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Neues Testament : N25HEBRAEER

1:1 Nachdem Gott vorzeiten vielfach und auf vielerlei Weise geredet hat

zu den Vätern durch die Propheten,

1:2 hat er in diesen letzten Tagen zu uns geredet durch den Sohn, den er

eingesetzt hat zum Erben über alles, durch den er auch die Welt

gemacht hat.
Ps 2,8; Joh 1,3; Kol 1,16

1:3 Er ist der Abglanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild seines

Wesens und trägt alle Dinge mit seinem kräftigen Wort und hat

vollbracht die Reinigung von den Sünden und hat sich gesetzt zur

Rechten der Majestät in der Höhe

Weish 7,26; 2. Kor 4,4; Kol 1,15; Kap 9,14; 9,26; Mk 16,19

1:4 und ist so viel höher geworden als die Engel, wie der Name, den er

ererbt hat, höher ist als ihr Name.
1. Petr 3,22; Phil 2,9
Der Sohn höher als die Engel

1:5 Denn zu welchem Engel hat Gott jemals gesagt (Psalm 2,7): »Du bist

mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt«? Und wiederum (2. Samuel

7,14): »Ich werde sein Vater sein, und er wird mein Sohn sein«?

1:6 Und wenn er den Erstgeborenen wieder einführt in die Welt, spricht

er (Psalm 97,7): »Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten.«

Röm 8,29

1:7 Von den Engeln spricht er zwar (Psalm 104,4): »Er macht seine Engel

zu Winden und seine Diener zu Feuerflammen«,

1:8 aber von dem Sohn (Psalm 45,7-8): »Gott, dein Thron währt von

Ewigkeit zu Ewigkeit, und das Zepter der Gerechtigkeit ist das

Zepter deines Reiches.

1:9 Du hast geliebt die Gerechtigkeit und gehaßt die Ungerechtigkeit;

darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit Freudenöl wie keinen

deinesgleichen.«

1:10 Und (Psalm 102,26-28): »Du, Herr, hast am Anfang die Erde gegründet,

und die Himmel sind deiner Hände Werk.

1:11 Sie werden vergehen, du aber bleibst. Sie werden alle veralten wie

ein Gewand;

1:12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, wie ein Gewand

werden sie gewechselt werden. Du aber bist derselbe, und deine Jahre

werden nicht aufhören.«

1:13 Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt (Psalm 110,1): »Setze

dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Füße

mache«?

1:14 Sind sie nicht allesamt dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst

um derer willen, die das Heil ererben sollen?
Ps 34,8; 91,11-12

2:1 Darum sollen wir desto mehr achten auf das Wort, das wir hören,

damit wir nicht am Ziel vorbeitreiben.

2:2 Denn wenn das Wort fest war, das durch die Engel gesagt ist, und

jede Übertretung und jeder Ungehorsam den rechten Lohn empfing,

Apg 7,53; Gal 3,19

2:3 wie wollen wir entrinnen, wenn wir ein so großes Heil nicht achten,

das seinen Anfang nahm mit der Predigt des Herrn und bei uns

bekräftigt wurde durch die, die es gehört haben?
Kap 10,29; 12,25

2:4 Und Gott hat dazu Zeugnis gegeben durch Zeichen, Wunder und

mancherlei mächtige Taten und durch die Austeilung des heiligen

Geistes nach seinem Willen.

Mk 16,20; 2. Kor 12,12; 1. Kor 12,4-11; Apg 2,1-13; 10,44-45

Die Erniedrigung und Erhöhung Christi

2:5 Denn nicht den Engeln hat er untertan gemacht die zukünftige Welt,

von der wir reden.

2:6 Es bezeugt aber einer an einer Stelle und spricht (Psalm 8,5-7):

»Was ist der Mensch, daß du seiner gedenkst, und des Menschen Sohn,

daß du auf ihn achtest?

2:7 Du hast ihn eine kleine Zeit niedriger sein lassen als die Engel;

mit Preis und Ehre hast du ihn gekrönt;

2:8 alles hast du unter seine Füße getan.« Wenn er ihm alles unter die

Füße getan hat, so hat er nichts ausgenommen, was ihm nicht untertan

wäre. Jetzt aber sehen wir noch nicht, daß ihm alles untertan ist.

2:9 Den aber, der »eine kleine Zeit niedriger gewesen ist als die

Engel«, Jesus, sehen wir durch das Leiden des Todes »gekrönt mit

Preis und Ehre«; denn durch Gottes Gnade sollte er für alle den Tod

schmecken.
Phil 2,8-9

2:10 Denn es ziemte sich für den, um dessentwillen alle Dinge sind und

durch den alle Dinge sind, daß er den, der viele Söhne zur

Herrlichkeit geführt hat, den Anfänger ihres Heils, durch Leiden

vollendete.
Kap 12,2

2:11 Denn weil sie alle von einem kommen, beide, der heiligt und die

geheiligt werden, darum schämt er sich auch nicht, sie Brüder zu

nennen,
Joh 17,19; Mk 3,34-35; Joh 20,17

2:12 und spricht (Psalm 22,23): »Ich will deinen Namen verkündigen meinen

Brüdern und mitten in der Gemeinde dir lobsingen.«

2:13 Und wiederum (Jesaja 8,17): »Ich will mein Vertrauen auf ihn

setzen«; und wiederum (Jesaja 8,18): »Siehe, hier bin ich und die

Kinder, die mir Gott gegeben hat.«

2:14 Weil nun die Kinder von Fleisch und Blut sind, hat auch er's

gleichermaßen angenommen, damit er durch seinen Tod die Macht nähme

dem, der Gewalt über den Tod hatte, nämlich dem Teufel,

2. Tim 1,10; 1. Joh 3,8

2:15 und die erlöste, die durch Furcht vor dem Tod im ganzen Leben

Knechte sein mußten.

2:16 Denn er nimmt sich nicht der Engel an, sondern der Kinder Abrahams

nimmt er sich an.

2:17 Daher mußte er in allem seinen Brüdern gleich werden, damit er

barmherzig würde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu sühnen

die Sünden des Volkes.
Phil 2,7

2:18 Denn worin er selber gelitten hat und versucht worden ist, kann er

helfen denen, die versucht werden.
Kap 4,15
Christus höher als Mose

3:1 Darum, ihr heiligen Brüder, die ihr teilhabt an der himmlischen

Berufung, schaut auf den Apostel und Hohenpriester, den wir

bekennen, Jesus,
Kap 4,14

3:2 der da treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose in Gottes

ganzem Hause.
4. Mose 12,7

3:3 Er ist aber größerer Ehre wert als Mose, so wie der Erbauer des

Hauses größere Ehre hat als das Haus.

3:4 Denn jedes Haus wird von jemandem erbaut; der aber alles erbaut hat,

das ist Gott.

