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Neues Testament : N08KORINT2

1:1 Paulus, ein Apostel Christi Jesu durch den Willen Gottes, und

Timotheus, unser Bruder, an die Gemeinde Gottes in Korinth samt

allen Heiligen in ganz Achaja:
1. Kor 1,1

1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn

Jesus Christus!
Dank für Gottes Trost in Trübsal

1:3 Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der Vater

der Barmherzigkeit und Gott allen Trostes,
Röm 15,5

1:4 der uns tröstet in aller unserer Trübsal, damit wir auch trösten

können, die in allerlei Trübsal sind, mit dem Trost, mit dem wir

selber getröstet werden von Gott.

1:5 Denn wie die Leiden Christi reichlich über uns kommen, so werden

wir auch reichlich getröstet durch Christus.
Ps 34,20; Röm 8,17; Ps 94,19

1:6 Haben wir aber Trübsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil.

Haben wir Trost, so geschieht es zu eurem Trost, der sich wirksam

erweist, wenn ihr mit Geduld dieselben Leiden ertragt, die auch wir

leiden.
Kap 4,8-11; 4,15

1:7 Und unsre Hoffnung steht fest für euch, weil wir wissen: wie ihr an

den Leiden teilhabt, so werdet ihr auch am Trost teilhaben.

1:8 Denn wir wollen euch, liebe Brüder, nicht verschweigen die

Bedrängnis, die uns in der Provinz Asien widerfahren ist, wo wir

über die Maßen beschwert waren und über unsere Kraft, so daß wir

auch am Leben verzagten
Apg 19,23-40; 1. Kor 15,32

1:9 und es bei uns selbst für beschlossen hielten, wir müßten sterben.

Das geschah aber, damit wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst

setzten, sondern auf Gott, der die Toten auferweckt,

1:10 der uns aus solcher Todesnot errettet hat und erretten wird. Auf ihn

hoffen wir, er werde uns auch hinfort erretten.

1:11 Dazu helft auch ihr durch eure Fürbitte für uns, damit unsertwegen

für die Gabe, die uns gegeben ist, durch viele Personen viel Dank

dargebracht werde.
Phil 1,19
Gegen den Vorwurf der Unwahrhaftigkeit

1:12 Denn dies ist unser Ruhm: das Zeugnis unseres Gewissens, daß wir in

Einfalt und göttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit,

sondern in der Gnade Gottes unser Leben in der Welt geführt haben,

und das vor allem bei euch.
Kap 2,17; Hebr 13,18; 1. Kor 1,17

1:13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr lest und auch

versteht. Ich hoffe aber, ihr werdet es noch völlig verstehen,

1:14 wie ihr uns zum Teil auch schon verstanden habt, nämlich, daß wir

euer Ruhm sind, wie auch ihr unser Ruhm seid am Tage unseres Herrn

Jesus.
Kap 5,12; Phil 2,16

1:15 Und in solchem Vertrauen wollte ich zunächst zu euch kommen, damit

ihr abermals eine Wohltat empfinget.

1:16 Von euch aus wollte ich nach Mazedonien reisen, aus Mazedonien

wieder zu euch kommen und mich von euch geleiten lassen nach Judäa.

1. Kor 16,5-6

1:17 Bin ich etwa leichtfertig gewesen, als ich dies wollte? Oder ist

mein Vorhaben fleischlich, so daß das Ja Ja bei mir auch ein Nein

Nein ist?

1:18 Gott ist mein Zeuge, daß unser Wort an euch nicht Ja und Nein

zugleich ist.

1:19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns

gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der

war nicht Ja und Nein, sondern es war Ja in ihm.
Apg 18,5

1:20 Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen

wir auch durch ihn das Amen, Gott zum Lobe.
Offb 3,14

1:21 Gott ist's aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns

gesalbt
1. Joh 2,27

1:22 und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist

gegeben hat.
Eph 1,13; Kap 5,5; Röm 8,16

1:23 Ich rufe aber Gott zum Zeugen an bei meiner Seele, daß ich euch

schonen wollte und darum nicht wieder nach Korinth gekommen bin.

1:24 Nicht daß wir Herren wären über euren Glauben, sondern wir sind

Gehilfen eurer Freude; denn ihr steht im Glauben.
Kap 4,5; 1. Petr 5,3

2:1 Ich hatte aber dies bei mir beschlossen, daß ich nicht abermals in

Traurigkeit zu euch käme.
Kap 12,21; 1. Kor 4,21

2:2 Denn wenn ich euch traurig mache, wer soll mich dann fröhlich

machen? Doch nur der, der von mir betrübt wird.

2:3 Und eben dies habe ich geschrieben, damit ich nicht, wenn ich komme,

über die traurig sein müßte, über die ich mich freuen sollte. Habe

ich doch zu euch allen das Vertrauen, daß meine Freude euer aller

Freude ist.

2:4 Denn ich schrieb euch aus großer Trübsal und Angst des Herzens unter

vielen Tränen; nicht, damit ihr betrübt werden sollt, sondern damit

ihr die Liebe erkennt, die ich habe besonders zu euch.

Vergebung für ein bestraftes Gemeindeglied

2:5 Wenn aber jemand Betrübnis angerichtet hat, der hat nicht mich

betrübt, sondern zum Teil - damit ich nicht zuviel sage - euch alle.

2:6 Es ist aber genug, daß derselbe von den meisten gestraft ist,

2:7 so daß ihr nun ihm desto mehr vergeben und ihn trösten sollt, damit

er nicht in allzu große Traurigkeit versinkt.

2:8 Darum ermahne ich euch, daß ihr ihm Liebe erweist.

2:9 Denn darum habe ich auch geschrieben, um eure Bewährung zu erkennen,

ob ihr gehorsam seid in allen Stücken.

