundertzweiunddreißig; und nach ihnen zählte er das ganze Volk

Israel, und es waren siebentausend Mann.

20:16 Und sie zogen aus am Mittag. Ben-Hadad aber trank und war trunken im

Zeltlager samt den zweiunddreißig Königen, die ihm zu Hilfe gekommen

waren.

20:17 Und die Leute der Landvögte zogen zuerst aus. Ben-Hadad aber hatte

Leute ausgesandt; die brachten ihm Botschaft und sprachen: Es ziehen

Männer aus Samaria heran.

20:18 Er sprach: Greift sie lebendig, ob sie nun zum Frieden oder zum

Kampf ausgezogen sind!

20:19 Als aber die Leute der Landvögte aus der Stadt herausgezogen waren

und das Heer ihnen nach,

20:20 erschlug jeder den, der vor ihn kam. Und die Aramäer flohen, und

Israel jagte ihnen nach. Aber Ben-Hadad, der König von Aram, entrann

auf einem Roß, und Gespanne mit ihm.

20:21 Und der König von Israel zog aus und schlug Roß und Wagen. So schlug

er die Aramäer in einer großen Schlacht.

20:22 Da trat der Prophet zum König von Israel und sprach zu ihm: Wohlan,

rüste dich und merke auf und sieh zu, was du tust! Denn der König

von Aram wird gegen dich heraufziehen, wenn das Jahr um ist.

20:23 Aber die Großen des Königs von Aram sprachen zu ihm: Ihre Götter

sind Berggötter, darum haben sie uns überwunden. Aber wenn wir mit

ihnen in der Ebene kämpfen könnten - was gilt's, wir wollten sie

überwinden!

20:24 Tu nun das: Setze die Könige alle ab und setze Statthalter an ihre

Stelle

20:25 und schaffe dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast,

und ebenso viele Rosse und Wagen wie zuvor, und laß uns gegen sie

kämpfen in der Ebene - was gilt's, wir werden sie überwinden! Er

gehorchte ihrer Stimme und tat das.

20:26 Als nun das Jahr um war, bot Ben-Hadad die Aramäer auf und zog

herauf nach Afek, um gegen Israel zu kämpfen.

20:27 Und Israel wurde auch aufgeboten, versorgte sich und zog hin ihnen

entgegen und lagerte sich ihnen gegenüber wie zwei kleine Herden

Ziegen. Von den Aramäern aber war das Land voll.

20:28 Und es trat der Mann Gottes herzu und sprach zum König von Israel:

So spricht der HERR: Weil die Aramäer gesagt haben, der HERR sei ein

Gott der Berge und nicht ein Gott der Täler, so habe ich diese große

Menge in deine Hand gegeben, damit ihr erkennt: Ich bin der HERR.

2. Mose 7,5

20:29 Und sie lagen einander gegenüber sieben Tage. Am siebenten Tage

zogen sie in den Kampf, und Israel schlug von den Aramäern

hunderttausend Mann Fußvolk an einem Tag.

20:30 Und die übrigen flohen nach Afek in die Stadt, und die Mauer fiel

auf die Übriggebliebenen, siebenundzwanzigtausend Mann. Und auch

Ben-Hadad floh in die Stadt und verkroch sich von einer Kammer in

die andere.

20:31 Da sprachen seine Großen zu ihm: Siehe, wir haben gehört, daß die

Könige des Hauses Israel barmherzige Könige sind. So laßt uns Säcke

um unsere Lenden tun und Stricke um unsere Köpfe und zum König von

Israel hinausgehen; vielleicht läßt er dich am Leben.

20:32 Und sie gürteten Säcke um ihre Lenden und Stricke um ihre Köpfe und

kamen zum König von Israel und sprachen: Dein Knecht Ben-Hadad läßt

dir sagen: Laß mich doch am Leben! Er aber sprach: Lebt er noch? Er

ist mein Bruder!

20:33 Und die Männer nahmen es als ein gutes Zeichen und sprachen: Ja,

Ben-Hadad ist dein Bruder. Er sprach: Geht und bringt ihn! Da ging

Ben-Hadad zu ihm heraus. Und Ahab ließ ihn auf den Wagen steigen.

20:34 Und Ben-Hadad sprach zu ihm: Die Städte, die mein Vater deinem Vater

genommen hat, will ich dir zurückgeben, und mache du dir Märkte in

Damaskus, wie mein Vater in Samaria getan hat. Und Ahab sprach: Ich

will dich auf diesen Bund hin ziehen lassen. Da schloß er mit ihm

den Bund und ließ ihn ziehen.