3:5 Und Mose zwar war treu in Gottes ganzem Hause als Knecht, zum

Zeugnis für das, was später gesagt werden sollte,

3:6 Christus aber war treu als Sohn über Gottes Haus. Sein Haus sind

wir, wenn wir das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung festhalten.

Eph 2,19; 1. Petr 2,5
Die verwirkte Gottesruhe

3:7 Darum, wie der heilige Geist spricht (Psalm 95,7-11): »Heute, wenn

ihr seine Stimme hören werdet,
Kap 4,7

3:8 so verstockt eure Herzen nicht, wie es geschah bei der Verbitterung

am Tage der Versuchung in der Wüste,
2. Mose 17,7; 4. Mose 20,2-5

3:9 wo mich eure Väter versuchten und prüften und hatten doch meine

Werke gesehen vierzig Jahre lang.

3:10 Darum wurde ich zornig über dieses Geschlecht und sprach: Immer

irren sie im Herzen! Aber sie verstanden meine Wege nicht,

3:11 so daß ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe

kommen.«
Kap 4,3; 4. Mose 14,21-23

3:12 Seht zu, liebe Brüder, daß keiner unter euch ein böses, ungläubiges

Herz habe, das abfällt von dem lebendigen Gott;

3:13 sondern ermahnt euch selbst alle Tage, solange es »heute« heißt,

daß nicht jemand unter euch verstockt werde durch den Betrug der

Sünde.
1. Thess 5,11

3:14 Denn wir haben an Christus Anteil bekommen, wenn wir die Zuversicht

vom Anfang bis zum Ende festhalten.
Kap 6,11

3:15 Wenn es heißt: »Heute, wenn ihr seine Stimme hören werdet, so

verstockt eure Herzen nicht, wie es bei der Verbitterung geschah« -

3:16 wer hat sie denn gehört und sich verbittert? Waren's nicht alle, die

von Ägypten auszogen mit Mose?

3:17 Und über wen war Gott zornig vierzig Jahre lang? War's nicht über

die, die sündigten und deren Leiber in der Wüste zerfielen?

4. Mose 14,29; 1. Kor 10,10

3:18 Wem aber schwor er, daß sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten,

wenn nicht den Ungehorsamen?

3:19 Und wir sehen, daß sie nicht dahin kommen konnten wegen des

Unglaubens.
Die verheißene Gottesruhe

4:1 So laßt uns nun mit Furcht darauf achten, daß keiner von euch etwa

zurückbleibe, solange die Verheißung noch besteht, daß wir zu seiner

Ruhe kommen.

4:2 Denn es ist auch uns verkündigt wie jenen. Aber das Wort der Predigt

half jenen nichts, weil sie nicht glaubten, als sie es hörten.

4:3 Denn wir, die wir glauben, gehen ein in die Ruhe, wie er gesprochen

hat (Psalm 95,11): »Ich schwor in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu

meiner Ruhe kommen.« Nun waren ja die Werke von Anbeginn der Welt

fertig;
Kap 3,11

4:4 denn so hat er an einer andern Stelle gesprochen vom siebenten Tag

(1. Mose 2,2): »Und Gott ruhte am siebenten Tag von allen seinen

Werken.«

4:5 Doch an dieser Stelle wiederum: »Sie sollen nicht zu meiner Ruhe

kommen.«

4:6 Da es nun bestehen bleibt, daß einige zu dieser Ruhe kommen sollen,

und die, denen es zuerst verkündigt ist, nicht dahin gekommen sind

wegen des Ungehorsams,

4:7 bestimmt er abermals einen Tag, ein »Heute«, und spricht nach so

langer Zeit durch David, wie eben gesagt: »Heute, wenn ihr seine

Stimme hören werdet, so verstockt eure Herzen nicht.«

Kap 3,7

4:8 Denn wenn Josua sie zur Ruhe geführt hätte, würde Gott nicht danach

von einem andern Tag geredet haben.
5. Mose 31,7; Jos 22,4

4:9 Es ist also noch eine Ruhe vorhanden für das Volk Gottes.

4:10 Denn wer zu Gottes Ruhe gekommen ist, der ruht auch von seinen

Werken so wie Gott von den seinen.
Offb 14,13

4:11 So laßt uns nun bemüht sein, zu dieser Ruhe zu kommen, damit nicht

jemand zu Fall komme durch den gleichen Ungehorsam.

Kap 3,16-19

4:12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und kräftig und schärfer als

jedes zweischneidige Schwert, und dringt durch, bis es scheidet

Seele und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der

Gedanken und Sinne des Herzens.
Offb 2,12; Jer 23,29

4:13 Und kein Geschöpf ist vor ihm verborgen, sondern es ist alles bloß

und aufgedeckt vor den Augen Gottes, dem wir Rechenschaft geben

müssen.
Christus der wahre Hohepriester

4:14 Weil wir denn einen großen Hohenpriester haben, Jesus, den Sohn

Gottes, der die Himmel durchschritten hat, so laßt uns festhalten

an dem Bekenntnis.
Kap 3,1; 9,11-12; Kap 10,23

4:15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht könnte mit

leiden mit unserer Schwachheit, sondern der versucht worden ist in

allem wie wir, doch ohne Sünde.
Kap 2,18; Joh 8,46

4:16 Darum laßt uns hinzutreten mit Zuversicht zu dem Thron der Gnade,

damit wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden zu der Zeit,

wenn wir Hilfe nötig haben.
Röm 3,25; 5,2

5:1 Denn jeder Hohepriester, der von den Menschen genommen wird, der

wird eingesetzt für die Menschen zum Dienst vor Gott, damit er Gaben

und Opfer darbringe für die Sünden.

5:2 Er kann mitfühlen mit denen, die unwissend sind und irren, weil er

auch selber Schwachheit an sich trägt.

5:3 Darum muß er, wie für das Volk, so auch für sich selbst opfern für

die Sünden.
3. Mose 9,7

5:4 Und niemand nimmt sich selbst die hohepriesterliche Würde, sondern

er wird von Gott berufen wie auch Aaron.
2. Mose 28,1

5:5 So hat auch Christus sich nicht selbst die Ehre beigelegt,

Hoherpriester zu werden, sondern der, der zu ihm gesagt hat (Psalm

2,7): »Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt.«

5:6 Wie er auch an anderer Stelle spricht (Psalm 110,4): »Du bist ein

Priester in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«

Kap 6,20

5:7 Und er hat in den Tagen seines irdischen Lebens Bitten und Flehen

mit lautem Schreien und mit Tränen dem dargebracht, der ihn vom Tod

erretten konnte; und er ist auch erhört worden, weil er Gott in

Ehren hielt.
Mt 26,39-46

5:8 So hat er, obwohl er Gottes Sohn war, doch an dem, was er litt,

Gehorsam gelernt.
Phil 2,8

5:9 Und als er vollendet war, ist er für alle, die ihm gehorsam sind,

der Urheber des ewigen Heils geworden,

5:10 genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.