2:10 Wem aber ihr etwas vergebt, dem vergebe ich auch. Denn auch ich

habe, wenn ich etwas zu vergeben hatte, es vergeben um euretwillen

vor Christi Angesicht,
Joh 20,23

2:11 damit wir nicht übervorteilt werden vom Satan; denn uns ist wohl

bewußt, was er im Sinn hat.
Lk 22,31; 1. Petr 5,8

Die Verkündigung des Evangeliums als Siegeszug Christi

2:12 Als ich aber nach Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und

mir eine Tür aufgetan war in dem Herrn,
Apg 14,27; 1. Kor 16,9

2:13 da hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, weil ich Titus, meinen

Bruder, nicht fand; sondern ich nahm Abschied von ihnen und fuhr

nach Mazedonien.
Kap 7,6; Apg 20,1

2:14 Gott aber sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christus und

offenbart den Wohlgeruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten!

2:15 Denn wir sind für Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die

gerettet werden, und unter denen, die verloren werden:

1. Kor 1,18

2:16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des

Lebens zum Leben. Wer aber ist dazu tüchtig?
Lk 2,34; Kap 3,5

2:17 Wir sind ja nicht wie die vielen, die mit dem Wort Gottes Geschäfte

machen; sondern wie man aus Lauterkeit und aus Gott reden muß, so

reden wir vor Gott in Christus.
Kap 1,12; 4,2; 1. Petr 4,11
Die Herrlichkeit des Dienstes im neuen Bund

3:1 Fangen wir denn abermals an, uns selbst zu empfehlen? Oder brauchen

wir, wie gewisse Leute, Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?

Kap 5,12

3:2 Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, erkannt und gelesen

von allen Menschen!
1. Kor 9,2

3:3 Ist doch offenbar geworden, daß ihr ein Brief Christi seid, durch

unsern Dienst zubereitet, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit

dem Geist des lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln,

sondern auf fleischerne Tafeln, nämlich eure Herzen.

2. Mose 24,12

3:4 Solches Vertrauen aber haben wir durch Christus zu Gott.

3:5 Nicht daß wir tüchtig sind von uns selber, uns etwas zuzurechnen als

von uns selber; sondern daß wir tüchtig sind, ist von Gott,

Kap 2,16

3:6 der uns auch tüchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, nicht

des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe tötet,

aber der Geist macht lebendig.
Jer 31,31; 1. Kor 11,25; Röm 7,6; Joh 6,63

3:7 Wenn aber schon das Amt, das den Tod bringt und das mit Buchstaben

in Stein gehauen war, Herrlichkeit hatte, so daß die Israeliten das

Angesicht des Mose nicht ansehen konnten wegen der Herrlichkeit auf

seinem Angesicht, die doch aufhörte,
(7-13) 2. Mose 34,29-35

3:8 wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Herrlichkeit

haben?
Gal 3,2; 3,5

3:9 Denn wenn das Amt, das zur Verdammnis führt, Herrlichkeit hatte,

wieviel mehr hat das Amt, das zur Gerechtigkeit führt,

überschwengliche Herrlichkeit.
Röm 1,17; 3,21

3:10 Ja, jene Herrlichkeit ist nicht für Herrlichkeit zu achten gegenüber

dieser überschwenglichen Herrlichkeit.

3:11 Denn wenn das Herrlichkeit hatte, was aufhört, wieviel mehr wird das

Herrlichkeit haben, was bleibt.

3:12 Weil wir nun solche Hoffnung haben, sind wir voll großer Zuversicht

3:13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke vor sein Angesicht hängte,

damit die Israeliten nicht sehen konnten das Ende der Herrlichkeit,

die aufhört.

3:14 Aber ihre Sinne wurden verstockt. Denn bis auf den heutigen Tag

bleibt diese Decke unaufgedeckt über dem Alten Testament, wenn sie

es lesen, weil sie nur in Christus abgetan wird.
Apg 28,27; Röm 11,25

3:15 Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hängt die

Decke vor ihrem Herzen.

3:16 Wenn Israel aber sich bekehrt zu dem Herrn, so wird die Decke

abgetan.
Röm 11,23; 11,26; 2. Mose 34,34

3:17 Der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da ist

Freiheit.

3:18 Nun aber schauen wir alle mit aufgedecktem Angesicht die

Herrlichkeit des Herrn wie in einem Spiegel, und wir werden verklärt

in sein Bild von einer Herrlichkeit zur andern von dem Herrn, der

der Geist ist.
Kap 4,6
Das Licht des Evangeliums im Amt des Apostels

4:1 Darum, weil wir dieses Amt haben nach der Barmherzigkeit, die uns

widerfahren ist, werden wir nicht müde,
Kap 3,6; 1. Kor 7,25

4:2 sondern wir meiden schändliche Heimlichkeit und gehen nicht mit

List um, fälschen auch nicht Gottes Wort, sondern durch Offenbarung

der Wahrheit empfehlen wir uns dem Gewissen aller Menschen vor Gott.

Kap 2,17; 1. Thess 2,5

4:3 Ist nun aber unser Evangelium verdeckt, so ist's denen verdeckt,

die verloren werden,
1. Kor 1,18

4:4 den Ungläubigen, denen der Gott dieser Welt den Sinn verblendet hat,

daß sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der

Herrlichkeit Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.

Hebr 1,3

4:5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, daß er

der Herr ist, wir aber eure Knechte um Jesu willen.

Kap 1,24

4:6 Denn Gott, der sprach: Licht soll aus der Finsternis

hervorleuchten, der hat einen hellen Schein in unsre Herzen

gegeben, daß durch uns entstünde die Erleuchtung zur Erkenntnis der

Herrlichkeit Gottes in dem Angesicht Jesu Christi.

1. Mose 1,3; Kap 3,18
Leidensgemeinschaft mit Christus

4:7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefäßen, damit die

überschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.

