More Books by Briefe des UHG

1968 Aug an die Hände
1971 JAN 11, Bedingungen desFortschritts
1976 JAN 26, Pioniere an der Heimatfront
1979 Apr 25 Abschluss 5 JP
1979 Örtliche Geistige Räte - Siebenjahrespla
1980 Apr 22, 50 Nationaltagung
1980 Apr 28, Telegr 50 NT
1980 Okt, Teilnahme an den Sitzungen des Geistigen Rates
1981 Jan Ziele 2. Phase 7 JP
1981 Jul 06, Antworttelegramm
1981 Mai 05, Antworttelegramm
1982 JUL Zusammenarbeit Nicht Bahai Organisatiionen
1984 SEPT 20, Jahrestag Tempel
1984 Zur Frage der Apartheit
1985 März, 23 Pilgernotizen Krisen unheilvolle Ereignisse
1985 Okt, Die Verheißung des Weltfriedens
1985 Okt, FRIEDENSBOTSCHAFT
1986 Jul 29, Stichwahlen
1986 Naw-Ruz
1986 Sep 29, Bestimmung der dt B-Gem
1988 Aug 1, Psychologie
1988 Dez 22, Zarathustra und Buddha
1988 Dez, 05 ITC-Kinder und Jugend
1988 Mai 09, 29 Bezugnahmen
1988 Mai 31, Mitgliedschaft
1988, Dez 29, Freiheit und Ordnung
1989 Aug 27, 19-Tage-Fest
1989 Aug 29, 19-Tagefest
1989 Dokumente des Bundes
1989 Ein keusches und heiliges Leben
1990 Apr 17, Aufgaben im Osten
1990 Baha'i-Wahlen Heiligkeit und Wesensart
1990 Bahai Ehen und ihr Schutz
1990 Dez, Bewahrung von Bahai-Ehen
1990 Die Bewahrung der Erde und
1991 APR 22, Email an Teilnehmer Ost West Seminar
1991 Baha'u'llahs Mission
1991 Drogen und Suchtstoffe
1991 Jan 07, Unbeständige Lage
1991 Mai 01, Email 61 NT
1991 Mar 20, Nachwahlen
1991 Nov 18 Finanzielle Herausforderungen
1991 Okt 08, Historische Aufgabe
1991 Patenschaftsfonds
1991 Sep 17, Antwort mangelnder Dienst
1992 Dez 14, Einstellung zu Lehrbereitschaft
1992 Mai 29, Feierlichkeiten in Bahji
1992 Mai 29, Feierlichkeiten
1992 März 15, Strassenlehrarbeit
1992 Nov 18, Memo Geistige Prinzipien Administration
1992 Nov 26, 2te Botschaft an den Weltkongress
1992 Nov 26, Satelliten-Botschaft
1992 Okt, 05 Fonds
1993 Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise von Gemeinden
1993 Feb 07, Fragen zur Arbeitsweise
1993 Mai 19, Anerkennung 3-JP
1993 Mai 20, Email Dank Spenden
1993 NOV 9, Fördern Eintritt in Scharen
1994 Initiative des Einzelnen und der Gemeinde
1994 Sep 1, Organspende
1994 Sept 19, Bedingungen des Lehrens
1995 Baha'i-Gelehrsamkeit
1995 Dez 24, ITC, Der Einzelne
1995 Jan 17, Email wegen Don Rogers
1995 Nov 12, Gemeinsame Wohnung
1995 Sep 11, Homosexualität
1996 Apr, 11 HUQUQ NEU
1996 Bahai-GEBETE
1996 Epochen des Gestaltenden
1996 Jan 30, Memo Authenzität Tablet
1997 Apr 02, Fonds
1997 Mai 30, Dezentralisierung
1997 Mai 30, Regionale Bahai-Räte
1997 Mar 21, An die Liebenden der