Kap 7,1-28
Das Festhalten an der Verheißung

5:11 Darüber hätten wir noch viel zu sagen; aber es ist schwer, weil ihr

so harthörig geworden seid.

5:12 Und ihr, die ihr längst Lehrer sein solltet, habt es wieder nötig,

daß man euch die Anfangsgründe der göttlichen Worte lehre, und daß

man euch Milch gebe und nicht feste Speise.
1. Kor 3,1-3; 1. Petr 2,2

5:13 Denn wem man noch Milch geben muß, der ist unerfahren in dem Wort

der Gerechtigkeit, denn er ist ein kleines Kind.
Eph 4,14

5:14 Feste Speise aber ist für die Vollkommenen, die durch den Gebrauch

geübte Sinne haben und Gutes und Böses unterscheiden können.

6:1 Darum wollen wir jetzt lassen, was am Anfang über Christus zu lehren

ist, und uns zum Vollkommenen wenden; wir wollen nicht abermals den

Grund legen mit der Umkehr von den toten Werken, mit dem Glauben an

Gott,

6:2 mit der Lehre vom Taufen, vom Händeauflegen, von der Auferstehung

der Toten und vom ewigen Gericht.
6:3 Das wollen wir tun, wenn Gott es zuläßt.

6:4 Denn es ist unmöglich, die, die einmal erleuchtet worden sind und

geschmeckt haben die himmlische Gabe und Anteil bekommen haben am

heiligen Geist und geschmeckt haben
(4-6) Kap 10,26-29; 2. Petr 2,20

6:5 das gute Wort Gottes und die Kräfte der zukünftigen Welt

6:6 und dann doch abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Buße, da sie

für sich selbst den Sohn Gottes abermals kreuzigen und zum Spott

machen.

6:7 Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft auf sie fällt, und

nützliche Frucht trägt denen, die sie bebauen, empfängt Segen von

Gott.

6:8 Wenn sie aber Dornen und Disteln trägt, bringt sie keinen Nutzen und

ist dem Fluch nahe, so daß man sie zuletzt abbrennt.

6:9 Obwohl wir aber so reden, ihr Lieben, sind wir doch überzeugt, daß

es besser mit euch steht und ihr gerettet werdet.

6:10 Denn Gott ist nicht ungerecht, daß er vergäße euer Werk und die

Liebe, die ihr seinem Namen erwiesen habt, indem ihr den Heiligen

dientet und noch dient.
Kap 10,32-34

6:11 Wir wünschen aber, daß jeder von euch denselben Eifer beweise, die

Hoffnung festzuhalten bis ans Ende,
Kap 3,14; Phil 1,6

6:12 damit ihr nicht träge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch

Glauben und Geduld die Verheißungen ererben.

6:13 Denn als Gott dem Abraham die Verheißung gab, schwor er bei sich

selbst, da er bei keinem Größeren schwören konnte,

6:14 und sprach (1. Mose 22,16-17): »Wahrlich, ich will dich segnen und

mehren.«

6:15 Und so wartete Abraham in Geduld und erlangte die Verheißung.

6:16 Die Menschen schwören ja bei einem Größeren, als sie selbst sind;

und der Eid dient ihnen zur Bekräftigung und macht aller Widerrede

ein Ende.
2. Mose 22,10

6:17 Darum hat Gott, als er den Erben der Verheißung noch kräftiger

beweisen wollte, daß sein Ratschluß nicht wankt, sich noch mit einem

Eid verbürgt.

6:18 So sollten wir durch zwei Zusagen, die nicht wanken - denn es ist

unmöglich, daß Gott lügt -, einen starken Trost haben, die wir unsre

Zuflucht dazu genommen haben, festzuhalten an der angebotenen

Hoffnung.

6:19 Diese haben wir als einen sicheren und festen Anker unsrer Seele,

der auch hineinreicht bis in das Innere hinter dem Vorhang.

3. Mose 16,2; 16,12

6:20 Dahinein ist der Vorläufer für uns gegangen, Jesus, der ein

Hoherpriester geworden ist in Ewigkeit nach der Ordnung

Melchisedeks.
Kap 5,6

Christus, der Hohepriester nach der Ordnung Melchisedeks

7:1 Dieser Melchisedek aber war König von Salem, Priester Gottes des

Höchsten; er ging Abraham entgegen, als der vom Sieg über die Könige

zurückkam, und segnete ihn;
(1 und 2) 1. Mose 14,18-20

7:2 ihm gab Abraham auch den Zehnten von allem. Erstens heißt er

übersetzt: König der Gerechtigkeit; dann aber auch: König von Salem,

das ist: König des Friedens.

7:3 Er ist ohne Vater, ohne Mutter, ohne Stammbaum, und hat weder Anfang

der Tage noch Ende des Lebens. So gleicht er dem Sohn Gottes und

bleibt Priester in Ewigkeit.
Joh 7,27

7:4 Seht aber, wie groß der ist, dem auch Abraham, der Erzvater, den

Zehnten gab von der eroberten Beute.

7:5 Zwar haben auch die von den Söhnen Levis, die das Priestertum

empfangen, nach dem Gesetz das Recht, den Zehnten zu nehmen vom

Volk, also von ihren eigenen Brüdern, obwohl auch diese von Abraham

abstammen.
4. Mose 18,21

7:6 Der aber, der nicht von ihrem Stamm war, der nahm den Zehnten von

Abraham und segnete den, der die Verheißungen hatte.

7:7 Nun ist aber unwidersprochen, daß das Geringere vom Höheren gesegnet

wird.

7:8 Und hier nehmen den Zehnten sterbliche Menschen, dort aber einer,

dem bezeugt wird, daß er lebt.

7:9 Und sozusagen ist auch Levi, der doch selbst den Zehnten nimmt, in

Abraham mit dem Zehnten belegt worden.

7:10 Denn er sollte seinem Stammvater ja erst noch geboren werden, als

Melchisedek diesem entgegenging.

7:11 Wäre nun die Vollendung durch das levitische Priestertum gekommen -

denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen -, wozu war es

dann noch nötig, einen andern als Priester nach der Ordnung

Melchisedeks einzusetzen, anstatt einen nach der Ordnung Aarons zu

benennen?

7:12 Denn wenn das Priestertum verändert wird, dann muß auch das Gesetz

verändert werden.

7:13 Denn der, von dem das gesagt wird, der ist von einem andern Stamm,

von dem nie einer am Altar gedient hat.

7:14 Denn es ist ja offenbar, daß unser Herr aus Juda hervorgegangen

ist, zu welchem Stamm Mose nichts gesagt hat vom Priestertum.