(7-10) 1. Kor 4,11-13; Kap 11,23-27

4:8 Wir sind von allen Seiten bedrängt, aber wir ängstigen uns nicht.

Uns ist bange, aber wir verzagen nicht.

4:9 Wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen. Wir werden

unterdrückt, aber wir kommen nicht um.

4:10 Wir tragen allezeit das Sterben Jesu an unserm Leibe, damit auch

das Leben Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
1. Kor 15,31; Gal 6,17

4:11 Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu

willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm

sterblichen Fleisch.
Röm 8,36; Phil 3,21

4:12 So ist nun der Tod mächtig in uns, aber das Leben in euch.

4:13 Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, wie geschrieben

steht (Psalm 116,10): »Ich glaube, darum rede ich«, so glauben wir

auch, darum reden wir auch;

4:14 denn wir wissen, daß der, der den Herrn Jesus auferweckt hat, wird

uns auch auferwecken mit Jesus und wird uns vor sich stellen samt

euch.
1. Kor 6,14

4:15 Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die überschwengliche

Gnade durch die Danksagung vieler noch reicher werde zur Ehre

Gottes.
Kap 1,6; 1,11

4:16 Darum werden wir nicht müde; sondern wenn auch unser äußerer Mensch

verfällt, so wird doch der innere von Tag zu Tag erneuert.

Eph 3,16

4:17 Denn unsre Trübsal, die zeitlich und leicht ist, schafft eine ewige

und über alle Maßen gewichtige Herrlichkeit,
Röm 8,17-18; 1. Petr 1,6

4:18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das

Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber

unsichtbar ist, das ist ewig.
Hebr 11,1
Sehnsucht nach der himmlischen Heimat

5:1 Denn wir wissen: wenn unser irdisches Haus, diese Hütte,

abgebrochen wird, so haben wir einen Bau, von Gott erbaut, ein Haus,

nicht mit Händen gemacht, das ewig ist im Himmel.
2. Petr 1,14

5:2 Denn darum seufzen wir auch und sehnen uns danach, daß wir mit

unserer Behausung, die vom Himmel ist, überkleidet werden,

5:3 weil wir dann bekleidet und nicht nackt befunden werden.

5:4 Denn solange wir in dieser Hütte sind, seufzen wir und sind

beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern überkleidet

werden wollen, damit das Sterbliche verschlungen werde von dem

Leben.
1. Kor 15,51-53

5:5 Der uns aber dazu bereitet hat, das ist Gott, der uns als

Unterpfand den Geist gegeben hat.
Kap 1,22; Röm 8,16; 8,23; Eph 1,13-14

5:6 So sind wir denn allezeit getrost und wissen: solange wir im Leibe

wohnen, weilen wir fern von dem Herrn;
Hebr 11,13

5:7 denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.

Röm 8,24; 1. Petr 1,8

5:8 Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, den Leib zu verlassen

und daheim zu sein bei dem Herrn.
Phil 1,23

5:9 Darum setzen wir auch unsre Ehre darein, ob wir daheim sind oder in

der Fremde, daß wir ihm wohlgefallen.

5:10 Denn wir müssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi,

damit jeder seinen Lohn empfange für das, was er getan hat bei

Lebzeiten, es sei gut oder böse.
Apg 17,31; Röm 2,16; 14,10; Joh 5,29; Eph 6,8
Botschafter der Versöhnung

5:11 Weil wir nun wissen, daß der Herr zu fürchten ist, suchen wir

Menschen zu gewinnen; aber vor Gott sind wir offenbar. Ich hoffe

aber, daß wir auch vor eurem Gewissen offenbar sind.

5:12 Damit empfehlen wir uns nicht abermals bei euch, sondern geben euch

Anlaß, euch unser zu rühmen, damit ihr antworten könnt denen, die

sich des Äußeren rühmen und nicht des Herzens.
Kap 3,1; 10,12

5:13 Denn wenn wir außer uns waren, so war es für Gott; sind wir aber

besonnen, so sind wir's für euch.

5:14 Denn die Liebe Christi drängt uns, zumal wir überzeugt sind, daß,

wenn einer für alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben.

5:15 Und er ist darum für alle gestorben, damit, die da leben, hinfort

nicht sich selbst leben, sondern dem, der für sie gestorben und

auferstanden ist.
Röm 14,7-8

5:16 Darum kennen wir von nun an niemanden mehr nach dem Fleisch; und

auch wenn wir Christus gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir

ihn doch jetzt so nicht mehr.

5:17 Darum: Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das

Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden.
Röm 8,10; Gal 2,20; 6,15; Offb 21,5

5:18 Aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat durch

Christus und uns das Amt gegeben, das die Versöhnung predigt.

Röm 5,10

5:19 Denn Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber und

rechnete ihnen ihre Sünden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet

das Wort von der Versöhnung.
Röm 3,24-25; Kol 1,19-20

5:20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, denn Gott ermahnt

durch uns; so bitten wir nun an Christi Statt: Laßt euch versöhnen

mit Gott!
Lk 10,16

5:21 Denn er hat den, der von keiner Sünde wußte, für uns zur Sünde

gemacht, damit wir in ihm die Gerechtigkeit würden, die vor Gott

gilt.

Joh 8,46; Jes 53,4-6; Gal 3,13; Röm 1,17; 1. Kor 1,30

Die Bewährung des Apostels in seinem Dienst

6:1 Als Mitarbeiter aber ermahnen wir euch, daß ihr die Gnade Gottes

nicht vergeblich empfangt.
Kap 1,24

6:2 Denn er spricht (Jesaja 49,8): »Ich habe dich zur Zeit der Gnade

erhört und habe dir am Tage des Heils geholfen.« Siehe, jetzt ist

die Zeit der Gnade, siehe, jetzt ist der Tag des Heils!