1998 Apr, Trainingsinstitute
1998 Mai 2, An Internationale Tagung
1999 Apr 27, Krise im Kosovo
1999 Dez 28, Neue Gesetze
1999 Mai 25, An ausgewählte NGR
1999 Nov 26, Blick in die Zukunft
1999 Sept Regionale Wachstumsprogramme
2000 Feb 02, EXPO 2000
2000 Feb, Trainingsinstitute
2000 Jul 18, Demokratisierung
2000 Jul, Geistige Erziehung der Kinder
2001 Apr 04 Haltung gegenüber Ausgetretenen
2001 Aug 05, Fonds
2001 Aug 05, Stand und Bedarf des internationalen Fonds
2001 Huququllah das Recht Gottes neu
2001 Huququllah die krönende Zier neu
2001 Institution Berater
2001 Jan 09, Konferenz in Haifa
2001 Jan 09, Konferenz Kontinentale Berater
2001 Jan 14, Konferenz Einweihung ITC
2001 Jan 16, Ende Konferenz
2001 Jan 16, Fünfte Epoche
2001 Jul 29, An NGR Deutschland
2001 Nov 5, Gebrauch der Künste
2001 Sept 19, Andachtsversammlungen
2002 Apr, An die Religionsführer
2002 Aug 22, Geringer Fortschritt
2003 Apr, Schwungkraft erhöhen- Building Momentum -
2003 Nov 26, An die Anhänger Baha'u'llahs in der Wiege des Glaubens
2004 Apr 22 - Hinscheiden von Herrn Aziz Yazdi
2004 Jan 12 an iranische Gläubige außerhalb Iran
2004 Nov, 28-ITC-Intensives Wachstumsprogramm
2005 Apr 14, Abschluß Kaufvertrag Andachtshaus in Chile
2005 Aug 18, Wachstum Reg59
2005 Dez 27, an Kontinentale Beraterämter
2005 Dez 28, Ruhi-Institute
2005 Dez. 31, Ende Beraterkonferenz
2005 Mai 12, Antwort auf Botsch Nationaltagung
2005 Nov 14, Studium des Bahai Glaubens
2006 0322-UHG-IranischeFreundeaußerhalbIran-deutsch
2006 Juni, 14 Die Gemeinde zu neuen Entwicklungsstadien führen
2007 Dez 25, an die Anhänger Bahas in der Wiege des Glaubens
2007 Huququllah Das Recht Gottes - Eine Kompilation
2007 Nov, 26 Hände der Sache
2007 Sept, 30 intensives Wachstum
2008 Mai, 12 Erweiterungen im Weltzentrum
2008-10-20 Halbzeit Fünfjahresplan
2008-12-23 Äussern über Politik
2009 Feb 7, Konferenz Frankfurt
2009 Feb 9 in der Wiege des Glaubens
2009 Jun 3, An die Bahai im Iran
2009 Mar 21, Naw-Ruz
2009 Mar 23, an die Gläubigen in der Wiege des Glaubens
2009 Mar 26, Iran
2009 Mar 5, an Bahai im Iran
2009 May 10, Antwortmail Nationaltagung
2009-05-17-BWC Neunzehntagefest
2009-06-23 An die Bahai im Iran
2009-12-15 Bauprojekte am Berg Karmel
Ausgewählte Botschaften 1963-1996
Das Wohlergehen der Menschheit
Die Verheissung des Weltfriedens
Ein Gemeinsamer Glaube
Jahrhundert des Lichtes
Verfassung
VersGot 2 ab Aug
Zusammenstellung Deutschland
Zusammenstellung Europa
Zusammenstellung Extrakt
Free Interfaith Software