1. Mose 49,10; Mt 1,1-3

7:15 Und noch klarer ist es, wenn, in gleicher Weise wie Melchisedek, ein

anderer als Priester eingesetzt wird,

7:16 der es nicht geworden ist nach dem Gesetz äußerlicher Gebote,

sondern nach der Kraft unzerstörbaren Lebens.

7:17 Denn es wird bezeugt (Psalm 110,4): »Du bist ein Priester in

Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.«
Kap 5,6

7:18 Denn damit wird das frühere Gebot aufgehoben - weil es zu schwach

und nutzlos war;

7:19 denn das Gesetz konnte nichts zur Vollendung bringen -, und

eingeführt wird eine bessere Hoffnung, durch die wir uns zu Gott

nahen.

7:20 Und das geschah nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid Priester

geworden,

7:21 dieser aber durch den Eid dessen, der zu ihm spricht (Psalm 110,4):

»Der Herr hat geschworen, und es wird ihn nicht gereuen: Du bist ein

Priester in Ewigkeit.«

7:22 So ist Jesus Bürge eines viel besseren Bundes geworden.

Kap 8,6; 12,24

7:23 Auch sind es viele, die Priester wurden, weil der Tod keinen bleiben

ließ;

7:24 dieser aber hat, weil er ewig bleibt, ein unvergängliches

Priestertum.

7:25 Daher kann er auch für immer selig machen, die durch ihn zu Gott

kommen; denn er lebt für immer und bittet für sie.

Röm 8,34; 1. Joh 2,1

7:26 Denn einen solchen Hohenpriester mußten wir auch haben, der heilig,

unschuldig, unbefleckt, von den Sündern geschieden und höher ist als

der Himmel.

7:27 Er hat es nicht nötig, wie jene Hohenpriester, täglich zuerst für

die eigenen Sünden Opfer darzubringen und dann für die des Volkes;

denn das hat er ein für allemal getan, als er sich selbst opferte.

3. Mose 9,7; 16,6; 16,15

7:28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die Schwachheit an

sich haben; dies Wort des Eides aber, das erst nach dem Gesetz

gesagt worden ist, setzt den Sohn ein, der ewig und vollkommen ist.

Der Mittler des neuen Bundes

8:1 Das ist nun die Hauptsache bei dem, wovon wir reden: Wir haben einen

solchen Hohenpriester, der da sitzt zur Rechten des Thrones der

Majestät im Himmel
Kap 4,14

8:2 und ist ein Diener am Heiligtum und an der wahren Stiftshütte, die

Gott aufgerichtet hat und nicht ein Mensch.

8:3 Denn jeder Hohepriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer

darzubringen. Darum muß auch dieser etwas haben, was er opfern kann.

8:4 Wenn er nun auf Erden wäre, so wäre er nicht Priester, weil da schon

solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.

8:5 Sie dienen aber nur dem Abbild und Schatten des Himmlischen, wie

die göttliche Weisung an Mose erging, als er die Stiftshütte

errichten sollte (2. Mose 25,40): »Sieh zu«, sprach er, »daß du

alles machst nach dem Bilde, das dir auf dem Berge gezeigt worden

ist.«
Kol 2,17

8:6 Nun aber hat er ein höheres Amt empfangen, wie er ja auch der

Mittler eines besseren Bundes ist, der auf bessere Verheißungen

gegründet ist.
Kap 7,22

8:7 Denn wenn der erste Bund untadelig gewesen wäre, würde nicht Raum

für einen andern gesucht.

8:8 Denn Gott tadelt sie und sagt (Jeremia 31,31-34): »Siehe, es kommen

Tage, spricht der Herr, da will ich mit dem Haus Israel und mit dem

Haus Juda einen neuen Bund schließen,
Kap 10,16-17

8:9 nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vätern schloß an

dem Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu

führen. Denn sie sind nicht geblieben in meinem Bund; darum habe ich

auch nicht mehr auf sie geachtet, spricht der Herr.

2. Mose 19,5-6

8:10 Denn das ist der Bund, den ich schließen will mit dem Haus Israel

nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz geben in

ihren Sinn, und in ihr Herz will ich es schreiben und will ihr Gott

sein, und sie sollen mein Volk sein.

8:11 Und es wird keiner seinen Mitbürger lehren oder seinen Bruder und

sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie werden mich alle kennen von dem

Kleinsten an bis zu dem Größten.

8:12 Denn ich will gnädig sein ihrer Ungerechtigkeit, und ihrer Sünden

will ich nicht mehr gedenken.«

8:13 Indem er sagt: »einen neuen Bund«, erklärt er den ersten für

veraltet. Was aber veraltet und überlebt ist, das ist seinem Ende

nahe.
Röm 10,4
Das einmalige Opfer Christi

9:1 Es hatte zwar auch der erste Bund seine Satzungen für den

Gottesdienst und sein irdisches Heiligtum.

9:2 Denn es war da aufgerichtet die Stiftshütte: der vordere Teil, worin

der Leuchter war und der Tisch und die Schaubrote, und er heißt

das Heilige;
2. Mose 25,31; 2. Mose 25,23; 2. Mose 25,30

9:3 hinter dem zweiten Vorhang aber war der Teil der Stiftshütte, der

das Allerheiligste heißt.
2. Mose 26,33

9:4 Darin waren das goldene Räuchergefäß und die Bundeslade, ganz mit

Gold überzogen; in ihr waren der goldene Krug mit dem Himmelsbrot

und der Stab Aarons, der gegrünt hatte, und die Tafeln des Bundes.

(4 und 5) 2. Mose 16,33; 25,10-22; 4. Mose 17,23-25

9:5 Oben darüber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die

überschatteten den Gnadenthron. Von diesen Dingen ist jetzt nicht im

einzelnen zu reden.

9:6 Da dies alles so eingerichtet war, gingen die Priester allezeit in

den vorderen Teil der Stiftshütte und richteten den Gottesdienst

aus.
4. Mose 18,3-4

9:7 In den andern Teil aber ging nur einmal im Jahr allein der

Hohepriester, und das nicht ohne Blut, das er opferte für die

unwissentlich begangenen Sünden, die eigenen und die des Volkes.

2. Mose 30,10; 3. Mose 16,2; 16,14-15

9:8 Damit macht der heilige Geist deutlich, daß der Weg ins Heilige

noch nicht offenbart sei, solange der vordere Teil der Stiftshütte

noch bestehe;
Kap 10,20

9:9 der ist ein Gleichnis für die gegenwärtige Zeit: es werden da Gaben

und Opfer dargebracht, die nicht im Gewissen vollkommen machen

können den, der den Gottesdienst ausrichtet.
Kap 7,19; 10,1-2

9:10 Dies sind nur äußerliche Satzungen über Speise und Trank und

verschiedene Waschungen, die bis zu der Zeit einer besseren Ordnung

auferlegt sind.
3. Mose 11,1-47; 4. Mose 19,1-22

9:11 Christus aber ist gekommen als ein Hoherpriester der zukünftigen

Güter durch die größere und vollkommenere Stiftshütte, die nicht mit

Händen gemacht ist, das ist: die nicht von dieser Schöpfung ist.