Lk 4,19; 4,21

6:3 Und wir geben in nichts irgendeinen Anstoß, damit unser Amt nicht

verlästert werde;

6:4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in großer

Geduld, in Trübsalen, in Nöten, in Ängsten,

6:5 in Schlägen, in Gefängnissen, in Verfolgungen, in Mühen, im Wachen,

im Fasten,
Kap 11,23-27; 1. Kor 4,11-13

6:6 in Lauterkeit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im

heiligen Geist, in ungefärbter Liebe,
1. Tim 4,12

6:7 in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, mit den Waffen der

Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken,
Kap 4,2; 1. Kor 2,4; Eph 6,14-17

6:8 in Ehre und Schande; in bösen Gerüchten und guten Gerüchten, als

Verführer und doch wahrhaftig;

6:9 als die Unbekannten, und doch bekannt; als die Sterbenden, und

siehe, wir leben; als die Gezüchtigten, und doch nicht getötet;

Kap 4,10-11; Ps 118,18; Apg 14,19

6:10 als die Traurigen, aber allezeit fröhlich; als die Armen, aber die

doch viele reich machen; als die nichts haben, und doch alles haben.

Phil 4,12-13

Werbung um die Gemeinde und Warnung vor Götzendienst

6:11 O ihr Korinther, unser Mund hat sich euch gegenüber aufgetan, unser

Herz ist weit geworden.

6:12 Eng ist nicht der Raum, den ihr in uns habt; eng aber ist's in euren

Herzen.

6:13 Ich rede mit euch als mit meinen Kindern; stellt euch doch zu mir

auch so, und macht auch ihr euer Herz weit.
1. Kor 4,14

6:14 Zieht nicht am fremden Joch mit den Ungläubigen. Denn was hat die

Gerechtigkeit zu schaffen mit der Ungerechtigkeit? Was hat das

Licht für Gemeinschaft mit der Finsternis?
Eph 5,11

6:15 Wie stimmt Christus überein mit Beliar? Oder was für ein Teil hat

der Gläubige mit dem Ungläubigen?

6:16 Was hat der Tempel Gottes gemein mit den Götzen? Wir aber sind der

Tempel des lebendigen Gottes; wie denn Gott spricht (3. Mose

26,11-12; Hesekiel 37,27): »Ich will unter ihnen wohnen und wandeln

und will ihr Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.«

1. Kor 3,16

6:17 Darum »geht aus von ihnen und sondert euch ab«, spricht der Herr;

»und rührt nichts Unreines an, so will ich euch annehmen

Offb 18,4

6:18 und euer Vater sein, und ihr sollt meine Söhne und Töchter sein«,

spricht der allmächtige Herr (Jesaja 52,11; Hesekiel 20,41; 2.

Samuel 7,14).
Jes 43,6; Hos 2,1

7:1 Weil wir nun solche Verheißungen haben, meine Lieben, so laßt uns

von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und

die Heiligung vollenden in der Furcht Gottes.

7:2 Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemand Unrecht getan, wir

haben niemand verletzt, wir haben niemand übervorteilt.

Kap 12,17; Apg 20,33

7:3 Nicht sage ich das, um euch zu verurteilen; denn ich habe schon

zuvor gesagt, daß ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und

mitzuleben.
Kap 6,11-13; Röm 6,8

7:4 Ich rede mit großer Zuversicht zu euch; ich rühme viel von euch; ich

bin erfüllt mit Trost; ich habe überschwengliche Freude in aller

unsrer Bedrängnis.
Die Freude des Paulus über die Reue der Gemeinde

7:5 Denn als wir nach Mazedonien kamen, fanden wir keine Ruhe; sondern

von allen Seiten waren wir bedrängt, von außen mit Streit, von

innen mit Furcht.
Apg 20,1-2; Kap 4,8

7:6 Aber Gott, der die Geringen tröstet, der tröstete uns durch die

Ankunft des Titus;
Kap 2,13

7:7 nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost,

mit dem er bei euch getröstet worden war. Er berichtete uns von

eurem Verlangen, eurem Weinen, eurem Eifer für mich, so daß ich mich

noch mehr freute.

7:8 Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, reut

es mich nicht. Und wenn es mich reute - ich sehe ja, daß jener Brief

euch wohl eine Weile betrübt hat -,
Kap 2,4

7:9 so freue ich mich doch jetzt nicht darüber, daß ihr betrübt worden

seid, sondern darüber, daß ihr betrübt worden seid zur Reue. Denn

ihr seid betrübt worden nach Gottes Willen, so daß ihr von uns

keinen Schaden erlitten habt.

7:10 Denn die Traurigkeit nach Gottes Willen wirkt zur Seligkeit eine

Reue, die niemanden reut; die Traurigkeit der Welt aber wirkt den

Tod.
Mt 26,75; Lk 15,17-24; Mt 27,3-5

7:11 Siehe: eben dies, daß ihr betrübt worden seid nach Gottes Willen,

welches Mühen hat das in euch gewirkt, dazu Verteidigung, Unwillen,

Furcht, Verlangen, Eifer, Bestrafung! Ihr habt in allen Stücken

bewiesen, daß ihr rein seid in dieser Sache.

7:12 Darum, wenn ich euch auch geschrieben habe, so ist's doch nicht

geschehen um dessentwillen, der beleidigt hat, auch nicht um

dessentwillen, der beleidigt worden ist, sondern damit euer Mühen

für uns offenbar werde bei euch vor Gott.

7:13 Dadurch sind wir getröstet worden. Außer diesem unserm Trost aber

haben wir uns noch überschwenglicher gefreut über die Freude des

Titus; denn sein Geist ist erquickt worden von euch allen.

7:14 Denn was ich vor ihm von euch gerühmt habe, darin bin ich nicht

zuschanden geworden; sondern wie alles wahr ist, was wir mit euch

geredet haben, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als wahr

erwiesen.