Web - Windows - iPhone








Briefe des UHG : 1992 Mai 29, Feierlichkeiten
1992 May 29, Centenary Tribute to Bahá'u'lláh
"Heute ist der König der Tage"
May 29, 1992

A Tribute by the Universal House of Justice to Bahá'u'lláh on the Centenary of

His Passing

Tiefbewegt und beseligt versammeln wir uns in der geheiligten Umfriedung von

Bahá'u'lláhs Ruhestätte, um aus dem erhabenen, historischen Anlaß des

hundertsten Jahrestages Seines Hinscheidens der höchsten Manifestation Gottes

ehrenvoll zu gedenken.

Unsere Herzenssehnsucht treibt uns, die Stimme zum Lobpreis eines Lebens zu

erheben, das unendlich hoch über jedem Vergleich steht. Wie aber sollen wir

solche Sehnsucht in die Tat umsetzen, wenn offenkundig kein Verstand ein

Begriffsvermögen und eine Wortwahl entwickeln kann, die Seines himmlischen Hofes

würdig wären? Wahrlich, unsere Zungen stammeln nur vor Unfähigkeit, die Wunder

einer Prophetenlaufbahn aus lauter Superlativen zu beschreiben, geschweige denn

zu verherrlichen. Der hier in Bahji vor hundert Jahren seinen letzten Atemzug

auf Erden tat, war das größte Licht der Welt, der Stifter einer religiösen

Sendung, welche die sechstausend Jahre des Zyklus von Adam zum krönenden

Abschluß führt und die fünftausend Jahrhunderte des Bahá'í-Zyklus einleitet. Er,

die Größte Manifestation Gottes, erschien im Größten Namen und trug die größten

Leiden als Stifter der Größten Offenbarung, die ihrerseits der Brunnquell des

Größten Friedens ist. Bei unserem Versuch, diese beispiellosen Gnadengaben zu

würdigen, nennen wir die juwelengleichen Namen des Angebeteten, wie Perlen

herausgefischt aus dem wahren Weltmeer Seiner Offenbarung. Wir streuen sie aus

über unser Wort der Huldigung, damit sie unserem Ausdruck Seiner Herrlichkeit

und Majestät den angemessenen Glanz verleihen:

König der Könige, Herr der Herren, Höchster Mittler, Altehrwürdige Schönheit. Er

ist der Vielgeliebte aller Welten. Wir begrüßen in Ihm den langersehnten

Verheißenen, Ziel der Anbetung der ganzen Welt. Und wir rufen: "Geheiligt sei

der Herr, der den Quell der Herrschaft in Händen hält!"

Wie schwer hatte Bahá'u'lláh zu leiden, um die Welt neu zu beleben! Zu Unrecht

angeklagt, eingekerkert, ausgepeitscht, angekettet, verbannt von Land zu Land,

verraten, vergiftet, Seines materiellen Besitzes beraubt und "in jedem

Augenblick gequält mit einer neuen Qual": Das war der grausame Empfang für den

Ewigvater, den Besitzer aller Namen und Eigenschaften. Fast anderthalb

Menschenalter hindurch, bis ans Ende Seines Erdenlebens, war Er ein Gefangener

und Verbannter - unablässig verfolgt von den Herrschern des Persischen und des

Osmanischen Reiches, erbarmungslos bekämpft von einer tückische Ränke

schmiedenden Geistlichkeit, verworfen und verachtet von den anderen Souveränen,

denen Er in machtvollen Botschaften zur Kenntnis gab, was nach Seinen Worten der

Wahrheit "Wohlfahrt, Einheit, Eintracht sowie Wiederaufbau in der Welt bewirkt

und die Ruhe der Völker sichert". "Mein Leid," klagte Er einmal, "übersteigt

alles Elend, das Jakob bejammerte, und alle Heimsuchungen Hiobs sind nur ein

Teil Meiner Schmerzen."

Die Stimme stockt vor Scham, wenn sie noch mehr solche traurigen Worte

wiedergeben soll; das Herz bricht entzwei beim bloßen Gedanken an die

gottgesandte Zielscheibe dieser Schmerzen - Schmerzen, wie sie kein normaler

Sterblicher ertragen könnte. Aber um nicht in düstere, trübselige Gefühle zu

versinken, sollten wir unsere Zuflucht nehmen zu der heiteren Ruhe, die Er mit

so bedeutungsvollen Worten wie den folgenden bewirkt: "Wir haben dies alles

höchst bereitwillig und ergeben auf Uns genommen, damit die Menschenseelen

erbaut werden und Gottes Wort gepriesen sei." So wahrte der Unterdrückte mit

unermeßlicher Geduld eine majestätische Haltung, so enthüllte Er Sein wahres

Selbst als das des barmherzigen, des liebenden, des unvergleichlichen Freundes.

