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2005 Sept 09, Ian Semple
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100 Jahre : Bahai Intranet-NGR-Ansprache
Liebe Bahá’í-Freunde, sehr geehrte, liebe Gäste,

es ist dem Nationalen Geistigen Rat der Bahá’í in Deutschland eine große Freude, Sie alle sehr herzlich willkommen zu heißen.

Der Anlass, der uns aus ganz Deutschland, vielen Ländern Europas, ja aus allen Teilen der Welt hier in Stuttgart zusammenführt, ist ein freudiger und ein historischer zugleich:

100 Jahre deutsche Bahá’í-Gemeinde! Wir möchten Ihnen, liebe Gäste und Freunde, danken, dass Sie im Geiste der Verbundenheit gekommen sind, um dieses Jubiläum gemeinsam mit uns, den Bahá’í in Deutschland, zu begehen.

Besonders dankbar sind wir, Herrn Ian Semple als offiziellen Repräsentanten des Universalen Hauses der Gerechtigkeit begrüßen zu dürfen.

Als Vertreterin der Stadt Stuttgart heißen wir Frau Bürgermeisterin Gabriele Müller-Trimbusch aufs Herzlichste willkommen.

Ebenso begrüßen wir die Mitglieder des Europäischen Berateramtes sowie die Vertreter der Nationalen Geistigen Räte in Europa und darüber hinaus.

Und schließlich gilt unser Gruß und unsere Anerkennung den zahlreichen anwesenden Bahá’í-Freunden, die sich von ihren Pionierposten weltweit aufgemacht haben, um mit ihrer einstigen Muttergemeinde deren hundertjähriges Bestehen zu feiern.

Es ist wunderbar Sie alle (zu sehen und) bei uns zu haben!

Hier in Stuttgart nahm die deutsche Baha’i-Gemeinde vor hundert Jahren ihren Anfang. Und es war Stuttgart, das 1913 von Abdu’l-Bahá während Seiner historischen Reisen in den Westen besucht wurde. Die Begegnung mit Abdu’l-Bahá bedeutete für die frühen deutschen Gläubigen einen enormen geistigen Impuls. Von tiefem Glauben beseelt, entfaltete sich im Herzen des Kontinents eine lebendige Gemeinde. Sie errang Siege und überstand Rückschläge, wie das vom Nazi-Regime verhängte Verbot zwischen 1937 und 1945. Sie brachte zwei Hände der Sache Gottes hervor. Sie erhielt das Vorrecht, das erste Haus der Andacht Europas zu beheimaten. Sie begann das Licht des Glaubens in ihre Nachbarländer in Europa und darüber hinweg zu verströmen. Ermutigend, hoffnungsvoll und zugleich verpflichtend ist die hohe Bestimmung der deutschen Bahá’í-Gemeinde, wie sie von Abdu’l-Bahá als auch von Shoghi Effendi vorausgeschaut wurde.

Die ersten hundert Jahre deutsche Bahá’í-Gemeinde bedeuten nicht die Vollendung oder den Abschluss einer Entwicklung, sondern vielmehr ihren verheißungsvollen Beginn. So wollen wir heute unseren Blick nicht nur zurück richten, um der eigenen Geschichte zu begegnen, sondern ihn auch auf die vor uns liegenden Aufgaben und die Zukunftsperspektiven der Bahá’í-Gemeinde lenken.

Wir wollen uns inspirieren, uns beflügeln lassen von der Hingabe, der Liebe, der Standhaftigkeit, der Entschlossenheit und dem Mut der frühen Gläubigen, die den Grundstein für die Entwicklung dieser Gemeinde legten. Sie erkannten die Zeichen ihrer Zeit für den Dienst an der Sache. Jene Bahá’í, die damals neue Wege beschritten, um die Fackel des Glaubens nach Deutschland zu tragen. Jene Menschen, die sich hierzulande als erste zur Botschaft Bahá’u’lláhs bekannten und sich dem Entstehen einer neuen Menschheitskultur weihten. Jene, die unermüdlich die Strukturen der Gemeinde aufbauten und, vor allem, jene, die ihre Mitmenschen an der Schönheit der Leben spendenden Lehren Bahá’u’lláhs teilhaben ließen und dieses kostbare, geistige Geschenk weiter reichten.