7:15 Und er ist überaus herzlich gegen euch gesinnt, wenn er an den

Gehorsam von euch allen denkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern

aufgenommen habt.

7:16 Ich freue mich, daß ich mich in allem auf euch verlassen kann.

Die Geldsammlung für die Gemeinde in Jerusalem

8:1 Wir tun euch aber kund, liebe Brüder, die Gnade Gottes, die in den

Gemeinden Mazedoniens gegeben ist.
Röm 15,26

8:2 Denn ihre Freude war überschwenglich, als sie durch viel Bedrängnis

bewährt wurden, und obwohl sie sehr arm sind, haben sie doch

reichlich gegeben in aller Einfalt.

8:3 Denn nach Kräften, das bezeuge ich, und sogar über ihre Kräfte haben

sie willig gegeben

8:4 und haben uns mit vielem Zureden gebeten, daß sie mithelfen dürften

an der Wohltat und der Gemeinschaft des Dienstes für die Heiligen;

Apg 11,29

8:5 und das nicht nur, wie wir hofften, sondern sie gaben sich selbst,

zuerst dem Herrn und danach uns, nach dem Willen Gottes.

8:6 So haben wir Titus zugeredet, daß er, wie er zuvor angefangen hatte,

nun auch diese Wohltat unter euch vollends ausrichte.

8:7 Wie ihr aber in allen Stücken reich seid, im Glauben und im Wort

und in der Erkenntnis und in allem Eifer und in der Liebe, die wir

in euch erweckt haben, so gebt auch reichlich bei dieser Wohltat.

1. Kor 1,5; 1. Kor 16,1-2

8:8 Nicht sage ich das als Befehl; sondern weil andere so eifrig sind,

prüfe ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.

8:9 Denn ihr kennt die Gnade unseres Herrn Jesus Christus: obwohl er

reich ist, wurde er doch arm um euretwillen, damit ihr durch seine

Armut reich würdet.
Mt 8,20; Phil 2,7

8:10 Und darin sage ich meine Meinung; denn das ist euch nützlich, die

ihr seit vorigem Jahr angefangen habt nicht allein mit dem Tun,

sondern auch mit dem Wollen.

8:11 Nun aber vollbringt auch das Tun, damit, wie ihr geneigt seid zu

wollen, ihr auch geneigt seid zu vollbringen nach dem Maß dessen,

was ihr habt.

8:12 Denn wenn der gute Wille da ist, so ist er willkommen nach dem, was

einer hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
Spr 3,27-28; Mk 12,43

8:13 Nicht, daß die andern gute Tage haben sollen und ihr Not leidet,

sondern daß es zu einem Ausgleich komme.

8:14 Jetzt helfe euer Überfluß ihrem Mangel ab, damit danach auch ihr

Überfluß eurem Mangel abhelfe und so ein Ausgleich geschehe,

8:15 wie geschrieben steht (2. Mose 16,18): »Wer viel sammelte, hatte

keinen Überfluß, und wer wenig sammelte, hatte keinen Mangel.«

8:16 Gott aber sei Dank, der dem Titus solchen Eifer für euch ins Herz

gegeben hat.

8:17 Denn er ließ sich gerne zureden; ja, weil er so sehr eifrig war,

ist er von selber zu euch gereist.
Vers 6; Kap 7,7; 7,15

8:18 Wir haben aber den Bruder mit ihm gesandt, dessen Lob wegen seines

Dienstes am Evangelium durch alle Gemeinden geht.
Kap 12,18

8:19 Nicht allein aber das, sondern er ist auch von den Gemeinden dazu

eingesetzt, uns zu begleiten, wenn wir diese Gabe überbringen dem

Herrn zur Ehre und zum Erweis unsres guten Willens.

Gal 2,10

8:20 So verhüten wir, daß uns jemand übel nachredet wegen dieser reichen

Gabe, die durch uns überbracht wird.

8:21 Denn wir sehen darauf, daß es redlich zugehe nicht allein vor dem

Herrn, sondern auch vor den Menschen.

8:22 Auch haben wir mit ihnen unsern Bruder gesandt, dessen Eifer wir oft

in vielen Stücken erprobt haben, nun aber ist er noch viel eifriger

aus großem Vertrauen zu euch.

8:23 Es sei nun Titus, der mein Gefährte und mein Mitarbeiter unter euch

ist, oder es seien unsere Brüder, die Abgesandte der Gemeinden sind

und eine Ehre Christi:
Kap 7,13; 12,18

8:24 erbringt den Beweis eurer Liebe und zeigt, daß wir euch zu Recht vor

ihnen gerühmt haben öffentlich vor den Gemeinden.
Kap 7,14
Der Segen der Geldsammlung

9:1 Von dem Dienst, der für die Heiligen geschieht, brauche ich euch

nicht zu schreiben.

9:2 Denn ich weiß von eurem guten Willen, den ich an euch rühme bei

denen aus Mazedonien, wenn ich sage: Achaja ist schon voriges Jahr

bereit gewesen! Und euer Beispiel hat die meisten angespornt.

Kap 8,19

9:3 Ich habe aber die Brüder gesandt, damit nicht unser Rühmen über euch

zunichte werde in diesem Stück, und damit ihr vorbereitet seid, wie

ich von euch gesagt habe,

9:4 daß nicht, wenn die aus Mazedonien mit mir kommen und euch nicht

vorbereitet finden, wir, um nicht zu sagen: ihr, zuschanden werden

mit dieser unsrer Zuversicht.

9:5 So habe ich es nun für nötig angesehen, die Brüder zu ermahnen, daß

sie voranzögen zu euch, um die von euch angekündigte Segensgabe

vorher fertigzumachen, so daß sie bereitliegt als eine Gabe des

Segens und nicht des Geizes.

9:6 Ich meine aber dies: Wer da kärglich sät, der wird auch kärglich

ernten; und wer da sät im Segen, der wird auch ernten im Segen.