Alle Kraft konzentrierte Er auf den Zweck Seiner Offenbarung, um den sich alles

drehte; Er verwandelte Seine Drangsale in Werkzeuge der Erlösung und rief alle

Völker unter das Banner der Einheit.

Keine irdische Macht konnte die Absicht der Erhabensten Feder durchkreuzen. Mit

der Fülle Seiner Schriften ergoß Er die heilenden Wasser des erneuerten

Gotteswortes über den Planeten. Wie Frühlingsregen strömte Seine Offenbarung auf

Ihn nieder und sammelte sich in rund hundert Bänden - "Bänden voll ungezählter

Ermahnungen, umwälzender Grundsätze, weltgestaltender Gesetze und Gebote,

unheilverkündender Warnungen und erstaunlicher Verheißungen, verbunden mit

seelenerhebenden Gebeten und Andachten, erleuchtenden Kommentaren und

Auslegungen, leidenschaftlichen Reden und Predigten, alles vermischt mit

Ansprachen an Könige, Kaiser und Minister des Ostens wie des Westens, an

Geistliche der verschiedensten Bekenntnisse und an die Führer auf dem

intellektuellen, dem politischen, dem literarischen, dem mystischen, dem

kaufmännischen und dem humanitären Gebiet menschlicher Tätigkeit oder aber mit

Verweisen auf diese Gestalten." An oberster Stelle unter Seinen Büchern steht

Sein Kitáb-i-Aqdas, die Charta der künftigen Weltkultur, in der Er die Gesetze

Gottes für unser Zeitalter verkündet. Freudig erbeben unsere Herzen vor der

Aussicht, daß im Verlauf dieses heiligen Jahres die mit Anmerkungen versehene

englische Übersetzung dieses Mutterbuches der Offenbarung Bahá'u'lláhs

veröffentlicht wird. Mit erstaunter Freude erkennen wir das reiche Vermächtnis

dieser göttlichen Ausgießung und rufen: "Preis sei Dir, Du Sehnsucht der Welt,

und Dank sei Dir, Du Vielgeliebter der Herzen derer, die Dir ergeben sind!"

Heute sind wir Zeugen der noch viel größeren Gabenfülle eines unvergleichlichen

Erbes. Mit dem Untergang der Sonne Bahás erhob sich der Mond Seines Bundes in

spiegelnder Herrlichkeit, vertrieb das nächtliche Dunkel der Verzweiflung und

erleuchtete den Pfad zur Einheit des ganzen Menschengeschlechts. In seiner

Strahlenfülle steht die anziehende Gestalt `Abdu'l-Bahás, des geliebten Sohnes,

den Bahá'u'lláh zum Ausleger Seines Wortes, zum Lenker Seiner Amtsgewalt

bestimmte, den Er zum Mittelpunkt Seines Bundes ernannte, zu einem Amt

ohnegleichen in der gesamten Religionsgeschichte.

Wir erkennen die geheimnisvolle Macht Seiner Weisheit, die Leuchtkraft Seiner

Worte, das unsterbliche Beispiel und die vereinende Kraft Seiner Taten. Seine

unermüdlichen Bemühungen verbreiteten den Ruhm der jugendlichen Sache Gottes

weit und breit, das Weltzentrum des Glaubens trat klar in Erscheinung, der Glanz

des Berges Gottes, auf den Bahá'u'lláh in Seinem Tablet vom Karmel anspielt,

offenbarte sich Schritt für Schritt. Mit tiefer Dankbarkeit für diesen

offenkundigen Segen erneuern wir unser Treuegelöbnis zum Bund Bahá'u'lláhs und

rufen: "Verherrlicht sei der Allbarmherzige, der Herr überströmender Gnade!"