20:35 Da sprach ein Mann von den Prophetenjüngern zu seinem Nächsten auf

des HERRN Gebot: Schlage mich! Er aber weigerte sich, ihn zu

schlagen.

20:36 Da sprach er zu ihm: Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht

hast, siehe, so wird dich ein Löwe schlagen, wenn du von mir gehst.

Und als er von ihm ging, fand ihn ein Löwe und schlug ihn.

Kap 13,24

20:37 Und der Prophet fand einen andern Mann und sprach: Schlage mich! Und

der Mann schlug ihn wund.

20:38 Da ging der Prophet hin, trat an den Weg, den der König zog, und

verhüllte sein Angesicht mit einer Binde.

20:39 Und als der König vorüberzog, rief er den König an und sprach: Dein

Knecht war ausgezogen in die Schlacht. Und siehe, ein Mann trat zu

mir und brachte mir einen und sprach: Bewache diesen Mann; wenn man

ihn vermissen wird, so soll dein Leben für sein Leben einstehen,

oder du sollst einen Zentner Silber zahlen.
2. Kön 10,24

20:40 Und als dein Knecht hier und da zu tun hatte, war der Mann nicht

mehr da. Der König von Israel sprach zu ihm: Das ist dein Urteil; du

hast's selbst gefällt.

20:41 Da tat er eilends die Binde von seinem Angesicht, und der König von

Israel erkannte, daß er einer der Propheten war.

20:42 Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du den Mann, auf dem

mein Bann lag, von dir gelassen hast, so soll dein Leben für sein

Leben einstehen und dein Volk für sein Volk.

20:43 Aber der König von Israel zog heim, voller Unmut und zornig, und kam

nach Samaria.
Nabots Weinberg

21:1 Nach diesen Geschichten begab es sich: Nabot, ein Jesreeliter, hatte

einen Weinberg in Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Königs von

Samaria.

21:2 Und Ahab redete mit Nabot und sprach: Gib mir deinen Weinberg; ich

will mir einen Kohlgarten daraus machen, weil er so nahe an meinem

Hause liegt. Ich will dir einen besseren Weinberg dafür geben, oder,

wenn dir's gefällt, will ich dir Silber dafür geben, soviel er wert

ist.

21:3 Aber Nabot sprach zu Ahab: Das lasse der HERR fern von mir sein, daß

ich dir meiner Väter Erbe geben sollte!

21:4 Da kam Ahab heim voller Unmut und zornig um des Wortes willen, das

Nabot, der Jesreeliter, zu ihm gesagt hatte: Ich will dir meiner

Väter Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte

sein Antlitz ab und aß nicht.

21:5 Da kam seine Frau Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Was

ist's, daß dein Geist so voller Unmut ist und daß du nicht issest?

21:6 Er sprach zu ihr: Ich habe mit Nabot, dem Jesreeliter, geredet und

gesagt: Gib mir deinen Weinberg für Geld, oder, wenn es dir lieber

ist, will ich dir einen andern dafür geben. Er aber sprach: Ich will

dir meinen Weinberg nicht geben.

21:7 Da sprach seine Frau Isebel zu ihm: Du bist doch König über Israel!

Steh auf und iß und sei guten Mutes! Ich werde dir den Weinberg

Nabots, des Jesreeliters, verschaffen.

21:8 Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit

seinem Siegel und sandte sie zu den Ältesten und Oberen, die mit

Nabot in seiner Stadt wohnten.

21:9 Und schrieb in den Briefen: Laßt ein Fasten ausrufen und setzt Nabot

obenan im Volk,

21:10 und stellt ihm zwei ruchlose Männer gegenüber, die da zeugen und

sprechen: Du hast Gott und den König gelästert! Und führt ihn

hinaus und steinigt ihn, daß er stirbt.
5. Mose 17,6; Mt 26,59-61; 2. Mose 22,27

21:11 Und die Ältesten und Oberen, die mit ihm in seiner Stadt wohnten,

taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen

geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte,

21:12 und sie ließen ein Fasten ausrufen und ließen Nabot obenan im Volk

sitzen.

21:13 Da kamen die zwei ruchlosen Männer und stellten sich ihm gegenüber

und verklagten Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat Gott und

den König gelästert! Da führten sie ihn vor die Stadt hinaus und

steinigten ihn, daß er starb.