Spr 11,24-25; 19,17

9:7 Ein jeder, wie er's sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit

Unwillen oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.

Röm 12,8

9:8 Gott aber kann machen, daß alle Gnade unter euch reichlich sei,

damit ihr in allen Dingen allezeit volle Genüge habt und noch reich

seid zu jedem guten Werk;

9:9 wie geschrieben steht (Psalm 112,9): »Er hat ausgestreut und den

Armen gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.«

9:10 Der aber Samen gibt dem Sämann und Brot zur Speise, der wird auch

euch Samen geben und ihn mehren und wachsen lassen die Früchte eurer

Gerechtigkeit.
Hos 10,12

9:11 So werdet ihr reich sein in allen Dingen, zu geben in aller Einfalt,

die durch uns wirkt Danksagung an Gott.

9:12 Denn der Dienst dieser Sammlung hilft nicht allein dem Mangel der

Heiligen ab, sondern wirkt auch überschwenglich darin, daß viele

Gott danken.

9:13 Denn für diesen treuen Dienst preisen sie Gott über eurem Gehorsam

im Bekenntnis zum Evangelium Christi und über der Einfalt eurer

Gemeinschaft mit ihnen und allen.

9:14 Und in ihrem Gebet für euch sehnen sie sich nach euch wegen der

überschwenglichen Gnade Gottes bei euch.

9:15 Gott aber sei Dank für seine unaussprechliche Gabe!

Verteidigung des Apostels gegen persönliche Angriffe

10:1 Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und Güte

Christi, der ich in eurer Gegenwart unterwürfig sein soll, aber

mutig, wenn ich fern von euch bin.

10:2 Ich bitte aber, daß ihr mich nicht zwingt, wenn ich bei euch bin,

mutig zu sein und die Kühnheit zu gebrauchen, mit der ich gegen

einige vorzugehen gedenke, die unsern Wandel für fleischlich halten.

Kap 13,1-2; 1. Kor 4,21

10:3 Denn obwohl wir im Fleisch leben, kämpfen wir doch nicht auf

fleischliche Weise.

10:4 Denn die Waffen unsres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern

mächtig im Dienste Gottes, Festungen zu zerstören.

Eph 6,13-17

10:5 Wir zerstören damit Gedanken und alles Hohe, das sich erhebt gegen

die Erkenntnis Gottes, und nehmen gefangen alles Denken in den

Gehorsam gegen Christus.

10:6 So sind wir bereit, zu strafen allen Ungehorsam, sobald euer

Gehorsam vollkommen geworden ist.

10:7 Seht, was vor Augen liegt! Verläßt sich jemand darauf, daß er

Christus angehört, der bedenke wiederum auch dies bei sich, daß, wie

er Christus angehört, so auch wir!

10:8 Auch wenn ich mich noch mehr der Vollmacht rühmen würde, die uns

der Herr gegeben hat, euch zu erbauen, und nicht euch zu zerstören,

so würde ich nicht zuschanden werden.
Kap 13,10; 1. Kor 5,4-5

10:9 Das sage ich aber, damit es nicht scheint, als hätte ich euch mit

den Briefen schrecken wollen.

10:10 Denn seine Briefe, sagen sie, wiegen schwer und sind stark; aber

wenn er selbst anwesend ist, ist er schwach und seine Rede kläglich.

10:11 Wer so redet, der bedenke: wie wir aus der Ferne in den Worten

unsrer Briefe sind, so werden wir, wenn wir anwesend sind, auch mit

der Tat sein.
Kap 13,2; 13,10
Der Maßstab für die Beurteilung des Apostels

10:12 Denn wir wagen nicht, uns unter die zu rechnen oder mit denen zu

vergleichen, die sich selbst empfehlen; aber weil sie sich nur an

sich selbst messen und mit sich selbst vergleichen, verstehen sie

nichts.
Kap 3,1; 5,12

10:13 Wir aber wollen uns nicht über alles Maß hinaus rühmen, sondern

nur nach dem Maß, das uns Gott zugemessen hat, nämlich daß wir auch

bis zu euch gelangen sollten.
(13-16) Röm 15,20; Röm 12,3

10:14 Denn es ist nicht so, daß wir uns zuviel anmaßen, als wären wir

nicht bis zu euch gelangt; denn wir sind ja mit dem Evangelium

Christi bis zu euch gekommen

10:15 und rühmen uns nicht über alles Maß hinaus mit dem, was andere

gearbeitet haben. Wir haben aber die Hoffnung, daß wir, wenn euer

Glaube in euch wächst, nach dem Maß, das uns zugemessen ist,

überschwenglich zu Ehren kommen.

10:16 Denn wir wollen das Evangelium auch denen predigen, die jenseits von

euch wohnen, und rühmen uns nicht mit dem, was andere nach ihrem Maß

vollbracht haben.

10:17 »Wer sich aber rühmt, der rühme sich des Herrn« (Jeremia 9,22-23).

1. Kor 1,31

10:18 Denn nicht der ist tüchtig, der sich selbst empfiehlt, sondern der,

den der Herr empfiehlt.
1. Kor 4,5
Paulus und die falschen Apostel

11:1 Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr

haltet mir's wohl zugut.

11:2 Denn ich eifere um euch mit göttlichem Eifer; denn ich habe euch

verlobt mit einem einzigen Mann, damit ich Christus eine reine

Jungfrau zuführte.
Eph 5,26-27

11:3 Ich fürchte aber, daß, wie die Schlange Eva verführte mit ihrer

List, so auch eure Gedanken abgewendet werden von der Einfalt und

Lauterkeit gegenüber Christus.
1. Mose 3,4; 3,13

11:4 Denn wenn einer zu euch kommt und einen andern Jesus predigt, den

wir nicht gepredigt haben, oder ihr einen andern Geist empfangt, den

ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht

angenommen habt, so ertragt ihr das recht gern!
Gal 1,8-9

11:5 Ich meine doch, ich sei nicht weniger als die Überapostel.