Unter den erstaunlichen Wirkungen Seines Bundes erhob sich eine Weltgemeinschaft

auf "unangreifbarer Grundlage". Das Gesamtsystem der Verwaltungs- und

Gesellschaftsordnung, die Bahá'u'lláh in Seinem Heiligsten Buche begründet hat,

ist errichtet. Tatkräftig arbeitet ein Netzwerk örtlicher, nationaler,

kontinentaler und internationaler Institutionen auf dem ganzen Planeten in

beispielhafter Einmütigkeit zusammen. Genährt und belebt von Seiner

verblüffenden Offenbarung, getränkt vom kostbaren Blut unzähliger Märtyrer,

gehegt von der liebenden Fürsorge zahlloser ergebener Diener und Dienerinnen,

ist der Baum der Sache Gottes in diesen hundert Jahren mächtig emporgewachsen,

hat seine Äste und Zweige weithin ausgestreckt und üppig die erste Frucht

getragen.

Bahá'u'lláh traf die Welt in einem "seltsamen Schlaf". Aber welchen Aufruhr hat

Sein Kommen ausgelöst! Die Völker der Welt wurden voneinander getrennt, weite

Teile der Menschheit sind gesellschaftlich und geistig isoliert. Aber die

Menschenwelt von heute ist völlig anders als diejenige, die Bahá'u'lláh vor

hundert Jahren verließ. Der großen Mehrheit unbekannt, hat Er doch mit Seinem

Einfluß alles Erschaffene durchdrungen. Tatsächlich bleibt kein Lebensgebiet

unberührt. In den aufbrechenden Kräften, in den verbreiterten Ausblicken, in dem

wachsenden Weltbewußtsein, in den sozialen und politischen Wirrnissen, im

Niedergang der Königsherrschaft, in der Emanzipation der Völker, in der

Entstehung von Mischkulturen, im Schrei nach Entwicklung, in der Aufregung über

die Extreme von Reichtum und Armut, in der zugespitzten Sorge um den Mißbrauch

der Umwelt, im Bewußtseinssprung bei den Rechten der Frau, im verstärkten Drang

zur Ökumene, in den immer lauteren Rufen nach einer neuen Weltordnung, in den

verblüffenden Fortschritten der Wissenschaft, der Technik, der Kunst und der

Literatur - in diesem ganzen Tumult mit seinen widersprüchlichen Ausdrucksweisen

von Chaos und Ordnung, Vereinigung und Trennung, liegen die Zeichen für

Bahá'u'lláhs Macht als Weltreformer, die Beweise für Seinen Anspruch als der

Göttliche Arzt, die Wahrheit Seiner Worte als der Allwissende Ratgeber

beschlossen.

Bahá'u'lláh schrieb ausführlich über diese geheimnisvolle Kraftentfaltung, ihr

Ziel und ihre verwandelnde Wirkung, aber das Wesentliche ist den folgenden

klaren Worten zu entnehmen: "Durch die Bewegung Unserer Feder der Herrlichkeit

haben Wir auf Befehl des allmächtigen Gesetzgebers neues Leben in jede

menschliche Hülle gehaucht und frische Kraft in jedes Wort geflößt. Alles

Erschaffene verkündet die Beweise dieser weltweiten Erneuerung." Und an anderer

Stelle: "Neues Leben durchpulst in dieser Zeit alle Völker der Erde, und doch

hat keiner seine Ursache entdeckt und seinen Grund erkannt." Und wiederum: "Er,

der Unbedingte, ist in den Wolken des Lichtes gekommen, alles Erschaffene mit

dem Odem Seines Namens, der Allbarmherzige, zu beleben, die Welt zu vereinen und

alle Menschen zu versammeln um diese Tafel, die vom Himmel herabgesandt ist."

Laßt die Erdenbewohner beim Widerhall Seines Namens aufwachen aus ihrem

Schlummer, sich erheben aus ihren wirren Träumen und die Klarheit des neuen

Tages aufnehmen; denn "heute ist der König der Tage, der Tag, der das Kommen des

Meistgeliebten schaut, Dessen, der seit aller Ewigkeit als die Sehnsucht der

Welt gepriesen wird."