21:14 Und sie sandten zu Isebel und ließen ihr sagen: Nabot ist gesteinigt

und tot.

21:15 Als aber Isebel hörte, daß Nabot gesteinigt und tot war, sprach sie

zu Ahab: Steh auf und nimm in Besitz den Weinberg Nabots, des

Jesreeliters, der sich geweigert hat, ihn dir für Geld zu geben;

denn Nabot lebt nicht mehr, sondern ist tot.

21:16 Als Ahab hörte, daß Nabot tot war, stand er auf, um hinabzugehen zum

Weinberge Nabots, des Jesreeliters, und ihn in Besitz zu nehmen.

21:17 Aber das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:

21:18 Mach dich auf und geh hinab Ahab, dem König von Israel zu Samaria,

entgegen - siehe, er ist im Weinberge Nabots, wohin er hinabgegangen

ist, um ihn in Besitz zu nehmen -

21:19 und rede mit ihm und sprich: So spricht der HERR: Du hast gemordet,

dazu auch fremdes Erbe geraubt! An der Stätte, wo Hunde das Blut

Nabots geleckt haben, sollen Hunde auch dein Blut lecken.

Kap 22,38

21:20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, mein Feind? Er aber

sprach: Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast,

Unrecht zu tun vor dem HERRN.

21:21 Siehe, ich will Unheil über dich bringen und dich vertilgen samt

deinen Nachkommen und will von Ahab ausrotten, was männlich ist,

bis auf den letzten Mann in Israel
2. Kön 9,7-8

21:22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes

Nebats, und wie das Haus Baschas, des Sohnes Ahijas, um des Zornes

willen, daß du mich erzürnt und Israel sündigen gemacht hast.

Kap 15,29; Kap 16,11-12

21:23 Und auch über Isebel hat der HERR geredet und gesprochen: Die Hunde

sollen Isebel fressen an der Mauer Jesreels.
2. Kön 9,33-36

21:24 Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen, und

wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vögel unter dem Himmel

fressen.

21:25 Es war niemand, der sich so verkauft hätte, Unrecht zu tun vor dem

HERRN wie Ahab, den seine Frau Isebel verführte.

21:26 Und er versündigte sich dadurch über die Maßen, daß er den Götzen

nachwandelte, ganz wie die Amoriter getan hatten, die der HERR vor

Israel vertrieben hatte.

21:27 Als aber Ahab diese Worte hörte, zerriß er seine Kleider und legte

ein härenes Tuch um seinen Leib und fastete und schlief darin und

ging bedrückt einher.

21:28 Und das Wort des HERRN kam zu Elia, dem Tischbiter:

21:29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir gedemütigt hat? Weil er

sich nun vor mir gedemütigt hat, will ich das Unheil nicht kommen

lassen zu seinen Lebzeiten, aber zu seines Sohnes Lebzeiten will

ich das Unheil über sein Haus bringen.
2. Kön 9,26

Ahabs Krieg gegen die Aramäer, Michas Weissagung und Ahabs Untergang

(vgl. 2. Chr 18,1-34)

22:1 Und es vergingen drei Jahre, daß kein Krieg war zwischen den

Aramäern und Israel.

22:2 Im dritten Jahr aber zog Joschafat, der König von Juda, hinab zum

König von Israel.
Vers 41

22:3 Und der König von Israel sprach zu seinen Großen: Wisset ihr nicht,

daß Ramot in Gilead unser ist, und wir sitzen still und nehmen es

nicht dem König von Aram ab?
Jos 21,38

22:4 Und er sprach zu Joschafat: Willst du mit mir ziehen in den Kampf

gegen Ramot in Gilead? Joschafat sprach zum König von Israel: Ich

will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und meine Rosse wie

deine Rosse.
2. Kön 3,7

22:5 Und Joschafat sprach zum König von Israel: Frage doch zuerst nach

dem Wort des HERRN!

22:6 Da versammelte der König von Israel Propheten, etwa vierhundert

Mann, und sprach zu ihnen: Soll ich gegen Ramot in Gilead in den

Kampf ziehen, oder soll ich's lassen? Sie sprachen: Zieh hinauf! Der

Herr wird's in die Hand des Königs geben.