Kap 12,11

11:6 Und wenn ich schon ungeschickt bin in der Rede, so bin ich's doch

nicht in der Erkenntnis; sondern in jeder Weise und vor allen haben

wir sie bei euch kundgetan.
1. Kor 2,1-2; 2,13; Eph 3,4

11:7 Oder habe ich gesündigt, als ich mich erniedrigt habe, damit ihr

erhöht würdet? Denn ich habe euch das Evangelium Gottes ohne

Entgelt verkündigt.
Kap 12,13; Mt 10,8; 1. Kor 9,12-18

11:8 Andere Gemeinden habe ich beraubt und Geld von ihnen genommen, um

euch dienen zu können.
Phil 4,10; 4,15

11:9 Und als ich bei euch war und Mangel hatte, fiel ich niemandem zur

Last. Denn meinem Mangel halfen die Brüder ab, die aus Mazedonien

kamen. So bin ich euch in keiner Weise zur Last gefallen und will es

auch weiterhin so halten.

11:10 So gewiß die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm im

Gebiet von Achaja nicht verwehrt werden.

11:11 Warum das? Weil ich euch nicht liebhabe? Gott weiß es.

11:12 Was ich aber tue, das will ich auch weiterhin tun und denen den

Anlaß nehmen, die einen Anlaß suchen, sich zu rühmen, sie seien wie

wir.

11:13 Denn solche sind falsche Apostel, betrügerische Arbeiter und

verstellen sich als Apostel Christi.
Kap 2,17

11:14 Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellt

sich als Engel des Lichts.

11:15 Darum ist es nichts Großes, wenn sich auch seine Diener verstellen

als Diener der Gerechtigkeit; deren Ende wird sein nach ihren

Werken.
Die Leiden und Mühen des Apostels

11:16 Ich sage abermals: niemand halte mich für töricht; wenn aber doch,

so nehmt mich an als einen Törichten, damit auch ich mich ein wenig

rühme.
Kap 12,6

11:17 Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gemäß, sondern wie

in Torheit, weil wir so ins Rühmen gekommen sind.

11:18 Da viele sich rühmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rühmen.

11:19 Denn ihr ertragt gerne die Narren, ihr, die ihr klug seid!

1. Kor 4,10

11:20 Ihr ertragt es, wenn euch jemand knechtet, wenn euch jemand

ausnützt, wenn euch jemand gefangennimmt, wenn euch jemand

erniedrigt, wenn euch jemand ins Gesicht schlägt.

11:21 Zu meiner Schande muß ich sagen, dazu waren wir zu schwach! Wo einer

kühn ist - ich rede in Torheit -, da bin ich auch kühn.

11:22 Sie sind Hebräer - ich auch! Sie sind Israeliten - ich auch! Sie

sind Abrahams Kinder - ich auch!
Phil 3,5

11:23 Sie sind Diener Christi - ich rede töricht: ich bin's weit mehr!

Ich habe mehr gearbeitet, ich bin öfter gefangen gewesen, ich habe

mehr Schläge erlitten, ich bin oft in Todesnöten gewesen.

1. Kor 15,10; Kap 6,4-5

11:24 Von den Juden habe ich fünfmal erhalten vierzig Geißelhiebe weniger

einen;
5. Mose 25,3

11:25 ich bin dreimal mit Stöcken geschlagen, einmal gesteinigt worden;

dreimal habe ich Schiffbruch erlitten, einen Tag und eine Nacht

trieb ich auf dem tiefen Meer.
Apg 16,22; Apg 14,19

11:26 Ich bin oft gereist, ich bin in Gefahr gewesen durch Flüsse, in

Gefahr unter Räubern, in Gefahr unter Juden, in Gefahr unter Heiden,

in Gefahr in Städten, in Gefahr in Wüsten, in Gefahr auf dem Meer,

in Gefahr unter falschen Brüdern;

11:27 in Mühe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel

Fasten, in Frost und Blöße;
Kap 6,5

11:28 und außer all dem noch das, was täglich auf mich einstürmt, und die

Sorge für alle Gemeinden.
Apg 20,18-21; 20,31

11:29 Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird zu Fall

gebracht, und ich brenne nicht?

11:30 Wenn ich mich denn rühmen soll, will ich mich meiner Schwachheit

rühmen.
Kap 12,5

11:31 Gott, der Vater des Herrn Jesus, der gelobt sei in Ewigkeit, weiß,

daß ich nicht lüge.

11:32 In Damaskus bewachte der Statthalter des Königs Aretas die Stadt der

Damaszener und wollte mich gefangennehmen,

11:33 und ich wurde in einem Korb durch ein Fenster die Mauer

hinuntergelassen und entrann seinen Händen.
Apg 9,24-25

Die Offenbarungen des Herrn und die Schwachheit des Apostels

12:1 Gerühmt muß werden; wenn es auch nichts nützt, so will ich doch

kommen auf die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn.

12:2 Ich kenne einen Menschen in Christus; vor vierzehn Jahren - ist er

im Leib gewesen? ich weiß es nicht; oder ist er außer dem Leib

gewesen? ich weiß es auch nicht; Gott weiß es -, da wurde derselbe

entrückt bis in den dritten Himmel.

12:3 Und ich kenne denselben Menschen - ob er im Leib oder außer dem Leib

gewesen ist, weiß ich nicht; Gott weiß es -,

12:4 der wurde entrückt in das Paradies und hörte unaussprechliche Worte,

die kein Mensch sagen kann.

12:5 Für denselben will ich mich rühmen; für mich selbst aber will ich

mich nicht rühmen, außer meiner Schwachheit.
Kap 11,30

12:6 Und wenn ich mich rühmen wollte, wäre ich nicht töricht; denn ich

würde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, damit nicht

jemand mich höher achte, als er an mir sieht oder von mir hört.