Unsere Gedanken wenden sich zurück zu der Trauerzeit von 1892, als große Scharen

von Bewohnern der Umgegend herbeieilten, um sich mit Bahá'u'lláhs Anhängern in

der Wehklage über den Abschied des unsterblichen Geliebten zu vereinen. Es waren

keine Anhänger Seiner Sache; sie hatten kein wirkliches Verständnis Seiner

Stufe, aber Seine Gegenwart wirkte unter ihnen in solcher Weise, daß sie von

einem lastenden Gefühl des Verlustes erfüllt waren. Heute, ein Jahrhundert

später, kommen wir als die Vertreter Seiner Gemeinde aus den entlegensten

Winkeln der Erde, in Scharen aufgereiht, um dem Herrn der Herrlichkeit zu

huldigen. Mit uns im Geist vereint sind die Millionen Seiner Liebenden,

verstreut über Zehntausende von Dörfern, Märkten und Städten, die zuhause in

ihren Orten diesen erhabenen Jahrhunderttag feiern, die Herzen hergewandt zum

Mittelpunkt hier in Bahjí.

Mit uns an diesem Ort der Anbetung ist eine Anzahl heldenhafter Seelen aus der

gefeierten Schar, der Shoghi Effendi, der Hüter der Sache Gottes, den verdienten

Ehrennamen Ritter Bahá'u'lláhs verliehen hat, um ihre Taten tapferer Hingabe als

Lehrer des Glaubens zu kennzeichnen. Sie bildeten die Vorhut des siegreichen

Zehnjahres-Kreuzzuges. Ihre Taten, aufbauend auf den dramatischen Leistungen des

Heroischen Zeitalters sowie den Opfern zahlloser Märtyrer und Helden der

Vergangenheit, haben im Verfolg des von früheren Glaubenslehrern gebahnten

Pfades der Sache Bahá'u'lláhs die Anerkennung als eine Weltreligion gebracht.

Nunmehr wird in unserer Feierstunde die Ehrenrolle mit den Namen der Ritter

unter der Eingangstür zum Heiligsten Schrein an dem von unserem geliebten Hüter

bezeichneten Ort niedergelegt. Dies ist ein Symbol und ein Versprechen: ein

Symbol, das eine klare Antwort wirksam festschreibt, die in kritischer Zeit auf

die uns vom Herrn der Heerscharen übertragene Pflicht, Seine Lehren unter allen

Völkern zu verbreiten, gegeben worden ist; ein Versprechen, daß die von jenen

unerschrockenen Pionieren so glanzvoll eingelöste Verpflichtung von den

nachfolgenden Geschlechtern erneuert wird, damit das Licht der Offenbarung

Bahá'u'lláhs, "strahlend in all seiner Macht und Herrlichkeit, den ganzen

Planeten überzieht und umfängt".

Es ist auch ein Zeichen der Anerkennung für die Macht, mit der die Hand der

Allmacht Mücken in Adler verwandelt. Seine Gaben ermutigen uns. Vögel mit

gebrochenen Flügeln sind wir; aber wenn Seine Zusicherungen in unseren Seelen

widerhallen, dann schwingen wir uns in Seinem Dienst zu immer größeren Höhen

auf. "Ich bin der königliche Falke auf dem Arm des Allmächtigen!" erklärt Er und

fügt voll Güte hinzu: "Ich entfalte die matten Flügel jedes verzagten Vogels und

helfe ihm, sich aufzuschwingen." Wie könnten wir da fehlgehen?

Wir geloben: Eine bewegte Geschichte göttlichen Beistands hinter uns, eine klare

Schau der sich entfaltenden Geschicke vor uns, so schreiten wir voran, neu

geboren, neu gesegnet, neu entschlossen, bis das Bewußtsein jedes menschlichen

Wesens vom Wissen um Gottes siegreichen Glauben berührt worden ist. Und mit den

erwartungsvollen Worten Seines Märtyrer-Heroldes rufen wir: "Gepriesen sei Seine

Herrlichkeit, verherrlicht Seine Macht, geheiligt Seine Heiligkeit, gerühmt

Seine Größe, und gelobt sei Er auf allen Seinen Wegen!"

Das Universale Haus der Gerechtigkeit

Table of Contents: Albanian :Arabic :Belarusian :Bulgarian :Chinese_Simplified :Chinese_Traditional :Danish :Dutch :English :French :German :Hungarian :Italian :Japanese :Norwegian :Persian :Portuguese :Romanian :Russian :Spanish :Turkish :Ukrainian :