9:12 Er ist auch nicht durch das Blut von Böcken oder Kälbern, sondern

durch sein eigenes Blut ein für allemal in das Heiligtum eingegangen

und hat eine ewige Erlösung erworben.

9:13 Denn wenn schon das Blut von Böcken und Stieren und die Asche von

der Kuh durch Besprengung die Unreinen heiligt, so daß sie äußerlich

rein sind,
4. Mose 19,2; 19,9; 19,17

9:14 um wieviel mehr wird dann das Blut Christi, der sich selbst als

Opfer ohne Fehl durch den ewigen Geist Gott dargebracht hat, unser

Gewissen reinigen von den toten Werken, zu dienen dem lebendigen

Gott!
1. Petr 1,18-19; 1. Joh 1,7; Offb 1,5; Kap 1,3

9:15 Und darum ist er auch der Mittler des neuen Bundes, damit durch

seinen Tod, der geschehen ist zur Erlösung von den Übertretungen

unter dem ersten Bund, die Berufenen das verheißene ewige Erbe

empfangen.
Kap 12,24; 1. Tim 2,5

9:16 Denn wo ein Testament ist, da muß der Tod dessen geschehen sein,

der das Testament gemacht hat.

Das griechische Wort für »Testament« und »Bund« ist das gleiche.

9:17 Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist noch

nicht in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat.

9:18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet.

9:19 Denn als Mose alle Gebote gemäß dem Gesetz allem Volk gesagt hatte,

nahm er das Blut von Kälbern und Böcken mit Wasser und

Scharlachwolle und Ysop und besprengte das Buch und alles Volk

4. Mose 19,6

9:20 und sprach (2. Mose 24,8): »Das ist das Blut des Bundes, den Gott

euch geboten hat.«

9:21 Und die Stiftshütte und alle Geräte für den Gottesdienst besprengte

er desgleichen mit Blut.
3. Mose 8,15

9:22 Und es wird fast alles mit Blut gereinigt nach dem Gesetz, und ohne

Blutvergießen geschieht keine Vergebung.
3. Mose 17,11

9:23 So also mußten die Abbilder der himmlischen Dinge gereinigt werden;

die himmlischen Dinge selbst aber müssen bessere Opfer haben als

jene.

9:24 Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heiligtum, das mit Händen

gemacht und nur ein Abbild des wahren Heiligtums ist, sondern in den

Himmel selbst, um jetzt für uns vor dem Angesicht Gottes zu

erscheinen;
Kap 7,25; 1. Joh 2,1

9:25 auch nicht, um sich oftmals zu opfern, wie der Hohepriester alle

Jahre mit fremdem Blut in das Heiligtum geht;

9:26 sonst hätte er oft leiden müssen vom Anfang der Welt an. Nun aber,

am Ende der Welt, ist er ein für allemal erschienen, durch sein

eigenes Opfer die Sünde aufzuheben.
1. Kor 10,11; Gal 4,4; Kap 1,3

9:27 Und wie den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, danach aber

das Gericht:
1. Mose 3,19

9:28 so ist auch Christus einmal geopfert worden, die Sünden vieler

wegzunehmen; zum zweiten Mal wird er nicht der Sünde wegen

erscheinen, sondern denen, die auf ihn warten, zum Heil.

Kap 10,10; 10,12; 10,14

10:1 Denn das Gesetz hat nur einen Schatten von den zukünftigen Gütern,

nicht das Wesen der Güter selbst. Deshalb kann es die, die opfern,

nicht für immer vollkommen machen, da man alle Jahre die gleichen

Opfer bringen muß.
Kap 8,5

10:2 Hätte nicht sonst das Opfern aufgehört, wenn die, die den

Gottesdienst ausrichten, ein für allemal rein geworden wären und

sich kein Gewissen mehr gemacht hätten über ihre Sünden?

10:3 Vielmehr geschieht dadurch alle Jahre nur eine Erinnerung an die

Sünden.
3. Mose 16,34

10:4 Denn es ist unmöglich, durch das Blut von Stieren und Böcken Sünden

wegzunehmen.

10:5 Darum spricht er, wenn er in die Welt kommt (Psalm 40,7-9): »Opfer

und Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir

geschaffen.

10:6 Brandopfer und Sündopfer gefallen dir nicht.

10:7 Da sprach ich: Siehe, ich komme - im Buch steht von mir

geschrieben -, daß ich tue, Gott, deinen Willen.«

10:8 Zuerst hatte er gesagt: »Opfer und Gaben, Brandopfer und Sündopfer

hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht«, obwohl sie doch

nach dem Gesetz geopfert werden.

10:9 Dann aber sprach er: »Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen.« Da

hebt er das erste auf, damit er das zweite einsetze.

10:10 Nach diesem Willen sind wir geheiligt ein für allemal durch das

Opfer des Leibes Jesu Christi.
Joh 17,19

10:11 Und jeder Priester steht Tag für Tag da und versieht seinen Dienst

und bringt oftmals die gleichen Opfer dar, die doch niemals die

Sünden wegnehmen können.
2. Mose 29,38

10:12 Dieser aber hat ein Opfer für die Sünden dargebracht, und sitzt nun

für immer zur Rechten Gottes

10:13 und wartet hinfort, bis seine Feinde zum Schemel seiner Füße

gemacht werden.
Ps 110,1

10:14 Denn mit EINEM Opfer hat er für immer die vollendet, die geheiligt

werden.

