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100 Jahre : Bahai Intranet-KBA-Grußbotschaft

Grußbotschaft des Europäischen Berateramtes aus Anlass der 100 Jahrfeier Bahá’í Gemeinde in Deutschland, Stuttgart, 10. September 2005

Das Europäischen Berateramt übermittelt Ihnen und dem Nationalen Geistigen Rat die herzlichsten Glück- und Segenswünsche zu Ihrem hundertjährigen Jubiläum deutscher Bahá’í Geschichte. Alle Berater, die persönlich nicht anwesend sein können, sind mit Ihnen heute im Geiste verbunden und begleiten diese Versammlung mit ihren Gebeten. Frau Dr. Nicola Towfigh und ich haben die Ehre und die große Freude mit Ihnen dieses bedeutsame Jubiläum festlich zu begehen.

Ein solches Jubiläum ist Anlass zu Rückschau und Ausblick in die Zukunft.

Wie Sie alle wissen, hat Abdu’l-Bahá die deutschen Bahá’i Freunde im Besonderen in sein Herz geschlossen. Er sagte: „Ich liebe euch alle mit der ganzen Zuneigung meines Herzens und meiner Seele und erflehe wahre Glückseligkeit und Wohlstand für jeden von euch.“

Er hat Ihrer Gemeinde eine herausragende Rolle zugewiesen und eine strahlende Zukunft vorausgesagt. Von Shoghi Effendi wurde diese Tatsache wiederholt hervorgehoben, und er hat diese Vorausschau bekräftigt mit dem Auftrag an den Nationalen Geistigen Rat im Jahr 1953 zur Errichtung des ersten Hauses der Andacht auf Europäischem Boden in Deutschland.

Die deutsche Bahá’i Gemeinde hatte im April 1913 das unschätzbare Vorrecht, den Besuch Abdu’l-Bahá’s auf seiner ausgedehnten Reise in den Westen als bleibendes Erbe zu erhalten.

Der Aufenthalt Abdu’l-Bahá’s in Stuttgart, Esslingen sowie ein kurzer Besuch in Bad Mergentheim war und ist für die deutsche Bahá’i Gemeinde ein unvergessliches Vorrecht. Seine Ansprachen und Begegnungen mit jeweils Hunderten von Menschen haben zweifellos eine bleibende geistige Wirkung auf die nachfolgenden Generationen.

So ist wohl nicht verwunderlich, dass der Nationale Geistige Rat in Deutschland weltweit zu den ersten Räten zählt, deren Bildung im Jahr 1923 vom Hüter bestätigt wurde.

Bis 1937, dem Jahr des Verbots aller Bahá’i Institutionen und Aktivitäten auf Befehl des Nazi Regimes war in vielen Orten Deutschlands bereits ein aktives und lebendiges Gemeindeleben entstanden, was nun jäh unterbunden wurde. Dieses Verbot und die Verfolgung einzelner Freunde war ein großer Schock für alle Bahá’í Freunde. Dennoch bewahrten alle ihren Glauben tief in ihren Herzen, hielten zueinander engen Kontakt und bei entsprechenden Verhören von der Gestapo bekannten sie sich standhaft und mutig zu ihrem Glauben bis das leidvolle Verbot nach dem 2. Weltkrieg aufgehoben wurde. Große Freude und ein hohes Glücksgefühl gepaart mit tiefer Dankbarkeit erfüllte die Herzen eines jeden Gläubigen, endlich wieder mit ihren Glaubensbrüdern und Glaubensschwestern im Ausland in Kontakt treten zu können.

Bereits im Sommer 1945 fanden wieder öffentliche Veranstaltungen der Stuttgarter Bahá’i Gemeinde statt, und zu Ridván 1946 wurde der Nationale Geistige Rat bereits wieder gewählt. Mit gestärkter geistiger Vitalität und der Sehnsucht die Botschaft Bahá’u’lláhs endlich wieder offen ihren Mitmenschen übermitteln zu dürfen, war die Proklamation und das Lehren des Glaubens eine Herzensangelegenheit eines jeden Gemeindemitglieds.

Als dann im Jahr 1953 von Shoghi Effendi der 10- Jahresplan bekannt gegeben wurde, folgten denn auch viele deutsche Bahá’í Freunde dem Pionieraufruf des Hüters. Einige dieser ergebenen und furchtlosen Seelen erlangten den Rang „Ritter Bahá’u’lláhs“ da sie – entflammt von der Liebe zu Bahá’u’lláh - ein weiteres Land auf unserem Globus dem Bahá’i Glauben erschlossen haben.

Als der „Eiserne Vorrang“ Ende der achtziger Jahre fiel, war es vor allem die deutsche Bahá’í Gemeinde, die den Glauben in die osteuropäischen Länder trug. Pioniere, Reiselehrer und Jugendgruppen machten sich auf in diese Länder, wo heute lebendige und starke nationale Gemeinden bestehen.

Zu erwähnen ist auch, dass der Nationale Geistige Rat von Deutschland seit mehreren Jahrzehnten eine herausragende Rolle in der Bahá’í Welt auf dem Gebiet diplomatischer Bemühungen mit Erfolg wahrnimmt. Dies trägt zur Verbesserung der Lebenssituation unserer Mitgläubigen im Iran bei, die nach wie vor Verfolgungen ausgeliefert sind.

Heute, seit Beginn der 5. Epoche des Gestaltenden Zeitalters im Jahr 2001, hat die deutsche Bahá’í Gemeinde unter der Führung Ihres Nationalen Geistigen Rates erkennbar an geistiger Schwungkraft gewonnen. Eine stetig wachsende Zahl von Freunden nehmen ihre Chance wahr, ihren Mitmenschen die Botschaft Bahá’u’lláhs nahe zu bringen und sie einzuladen an den vielfältigen Gemeindeaktivitäten teilzuhaben und mitzuwirken. Die jetzt sich entfaltende neue Qualität des Bahá’í Gemeindelebens in Deutschland wird zweifellos bald ein kraftvolles Wachstum der nationalen Bahá’í Gemeinde bewirken.

Unter der stetigen liebevollen und klaren Führung des Universalen Hauses der Gerechtigkeit wird Ihre Gemeinde die Vision Abdu’l-Bahá’s verwirklichen.

Er sagte: Die Deutschen „werden alle anderen Europäer übertreffen und große Errungenschaften in Europa hervorbringen“ und „Die Sache Gottes wird in Deutschland große Fortschritte machen. Es wird alle anderen Gegenden übertreffen.“

Seien Sie versichert, dass die Berater in Europa die deutsche Bahá’í Gemeinde in ihrem systematischen und von einer klaren Zukunftsvision geprägten Bemühen, die Lehren Bahá’u’lláhs nachhaltig zu verbreiten, in jeder erdenklichen Weise nachhaltig unterstützen wird. Die Quelle unserer gemeinsamen Motivation ist die Gewissheit, dass die Lehren Bahá’u’lláhs das einzige Heilmittel für die Nöte der Menschheit in einer zunehmend globalisierten Welt sind.

Dieser Beitrag stammt aus dem Gemeinde.Web des Nationaler Geistiger Rat der Bahá'í in Deutschland e.V.

© Der Nationale Geistige Rat

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