22:7 Joschafat aber sprach: Ist hier kein Prophet des HERRN mehr, daß wir

durch ihn den Herrn befragen?
2. Kön 3,11

22:8 Der König von Israel sprach zu Joschafat: Es ist noch einer hier,

Micha, der Sohn Jimlas, durch den man den HERRN befragen kann. Aber

ich bin ihm gram; denn er weissagt mir nichts Gutes, sondern nur

Böses. Joschafat sprach: Der König rede so nicht!
2. Chr 18,7-27

22:9 Da rief der König von Israel einen Kämmerer und sprach: Bringe

eilends her Micha, den Sohn Jimlas!

22:10 Der König von Israel aber und Joschafat, der König von Juda, saßen

jeder auf seinem Thron in ihren königlichen Kleidern auf dem Platz

vor dem Tor Samarias, und alle Propheten fingen an, vor ihnen zu

weissagen.

22:11 Und Zidkija, der Sohn Kenaanas, hatte sich eiserne Hörner gemacht

und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Aramäer

niederstoßen, bis du sie vernichtest.

22:12 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Zieh hin gegen

Ramot in Gilead; es wird dir gelingen! Der HERR wird's in die Hand

des Königs geben.

22:13 Und der Bote, der hingegangen war, um Micha zu rufen, sprach zu ihm:

Siehe, die Worte der Propheten sind einmütig gut für den König; so

laß nun auch dein Wort wie ihr Wort sein und rede Gutes.

22:14 Micha sprach: So wahr der HERR lebt: ich will reden, was der HERR

mir sagen wird.

22:15 Und als er zum König kam, sprach der König zu ihm: Micha, sollen wir

gegen Ramot in Gilead in den Kampf ziehen, oder sollen wir's lassen?

Er sprach zu ihm: Ja, zieh hinauf, es soll dir gelingen! Der HERR

wird's in die Hand des Königs geben.

22:16 Der König entgegnete ihm: Wie oft soll ich dich beschwören, daß du

mir im Namen des HERRN nichts als die Wahrheit sagst!

22:17 Micha sprach: Ich sah ganz Israel zerstreut auf den Bergen wie

Schafe, die keinen Hirten haben. Der HERR aber sprach: Diese haben

keinen Herrn; ein jeder kehre wieder heim mit Frieden.

4. Mose 27,17; Mt 9,36

22:18 Da sprach der König von Israel zu Joschafat: Hab ich dir nicht

gesagt, daß er mir nichts Gutes weissagt, sondern nur Böses?

22:19 Micha sprach: Darum höre nun das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN

sitzen auf seinem Thron und das ganze himmlische Heer neben ihm

stehen zu seiner Rechten und Linken.
2. Chr 18,18; Hiob 1,6; Jes 6,1

22:20 Und der HERR sprach: Wer will Ahab betören, daß er hinaufzieht und

vor Ramot in Gilead fällt? Und einer sagte dies, der andere das.

22:21 Da trat ein Geist vor und stellte sich vor den HERRN und sprach:

Ich will ihn betören. Der HERR sprach zu ihm: Womit?

Jes 19,14

22:22 Er sprach: Ich will ausgehen und will ein Lügengeist sein im Munde

aller seiner Propheten. Er sprach: Du sollst ihn betören und sollst

es ausrichten; geh aus und tu das!
1. Joh 4,6

22:23 Nun siehe, der HERR hat einen Lügengeist gegeben in den Mund aller

deiner Propheten; und der HERR hat Unheil gegen dich geredet.

22:24 Da trat herzu Zidkija, der Sohn Kenaanas, und schlug Micha auf die

Backe und sprach: Wie? Ist der Geist des HERRN von mir gewichen, daß

er mit dir redet?

22:25 Micha sprach: Wahrlich, an dem Tage wirst du's sehen, wenn du von

einer Kammer in die andere gehst, um dich zu verkriechen.

22:26 Der König von Israel sprach: Nimm Micha und bring ihn zu Amon, dem

Stadthauptmann, und zu Joasch, dem Sohn des Königs,

22:27 und sprich: So spricht der König: Diesen werft in den Kerker und

speist ihn nur kärglich mit Brot und Wasser, bis ich mit Frieden

wiederkomme.

22:28 Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der HERR nicht

durch mich geredet. Und er sprach: Höret, alle Völker!

22:29 So zogen der König von Israel und Joschafat, der König von Juda,

hinauf gegen Ramot in Gilead.

22:30 Und der König von Israel sprach zu Joschafat: Ich will mich

verkleiden und in den Kampf ziehen, du aber behalte deine

königlichen Kleider an. Und der König von Israel verkleidete sich

und zog in den Kampf.