Kap 10,8

12:7 Und damit ich mich wegen der hohen Offenbarungen nicht überhebe, ist

mir gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nämlich des Satans Engel, der

mich mit Fäusten schlagen soll, damit ich mich nicht überhebe.

12:8 Seinetwegen habe ich dreimal zum Herrn gefleht, daß er von mir

weiche.

12:9 Und er hat zu mir gesagt: Laß dir an meiner Gnade genügen; denn

meine Kraft ist in den Schwachen mächtig. Darum will ich mich am

allerliebsten rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi bei

mir wohne.

12:10 Darum bin ich guten Mutes in Schwachheit, in Mißhandlungen, in

Nöten, in Verfolgungen und Ängsten, um Christi willen; denn wenn ich

schwach bin, so bin ich stark.
Phil 4,13
Das Ringen des Apostels um seine Gemeinde

12:11 Ich bin ein Narr geworden! Dazu habt ihr mich gezwungen. Denn ich

sollte von euch gelobt werden, da ich doch nicht weniger bin als

die Überapostel, obwohl ich nichts bin.
Kap 11,5

12:12 Denn es sind ja die Zeichen eines Apostels unter euch geschehen in

aller Geduld, mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.

Röm 15,19; Hebr 2,4

12:13 Was ist's, worin ihr zu kurz gekommen seid gegenüber den andern

Gemeinden, außer daß ich euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebt

mir dieses Unrecht!
Kap 11,7-9

12:14 Siehe, ich bin jetzt bereit, zum dritten Mal zu euch zu kommen, und

will euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eure,

sondern euch. Denn es sollen nicht die Kinder den Eltern Schätze

sammeln, sondern die Eltern den Kindern.

12:15 Ich aber will gern hingeben und hingegeben werden für eure Seelen.

Wenn ich euch mehr liebe, soll ich darum weniger geliebt werden?

Phil 2,17

12:16 Nun gut, ich bin euch nicht zur Last gefallen. Aber bin ich etwa

heimtückisch und habe euch mit Hinterlist gefangen?

12:17 Habe ich euch etwa übervorteilt durch einen von denen, die ich zu

euch gesandt habe?

12:18 Ich habe Titus zugeredet und den Bruder mit ihm gesandt. Hat euch

etwa Titus übervorteilt? Haben wir nicht beide in demselben Geist

gehandelt? Sind wir nicht in denselben Fußtapfen gegangen?

Kap 8,6; 8,16-18

12:19 Schon lange werdet ihr denken, daß wir uns vor euch verteidigen. Wir

reden jedoch in Christus vor Gott! Aber das alles geschieht, meine

Lieben, zu eurer Erbauung.

12:20 Denn ich fürchte, wenn ich komme, finde ich euch nicht, wie ich

will, und ihr findet mich auch nicht, wie ihr wollt, sondern es gibt

Hader, Neid, Zorn, Zank, üble Nachrede, Verleumdung,

Aufgeblasenheit, Unordnung.
Kap 10,2

12:21 Ich fürchte, wenn ich abermals komme, wird mein Gott mich demütigen

bei euch, und ich muß Leid tragen über viele, die zuvor gesündigt

und nicht Buße getan haben für die Unreinheit und Unzucht und

Ausschweifung, die sie getrieben haben.
Kap 13,2
Mahnungen vor dem dritten Besuch

13:1 Jetzt komme ich zum dritten Mal zu euch. »Durch zweier oder dreier

Zeugen Mund soll jede Sache bestätigt werden.« (5. Mose 19,15)

Mt 18,16

13:2 Ich habe es vorausgesagt und sage es abermals voraus - wie bei

meinem zweiten Besuch, so auch nun aus der Ferne - denen, die zuvor

gesündigt haben, und den andern allen: Wenn ich noch einmal komme,

dann will ich nicht schonen.

13:3 Ihr verlangt ja einen Beweis dafür, daß Christus in mir redet, der

euch gegenüber nicht schwach ist, sondern ist mächtig unter euch.

13:4 Denn wenn er auch gekreuzigt worden ist in Schwachheit, so lebt er

doch in der Kraft Gottes. Und wenn wir auch schwach sind in ihm, so

werden wir uns doch mit ihm lebendig erweisen an euch in der Kraft

Gottes.

13:5 Erforscht euch selbst, ob ihr im Glauben steht; prüft euch selbst!

Oder erkennt ihr euch selbst nicht, daß Jesus Christus in euch ist?

Wenn nicht, dann wärt ihr ja untüchtig.

13:6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, daß wir nicht untüchtig sind.

13:7 Wir bitten aber Gott, daß ihr nichts Böses tut; nicht damit wir als

tüchtig angesehen werden, sondern damit ihr das Gute tut und wir wie

die Untüchtigen seien.

13:8 Denn wir vermögen nichts wider die Wahrheit, sondern nur etwas für

die Wahrheit.

13:9 Wir freuen uns ja, wenn wir schwach sind und ihr mächtig seid. Um

dies beten wir auch, um eure Vollkommenheit.

13:10 Deshalb schreibe ich auch dies aus der Ferne, damit ich nicht, wenn

ich anwesend bin, Strenge gebrauchen muß nach der Vollmacht, die

mir der Herr gegeben hat, zu erbauen, nicht zu zerstören.

Kap 10,11; Kap 10,8

13:11 Zuletzt, liebe Brüder, freut euch, laßt euch zurechtbringen, laßt

euch mahnen, habt einerlei Sinn, haltet Frieden! So wird der Gott

der Liebe und des Friedens mit euch sein.
Phil 4,4; Röm 15,33

13:12 Grüßt euch untereinander mit dem heiligen Kuß. Es grüßen euch alle

Heiligen.

13:13 Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes und die

Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!


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