10:15 Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist. Denn nachdem der Herr

gesagt hat (Jeremia 31,33-34):

10:16 »Das ist der Bund, den ich mit ihnen schließen will nach diesen

Tagen«, spricht er: »Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben und in

ihren Sinn will ich es schreiben,
Kap 8,10

10:17 und ihrer Sünden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr

gedenken.«

10:18 Wo aber Vergebung der Sünden ist, da geschieht kein Opfer mehr für

die Sünde.
Kap 8,12
Das Bekenntnis der Hoffnung

10:19 Weil wir denn nun, liebe Brüder, durch das Blut Jesu die Freiheit

haben zum Eingang in das Heiligtum,
Mt 27,51; Röm 5,2

10:20 den er uns aufgetan hat als neuen und lebendigen Weg durch den

Vorhang, das ist: durch das Opfer seines Leibes,
Kap 9,8

10:21 und haben einen Hohenpriester über das Haus Gottes,

10:22 so laßt uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen in vollkommenem

Glauben, besprengt in unsern Herzen und los von dem bösen Gewissen

und gewaschen am Leib mit reinem Wasser.
Kap 4,16; Eph 5,26; 1. Petr 3,21

10:23 Laßt uns festhalten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht

wanken; denn er ist treu, der sie verheißen hat;
Kap 4,14

10:24 und laßt uns aufeinander achthaben und uns anreizen zur Liebe und zu

guten Werken

10:25 und nicht verlassen unsre Versammlungen, wie einige zu tun pflegen,

sondern einander ermahnen, und das um so mehr, als ihr seht, daß

sich der Tag naht.
Kap 3,13; Röm 13,11-12

10:26 Denn wenn wir mutwillig sündigen, nachdem wir die Erkenntnis der

Wahrheit empfangen haben, haben wir hinfort kein andres Opfer mehr

für die Sünden,
(26-29) Kap 6,4-8; 4. Mose 15,30

10:27 sondern nichts als ein schreckliches Warten auf das Gericht und das

gierige Feuer, das die Widersacher verzehren wird.

10:28 Wenn jemand das Gesetz des Mose bricht, muß er sterben ohne

Erbarmen auf zwei oder drei Zeugen hin.
5. Mose 17,6

10:29 Eine wieviel härtere Strafe, meint ihr, wird der verdienen, der den

Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes für unrein hält,

durch das er doch geheiligt wurde, und den Geist der Gnade schmäht?

Kap 2,3; 12,25

10:30 Denn wir kennen den, der gesagt hat (5. Mose 32,35-36): »Die Rache

ist mein, ich will vergelten«, und wiederum: »Der Herr wird sein

Volk richten.«

10:31 Schrecklich ist's, in die Hände des lebendigen Gottes zu fallen.

Kap 12,29

10:32 Gedenkt aber der früheren Tage, an denen ihr, nachdem ihr

erleuchtet wart, erduldet habt einen großen Kampf des Leidens,

Kap 6,4

10:33 indem ihr zum Teil selbst durch Schmähungen und Bedrängnisse zum

Schauspiel geworden seid, zum Teil Gemeinschaft hattet mit denen,

welchen es so erging.
1. Kor 4,9

10:34 Denn ihr habt mit den Gefangenen gelitten und den Raub eurer Güter

mit Freuden erduldet, weil ihr wißt, daß ihr eine bessere und

bleibende Habe besitzt.
Mt 6,20; 19,21; 19,29

10:35 Darum werft euer Vertrauen nicht weg, welches eine große Belohnung

hat.

10:36 Geduld aber habt ihr nötig, damit ihr den Willen Gottes tut und das

Verheißene empfangt.
Lk 21,19; Jak 5,7

10:37 Denn »nur noch eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen

soll, und wird nicht lange ausbleiben.

10:38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben. Wenn er aber

zurückweicht, hat meine Seele kein Gefallen an ihm« (Habakuk 2,3-4).

Röm 1,17

10:39 Wir aber sind nicht von denen, die zurückweichen und verdammt

werden, sondern von denen, die glauben und die Seele erretten.

1. Thess 3,3
Der Glaubensweg im alten Bund

11:1 Es ist aber der Glaube eine feste Zuversicht auf das, was man hofft,

und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht.

2. Kor 5,7

11:2 Durch diesen Glauben haben die Vorfahren Gottes Zeugnis empfangen.

11:3 Durch den Glauben erkennen wir, daß die Welt durch Gottes Wort

geschaffen ist, so daß alles, was man sieht, aus nichts geworden

ist.
1. Mose 1,1-2; 1,4; 2. Makk 7,28

11:4 Durch den Glauben hat Abel Gott ein besseres Opfer dargebracht als

Kain; deshalb wurde ihm bezeugt, daß er gerecht sei, da Gott selbst

es über seinen Gaben bezeugte; und durch den Glauben redet er noch,

obwohl er gestorben ist.
1. Mose 4,3-4

11:5 Durch den Glauben wurde Henoch entrückt, damit er den Tod nicht

sehe, und wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrückt hatte;

denn vor seiner Entrückung ist ihm bezeugt worden, daß er Gott

gefallen habe.
1. Mose 5,24

11:6 Aber ohne Glauben ist's unmöglich, Gott zu gefallen; denn wer zu

Gott kommen will, der muß glauben, daß er ist und daß er denen, die

ihn suchen, ihren Lohn gibt.

11:7 Durch den Glauben hat Noah Gott geehrt und die Arche gebaut zur

Rettung seines Hauses, als er ein göttliches Wort empfing über das,

was man noch nicht sah; durch den Glauben sprach er der Welt das

Urteil und hat ererbt die Gerechtigkeit, die durch den Glauben

kommt.
1. Mose 6,8-9; 6,13-22

11:8 Durch den Glauben wurde Abraham gehorsam, als er berufen wurde, in

ein Land zu ziehen, das er erben sollte; und er zog aus und wußte

nicht, wo er hinkäme.
(8-12) 1. Mose 12,1 - 21,7

11:9 Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheißenen

Lande wie in einem fremden und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob,

den Miterben derselben Verheißung.

11:10 Denn er wartete auf die Stadt, die einen festen Grund hat, deren

Baumeister und Schöpfer Gott ist.

11:11 Durch den Glauben empfing auch Sara, die unfruchtbar war, Kraft,

Nachkommen hervorzubringen trotz ihres Alters; denn sie hielt den

für treu, der es verheißen hatte.

11:12 Darum sind auch von dem einen, dessen Kraft schon erstorben war, so

viele gezeugt worden wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am

Ufer des Meeres, der unzählbar ist.

11:13 Diese alle sind gestorben im Glauben und haben das Verheißene nicht

erlangt, sondern es nur von ferne gesehen und gegrüßt und haben

bekannt, daß sie Gäste und Fremdlinge auf Erden sind.

1. Mose 23,4; 47,9; 1. Chr 29,15

11:14 Wenn sie aber solches sagen, geben sie zu verstehen, daß sie ein

Vaterland suchen.

11:15 Und wenn sie das Land gemeint hätten, von dem sie ausgezogen waren,

hätten sie ja Zeit gehabt, wieder umzukehren.

11:16 Nun aber sehnen sie sich nach einem besseren Vaterland, nämlich dem

himmlischen. Darum schämt sich Gott ihrer nicht, ihr Gott zu heißen;

denn er hat ihnen eine Stadt gebaut.

11:17 Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, als er versucht wurde,

und gab den einzigen Sohn dahin, als er schon die Verheißung

empfangen hatte
1. Mose 22,1-19; Jak 2,21

11:18 und ihm gesagt worden war (1. Mose 21,12): »Was von Isaak stammt,

soll dein Geschlecht genannt werden.«

11:19 Er dachte: Gott kann auch von den Toten erwecken; deshalb bekam er

ihn auch als Gleichnis dafür wieder.