22:31 Aber der König von Aram gebot den Obersten über seine Wagen - es

waren zweiunddreißig - und sprach: Ihr sollt nicht kämpfen gegen

Geringe und Hohe, sondern allein gegen den König von Israel.

22:32 Und als die Obersten der Wagen Joschafat sahen, meinten sie, er wäre

der König von Israel, und wandten sich gegen ihn zum Kampf, aber

Joschafat schrie.

22:33 Als aber die Obersten der Wagen merkten, daß er nicht der König von

Israel war, wandten sie sich von ihm ab.

22:34 Ein Mann aber spannte den Bogen in aller Einfalt und schoß den König

von Israel zwischen Panzer und Wehrgehänge. Da sprach er zu seinem

Wagenlenker: Wende um und führe mich aus dem Kampf, denn ich bin

verwundet!

22:35 Aber der Kampf nahm immer mehr zu an demselben Tage, und der König

blieb im Wagen stehen gegenüber den Aramäern bis zum Abend, und das

Blut floß von der Wunde mitten in den Wagen. Und er starb am Abend.

22:36 Und man ließ ausrufen im Heer, als die Sonne unterging: Ein jeder

gehe in seine Stadt und in sein Land;

22:37 denn der König ist tot! Und sie gingen nach Samaria und begruben den

König in Samaria.

22:38 Und als sie den Wagen wuschen bei dem Teich Samarias, leckten die

Hunde sein Blut - und die Huren wuschen sich darin - nach dem Wort

des HERRN, das er geredet hatte.
Kap 21,19; 2. Kön 9,25-26

22:39 Was mehr von Ahab zu sagen ist und alles, was er getan hat, und das

Elfenbeinhaus, das er baute, und alle Städte, die er ausgebaut hat,

siehe, das steht geschrieben in der Chronik der Könige von Israel.

22:40 Also legte sich Ahab zu seinen Vätern, und sein Sohn Ahasja wurde

König an seiner Statt.
Reich Juda: Joschafat
(vgl. 2. Chr 20,31 - 21,1)

22:41 Und Joschafat, der Sohn Asas, wurde König über Juda im vierten Jahr

Ahabs, des Königs von Israel,
Kap 15,24

22:42 und war fünfunddreißig Jahre alt, als er König wurde; und er

regierte fünfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hieß Asuba,

eine Tochter Schilhis.

22:43 Und er wandelte in allen Wegen seines Vaters Asa und wich nicht

davon ab und tat, was dem HERRN wohlgefiel.

22:44 Doch entfernte er nicht die Höhen, und das Volk opferte und

räucherte noch auf den Höhen.
Kap 15,14; 2. Kön 12,4

22:45 Und er hatte Frieden mit dem König von Israel.

22:46 Was aber mehr von Joschafat zu sagen ist und seine tapferen Taten,

die er getan hat, und wie er Kriege geführt hat, siehe, das steht

geschrieben in der Chronik der Könige von Juda.
2. Chr 17,1 - 20,37

22:47 Auch tat er aus dem Lande, was noch übrig war an Tempelhurern, die

zur Zeit seines Vaters Asa übriggeblieben waren.
Kap 15,12

22:48 Und es war kein König in Edom; ein Statthalter war im Lande.

22:49 Und Joschafat hatte Tarsisschiffe machen lassen, die nach Ofir

fahren sollten, um Gold zu holen. Aber sie fuhren nicht, denn sie

zerschellten bei Ezjon-Geber.
Kap 9,28

22:50 Damals sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Joschafat: Laß meine Leute

mit deinen Leuten auf den Schiffen fahren! Joschafat aber wollte

nicht.

22:51 Und Joschafat legte sich zu seinen Vätern und wurde begraben bei

seinen Vätern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und sein Sohn

Joram wurde König an seiner Statt.
2. Kön 8,16
Reich Israel: Ahasja

22:52 Ahasja, der Sohn Ahabs, wurde König über Israel zu Samaria im

siebzehnten Jahr Joschafats, des Königs von Juda, und regierte über

Israel zwei Jahre.
Vers 40

22:53 Und er tat, was dem HERRN mißfiel, und wandelte in den Wegen seines

Vaters und seiner Mutter und in dem Wege Jerobeams, des Sohnes

Nebats, der Israel sündigen machte,
Kap 12,28-30

22:54 und diente dem Baal und betete ihn an und erzürnte den HERRN, den

Gott Israels, wie sein Vater tat.
Kap 16,31-33

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