Und wir werden uns fragen, welches die Erfordernisse des Dienstes in unserer Zeit sind? Was wohl heute unser persönlicher Beitrag sein kann? Wie wir den Weg einer sich entfaltenden geistigen Kultur kraftvoll beschreiten?

Bahá’u’lláh betrachtet den einzelnen Mensch seiner Wirklichkeit nach als geistiges Wesen.

Auch das gesamte als Zivilisation bezeichnete Unterfangen ist als voranschreitender geistiger Prozess zu sehen. Die Religionen sind seine Hauptantriebskraft, ihre Stifter Erzieher der Menschheit.

Bahá’u’lláh spricht von einer neuen Beziehung zwischen Gott und Mensch, einer Beziehung, die mit der anbrechenden Reife der Menschheit in Einklang steht. Seine Offenbarung erschließt die tiefsten Quellen menschlicher Motivation und befähigt den Menschen zum Wandel. Seine sozialen und geistigen Lehren bilden eine umfassende Vision für die Zukunft der einen Menschheit und bieten das Heilmittel, dessen sie so dringend bedarf. Die Einheit der Menschheit ist nicht nur Leitmotiv der Lehren Bahá'u'lláhs, sie ist Schöpfungsprinzip. Denn aller Fortschritt, wo immer er zustande kommt, beruht auf Vereinigung und Zusammenarbeit.

Die weltweite Bahá’í-Gemeinde, deren Teil wir sind, tritt bereits heute den lebendigen Beweis dafür an, dass die Völker in all ihrer Vielfalt lernen können als eine Menschheit zu leben und Erfüllung zu finden. Wir Bahá’í bilden einen Querschnitt aus über 2100 Ethnien und allen Ländern dieses Erdballs. Wir verkörpern die wohl vielfältigste und geographisch verbreitetste Gemeinschaft von Menschen auf diesem Planeten, die in dieser Weise vernetzt und zu gemeinschaftlichem Handeln fähig ist.

Es ist jetzt unabdingbar, die Bandbreite an Fähigkeiten der Gemeinde zu vervielfältigen und eine Kultur des Wachstums zu entfalten. Es geht darum, auf die Sehnsucht vieler aufrichtiger Menschen zu antworten, die sich im Innersten danach sehnen ein Leben des Dienstes zu finden, das dauerhaft an Bedeutung gewinnt. Es geht darum, die Entwicklung und Veredelung der Gesellschaft zu befördern und die Bewegung der Menschheit hin zu ihrem Schöpfer zu unterstützen.

Wir tun dies mittels der Pläne und der drei Kernaktivitäten. Sie sind Elemente einer neuen geistigen Lebensführung: Andachten zur Versenkung in das schöpferische Wort; Klassen für die geistig-ethische Erziehung der Kinder; Studienkreise zur Entwicklung geistiger, sozialer, wie kreativer Fähigkeiten im Dienst an der Gesellschaft. Diese Aktivitäten unternehmen wir nicht alleine, nicht nur für uns, sondern laden andere ein, an diesem offenen Lernprozess teilzuhaben.

Unser aller tief empfundener Dank gilt dabei der nie versiegenden Führung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit.

Es ist eine Ehre für die deutsche Baha’i-Gemeinde und erfüllt uns mit großer Freude, nun Herrn Ian Semple als Repräsentanten unserer höchsten Körperschaft zu bitten, die Grußbotschaft des Universalen Hauses der Gerechtigkeit an diese Versammlung zu verlesen.

Dieser Beitrag stammt aus dem Gemeinde.Web des Nationaler Geistiger Rat der Bahá'í in Deutschland e.V.

© Der Nationale Geistige Rat

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