11:20 Durch den Glauben segnete Isaak den Jakob und den Esau im Blick auf

die zukünftigen Dinge.
(20-22) 1. Mose 27,1-40; 48,1-20; 50,24-26

11:21 Durch den Glauben segnete Jakob, als er starb, die beiden Söhne

Josefs und neigte sich anbetend über die Spitze seines Stabes.

1. Mose 47,31

11:22 Durch den Glauben redete Josef, als er starb, vom Auszug der

Israeliten und befahl, was mit seinen Gebeinen geschehen solle.

11:23 Durch den Glauben wurde Mose, als er geboren war, drei Monate

verborgen von seinen Eltern, weil sie sahen, daß er ein schönes Kind

war; und sie fürchteten sich nicht vor des Königs Gebot.

(23-29) 2. Mose 2,1-15; 12,21-23; 14,13-31

11:24 Durch den Glauben wollte Mose, als er groß geworden war, nicht mehr

als Sohn der Tochter des Pharao gelten,

11:25 sondern wollte viel lieber mit dem Volk Gottes zusammen mißhandelt

werden, als eine Zeitlang den Genuß der Sünde haben,

11:26 und hielt die Schmach Christi für größeren Reichtum als die Schätze

Ägyptens; denn er sah auf die Belohnung.

11:27 Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn

des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er

ihn.

11:28 Durch den Glauben hielt er das Passa und das Besprengen mit Blut,

damit der Verderber ihre Erstgeburten nicht anrühre.

11:29 Durch den Glauben gingen sie durchs Rote Meer wie über trockenes

Land; das versuchten die Ägypter auch und ertranken.

11:30 Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, als Israel sieben

Tage um sie herumgezogen war.
(30 und 31) Jos 2,1-24; 6,1-25

11:31 Durch den Glauben kam die Hure Rahab nicht mit den Ungehorsamen um,

weil sie die Kundschafter freundlich aufgenommen hatte.

Jak 2,25

11:32 Und was soll ich noch mehr sagen? Die Zeit würde mir zu kurz, wenn

ich erzählen sollte von Gideon und Barak und Simson und Jeftah und

David und Samuel und den Propheten.

(32-34) Ri 6,11 - 8,32; 4,4-24; 13,1 - 16,31; 11,1 - 12,7

1. Sam 17,12-54; Dan 6,2-28

11:33 Diese haben durch den Glauben Königreiche bezwungen, Gerechtigkeit

geübt, Verheißungen erlangt, Löwen den Rachen gestopft,

11:34 des Feuers Kraft ausgelöscht, sind der Schärfe des Schwerts

entronnen, aus der Schwachheit zu Kräften gekommen, sind stark

geworden im Kampf und haben fremde Heere in die Flucht geschlagen.

11:35 Frauen haben ihre Toten durch Auferstehung wiederbekommen. Andere

aber sind gemartert worden und haben die Freilassung nicht

angenommen, damit sie die Auferstehung, die besser ist, erlangten.

1. Kön 17,17-24; 2. Kön 4,8-37; 2. Makk 6,18-31; 7,1-42

11:36 Andere haben Spott und Geißelung erlitten, dazu Fesseln und

Gefängnis.
1. Kön 22,27; Jer 20,1-3; 37,11-16

11:37 Sie sind gesteinigt, zersägt, durchs Schwert getötet worden; sie

sind umhergezogen in Schafpelzen und Ziegenfellen; sie haben Mangel,

Bedrängnis, Mißhandlung erduldet.
2. Chr 24,21

11:38 Sie, deren die Welt nicht wert war, sind umhergeirrt in Wüsten, auf

Bergen, in Höhlen und Erdlöchern.

11:39 Diese alle haben durch den Glauben Gottes Zeugnis empfangen und

doch nicht erlangt, was verheißen war,
Vers 4-5

11:40 weil Gott etwas Besseres für uns vorgesehen hat; denn sie sollten

nicht ohne uns vollendet werden.
Der Glaubensweg der Christen

12:1 Darum auch wir: Weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben,

laßt uns ablegen alles, was uns beschwert, und die Sünde, die uns

ständig umstrickt, und laßt uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der

uns bestimmt ist,
1. Kor 9,24

12:2 und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens, der,

obwohl er hätte Freude haben können, das Kreuz erduldete und die

Schande geringachtete und sich gesetzt hat zur Rechten des Thrones

Gottes.
Kap 5,8-9; Phil 2,8; 2,10

12:3 Gedenkt an den, der soviel Widerspruch gegen sich von den Sündern

erduldet hat, damit ihr nicht matt werdet und den Mut nicht sinken

laßt.
Mt 26,67; Lk 2,34

12:4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf gegen die

Sünde

12:5 und habt bereits den Trost vergessen, der zu euch redet wie zu

seinen Kindern (Sprüche 3,11-12): »Mein Sohn, achte nicht gering die

Erziehung des Herrn und verzage nicht, wenn du von ihm gestraft

wirst.

12:6 Denn wen der Herr liebhat, den züchtigt er, und er schlägt jeden

Sohn, den er annimmt.«
Offb 3,19

12:7 Es dient zu eurer Erziehung, wenn ihr dulden müßt. Wie mit seinen

Kindern geht Gott mit euch um; denn wo ist ein Sohn, den der Vater

nicht züchtigt?

12:8 Seid ihr aber ohne Züchtigung, die doch alle erfahren haben, so seid

ihr Ausgestoßene und nicht Kinder.

12:9 Wenn unsre leiblichen Väter uns gezüchtigt haben und wir sie doch

geachtet haben, sollten wir uns dann nicht viel mehr unterordnen dem

geistlichen Vater, damit wir leben?

12:10 Denn jene haben uns gezüchtigt für wenige Tage nach ihrem Gutdünken,

dieser aber tut es zu unserm Besten, damit wir an seiner Heiligkeit

Anteil erlangen.

12:11 Jede Züchtigung aber, wenn sie da ist, scheint uns nicht Freude,

sondern Leid zu sein; danach aber bringt sie als Frucht denen, die

dadurch geübt sind, Frieden und Gerechtigkeit.
2. Kor 4,17-18

12:12 Darum stärkt die müden Hände und die wankenden Knie

Jes 35,3

12:13 und macht sichere Schritte mit euren Füßen, damit nicht jemand

strauchle wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.

Spr 4,26-27

12:14 Jagt dem Frieden nach mit jedermann und der Heiligung, ohne die

niemand den Herrn sehen wird,
Röm 12,18; 2. Tim 2,22

12:15 und seht darauf, daß nicht jemand Gottes Gnade versäume; daß nicht

etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte und viele

durch sie unrein werden;
5. Mose 29,17

12:16 daß nicht jemand sei ein Abtrünniger oder Gottloser wie Esau, der

um der einen Speise willen seine Erstgeburt verkaufte.

1. Mose 25,33-34

12:17 Ihr wißt ja, daß er hernach, als er den Segen ererben wollte,

verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Buße, obwohl er sie

mit Tränen suchte.
1. Mose 27,30-40

12:18 Denn ihr seid nicht gekommen zu dem Berg, den man anrühren konnte

und der mit Feuer brannte, und nicht in Dunkelheit und Finsternis

und Ungewitter
2. Mose 19,12; 19,16; 19,18; 5. Mose 4,11

12:19 und nicht zum Schall der Posaune und zum Ertönen der Worte, bei

denen die Hörer baten, daß ihnen keine Worte mehr gesagt würden;

2. Mose 20,19

12:20 denn sie konnten's nicht ertragen, was da gesagt wurde (2. Mose

19,13): »Und auch wenn ein Tier den Berg anrührt, soll es gesteinigt

werden.«

12:21 Und so schrecklich war die Erscheinung, daß Mose sprach (5. Mose

9,19): »Ich bin erschrocken und zittere.«

12:22 Sondern ihr seid gekommen zu dem Berg Zion und zu der Stadt des

lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu den vielen

tausend Engeln, und zu der Versammlung

Gal 4,26; Eph 2,6; Phil 3,20; Offb 21,2; Offb 5,11

12:23 und Gemeinde der Erstgeborenen, die im Himmel aufgeschrieben sind,

und zu Gott, dem Richter über alle, und zu den Geistern der

vollendeten Gerechten
Lk 10,20

12:24 und zu dem Mittler des neuen Bundes, Jesus, und zu dem Blut der

Besprengung, das besser redet als Abels Blut.
Kap 9,15; 1. Mose 4,10

12:25 Seht zu, daß ihr den nicht abweist, der da redet. Denn wenn jene

nicht entronnen sind, die den abwiesen, der auf Erden redete,

wieviel weniger werden wir entrinnen, wenn wir den abweisen, der vom

Himmel redet.
Kap 2,2; 10,28-29

12:26 Seine Stimme hat zu jener Zeit die Erde erschüttert, jetzt aber

verheißt er und spricht (Haggai 2,6): »Noch einmal will ich

erschüttern nicht allein die Erde, sondern auch den Himmel.«

12:27 Dieses »Noch einmal« aber zeigt an, daß das, was erschüttert werden

kann, weil es geschaffen ist, verwandelt werden soll, damit allein

das bleibe, was nicht erschüttert werden kann.

12:28 Darum, weil wir ein unerschütterliches Reich empfangen, laßt uns

dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm

gefällt;

12:29 denn unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.

Kap 10,31; 5. Mose 4,24
Letzte Ermahnungen
13:1 Bleibt fest in der brüderlichen Liebe.
Joh 13,34; 2. Petr 1,7

13:2 Gastfrei zu sein vergeßt nicht; denn dadurch haben einige ohne ihr

Wissen Engel beherbergt.

Röm 12,13; 1. Petr 4,9; 3. Joh 1,5-8; 1. Mose 18,2-3; 19,2-3

13:3 Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr Mitgefangene, und an die

Mißhandelten, weil ihr auch noch im Leibe lebt.
Mt 25,36

13:4 Die Ehe soll in Ehren gehalten werden bei allen und das Ehebett

unbefleckt; denn die Unzüchtigen und die Ehebrecher wird Gott

richten.

13:5 Seid nicht geldgierig, und laßt euch genügen an dem, was da ist.

Denn der Herr hat gesagt (Josua 1,5): »Ich will dich nicht verlassen

und nicht von dir weichen.«
1. Tim 6,6

13:6 So können auch wir getrost sagen (Psalm 118,6): »Der Herr ist mein

Helfer, ich will mich nicht fürchten; was kann mir ein Mensch tun?«

13:7 Gedenkt an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; ihr

Ende schaut an und folgt ihrem Glauben nach.

13:8 Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.

Jes 41,4; 1. Kor 3,11; Offb 1,17-18; 22,13

13:9 Laßt euch nicht durch mancherlei und fremde Lehren umtreiben, denn

es ist ein köstlich Ding, daß das Herz fest werde, welches

geschieht durch Gnade, nicht durch Speisegebote, von denen keinen

Nutzen haben, die damit umgehen.
Eph 4,14; 2. Kor 1,21; Röm 14,17; 1. Tim 4,8

13:10 Wir haben einen Altar, von dem zu essen kein Recht haben, die der

Stiftshütte dienen.

13:11 Denn die Leiber der Tiere, deren Blut durch den Hohenpriester als

Sündopfer in das Heilige getragen wird, werden außerhalb des Lagers

verbrannt.
3. Mose 16,27

13:12 Darum hat auch Jesus, damit er das Volk heilige durch sein eigenes

Blut, gelitten draußen vor dem Tor.
Mt 21,39; Joh 19,17

13:13 So laßt uns nun zu ihm hinausgehen aus dem Lager und seine Schmach

tragen.
Kap 11,26; 12,2

13:14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige

suchen wir.
Kap 11,10; 12,22

13:15 So laßt uns nun durch ihn Gott allezeit das Lobopfer darbringen,

das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.

Ps 50,14; 50,23; Hos 14,3

13:16 Gutes zu tun und mit andern zu teilen, vergeßt nicht; denn solche

Opfer gefallen Gott.

13:17 Gehorcht euren Lehrern und folgt ihnen, denn sie wachen über eure

Seelen - und dafür müssen sie Rechenschaft geben -, damit sie das

mit Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das wäre nicht gut für

euch.
1. Thess 5,12; Hes 3,17-19

13:18 Betet für uns. Unser Trost ist, daß wir ein gutes Gewissen haben,

und wir wollen in allen Dingen ein ordentliches Leben führen.

Röm 15,30; 2. Kor 1,11-12

13:19 Um so mehr aber ermahne ich euch, dies zu tun, damit ich euch

möglichst bald wiedergegeben werde.
Segenswunsch und Grüße

13:20 Der Gott des Friedens aber, der den großen Hirten der Schafe,

unsern Herrn Jesus, von den Toten heraufgeführt hat durch das Blut

des ewigen Bundes,
Joh 10,11; 1. Petr 2,25

13:21 der mache euch tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und

schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus, welchem sei

Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.

13:22 Ich ermahne euch aber, liebe Brüder, nehmt dies Wort der Ermahnung

an; ich habe euch ja nur kurz geschrieben.

13:23 Wißt, daß unser Bruder Timotheus wieder frei ist; mit ihm will ich

euch, wenn er bald kommt, besuchen.

13:24 Grüßt alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es grüßen euch die Brüder

aus Italien.
13:25 Die Gnade sei mit euch allen!

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